Grün wählende Gutmenschen-Familie gewährt Einblick in ihr verlogenes Leben

Gutmenschenfamilie (Bild: Collage/Screenshot)
Gutmenschenfamilie (Bild: Collage/Screenshot)

Fiktion oder Realität? Vielleicht kennen Sie ja diesen Typus der „Gutmenschenfamilie“, der aus Überzeugung grün wählt und Gutes tut. Wenn nicht, bekommen Sie hier einen Einblick in das Leben einer solchen guten- weil grünen – Familie. Gefunden auf Facebook.

Achtung Fiktion – oder nicht?

Das sind Volker und Franziska Nepomuck-Wendler mit ihrer 5-jährigen Tochter Marie-Gesine aus einem Berliner Vorort. Volker leitet eine erfolgreiche Zahnarztpraxis in einem noblen Berliner Bezirk und Franziska arbeitet als Grundschullehrerin für Sport und Kunst in einem eher ländlich geprägten Einzugsgebiet mit einem Migrantenanteil von ca. 0,9 Prozent.
Die Familie lebt bzw. residiert seit einigen Jahren in einem Neubaugebiet weit abgeschieden und abgeschirmt vom Drogenhandel, von Prostitution, täglichen Messerstechereien sowie Schlägereien mit Fahrradketten und anderen Sperrmüllgegenständen.

Das Haus, in dem die dreiköpfige Familie lebt, bietet Platz für ca. 9 Personen, verfügt über einen Garten von der Größe eines Fußballplatzes mit eingemauertem Grill, einen Swimmingpool, einen Kräutergarten, mehrere Obstbäume und ein schwedisches Holzhaus mit integriertem Saunabad und Wellnessbereich. In der kalten Jahreszeit kuschelt sich Frau Nepomuck-Wendler gerne vor den offenen Kamin im Wohnzimmer und liest Bücher von Robert Musil. Jedenfalls legt sie das Buch immer sichtbar in die Nähe des Kamins, um ihren Besuchern Kultiviertheit vorzugaukeln. Während ihr Ehegatte am Wochenende in die eigene Ferienwohnung nach Travemünde fährt, um seinen Hobbies Windsurfen und Drachenfliegen nachzugehen, bietet sie als Personaltrainerin einen Pilateskurs für die „gestressten“ Frauen in der Nachbarschaft an. Eigenst hierzu wurde der Keller der Familie in einen Fitness- und Aerobicbereich umgebaut.
Die Frage, wie Volker und Franziska Beruf, Freizeit und Haushaltsführung unter einen Hut bekommen, lässt sich ganz simpel beantworten: Rumänische Haushaltshilfe. Eine Frau, die von den Nepomuck-Wendlers die höchstmögliche Anerkennung erfährt mit 0,50 Cent unter dem Mindestlohn die Stunde.

Frau Nepomuck-Wendler hat neben ihrer Halbttagsstelle und ihrer Tätigkeit als Hobbykünstlerin im hauseigenen Atelier nämlich keine Zeit zu bügeln, zu putzen, zu kochen oder ihre Tochter vom Klavierunterricht abzuholen. Frau Nepomuck-Wendler kratzt sich mit anderen Frauen aus der Nachbarschaft während der gemeinsamen Teestunde lieber die Augen aus, weil sie darauf besteht, dass ihre auserwählte, anderthalb minütige Türklingel-Melodie die Schönste im ganzen Sonnental ist – so heißt die Straße, in der die Nepomuck-Wendlers Nachbarschaftsfeste organisieren und es sich im Naherholungsgebiet Eigenheim gut gehen lassen.

Es war auch Frau Nepomuck-Wendlers Idee eine Nachbarschaftsinitiative gegen rechts zu gründen und in ihrer Doppelgarage kartonweise „Hilfsgüter“ und Gerümpel der Wegwerfgesellschaft für „Geflüchtete“ zu sammeln.

Um ihrer Tochter das Grundgerüst ihres Wertekanons – Weltoffenheit und Toleranz – einzubläuen, machten Volker und Franziska jetzt am Wochenende einen Abstecher zur #unteilbar Demo nach Berlin und drückten Marie-Gesine ein selbstgebasteltes Schild in die Hand mit dem Versprechen, ihr Montag sofort ein neues Trampolin zu kaufen. „

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