Gottfried Helnwein: Political Correctness ist das Ende der freien Rede

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Gottfried Helnwein - Foto: Screenshot Youtube

Der österreichische Künstler Gottfried Helnwein wurde vor vielen Jahren durch ein hyperrealistisches Plattencover für die Band „Scorpions“ weltberühmt. Das Cover der Platte „Blackout“ zeigt einen männlichen Kopf, der mit einem Wundverband umwickelt ist. Verbogene Gabeln ragen daraus hervor und erwecken den Eindruck, als würden sie dem Gesicht die Augen auskratzen.

In einem Interview mit dem „Monopol – Magazin für Kunst und Leben“ beklagt der begnadete Maler sich über die Politische Korrektheit in seiner Wahlheimat USA.  Helnwein erzählt , daß sich legendäre Comedians wie John Cleese von der Monty Python’s-Truppe in den Lehrsälen der Unis nicht mehr blicken lassen, weil sie dort für ihre Witze an den politisch-korrekten Pranger gestellt würden. Ganz ähnlich hatte sich erst kürzlich ein anderer der weltberühmten Pythons geäußert, Terry Gilliam.

Die Reaktionen auf Donald Trumps Wahl zum US-Präsidenten bezeichnet der gebürtige Wiener als eine weltweite Hysterie. Die Hysteriker scheinen der wahnwitzigen Ansicht zu sein, so Helnwein, daß erst mit Donald Trump das Böse in die Welt gekommen sei, und daß es vor Trump keine Präsidenten gegeben habe, die schändliche Kriege geführt hätten, in welchen tödliche Drohnen eingesetzt wurden. Donald Trump sei der „amerikanischste Präsident“ dieses Jahrhunderts, so Helnwein. Er sei der Präsident, den die USA verdient hätten.

Nicht der Rassismus wachse, sondern die Angst. Die aus Amerika importierte „political correctness“  sei eine einzige Katastrophe. Helnwein:  „Sie ist das Ende der freien Rede. Wenn man mit einem einzigen Tweet seine Karriere zerstören kann, wird niemand mehr wagen, offen zu kommunizieren. Die Liste der Worte, die mittlerweile auf dem Index stehen, wird immer länger. In den USA werden immer mehr Werke der Weltliteratur, unter ihnen Mark Twains Meisterwerk ‚Huckleberry Finn‘, aus Schulen und Bibliotheken entfernt, weil den PC-Inquisitoren bestimmte Worte missfallen“.

Der Künstler weiter: „Die Allmacht der Social Media ist erschreckend. Jeder beliebige Lynchmob im Internet kann mit einem entsprechenden Shitstorm jede Person, die ihm nicht passt, vernichten. Ich halte es auch für einen schweren Fehler, große Teile der Bevölkerung pauschal als ‚Nazis‘, ‚Pack‘  oder ‚Abschaum‘  zu bezeichnen, nur weil es uns nicht passt, was sie wählen.“

Gottfried Helnwein selbst glaubt nicht, dass die Zahl der  Rassisten und Nazis bei uns zugenommen hat. Vielmehr sei es so,  dass immer mehr Leute Angst hätten und ihr Vertrauen in die etablierten Parteien verlören. Genau das habe die Linken-Chefin Sahra Wagenknecht erkannt. Und das wiederum sei kein Wunder, findet Helnwein. Wagenknecht sei schließlich „die intelligenteste Politikerin Deutschlands und Europas“. (ME)

 

 

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