Belgien: Scharia-Partei fordert bei Kommunalwahl Kalifat

Muslime beim Beten (Symbolfoto: Durch hikrcn/Shutterstock)
Muslime beim Beten (Symbolfoto: Durch hikrcn/Shutterstock)

Brüssel – Haben die Belgier aus dem Islamistenterror nichts gelernt? Bei der bevorstehenden Kommunalwahl darf ganz offiziell eine Partei antreten, die scheinbar einen „Islamischen Scharia-Staat“ nach IS-Vorbild einrichten will.

Die Partei, die nach eigenen Angaben über 300 Mitglieder hat, steht laut einem Bericht des Tag24 am heutigen Sonntag in Molenbeek und im Bezirk Brüssel-Stadt zur Wahl.

Angestrebt wird ein Belgien, das zu „100 Prozent einem reinen islamischen Staat wie zur Zeit unseres lieben Propheten Mohammed“ entsprechen soll.“ Lautet das Credo der Islamisten-Partei. Ähnliche Vorstellungen hat auch der IS, der in seinen eroberten Gebieten diese Pläne mit einer blutigen Terrorherrschaft durchgesetzt hat.

Nach dem Willen des Gründers Redouane Ahrouch gibt es ganz konkrete Vorstellungen, wie sich der Alltag dann in einem islamisierten Belgien gestalten soll:

Unter anderem durch Geschlechtertrennung im Bus. Halal-Essen in der Schulkantine und keine Frauen mehr auf den Wahllisten.

Vor allem letzter Vorschlag macht deutlich, wohin die Reise gehen soll. Frauen werden – wie zum Beispiel in vielen arabischen Ländern -gesellschaftlich zurückgestuft. Dies praktiziert Redouane Ahrouch zu Propagandazwecken bereits im Alltag. So hat der ehemalige Busfahrer bereits bei TV- oder öffentlichen Auftritten den Handschlag gegenüber Politikerinnen verweigert.

Rückenwind bekommt der Salafist von der fortschreitenden Islamisierung Belgiens.  Bereits jetzt stellen Muslime mit über 400 000 Menschen die zweitgrößte Religionsgemeinschaft. In Brüssel sind es schon 17 Prozent.

Die Partei-Bosse gehen laut der Zeitung davon aus, dass 2030 nur noch Muslime in der belgischen Hauptstadt leben und wollen mutmaßlich eine islamistische Enklave mit eigenen Gesetzen bilden. Die Wahl könnte eine erste Weichenstellung ermöglichen. (KL)

 

 

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