Neue Terror-Torte gegen AfD-Politiker

Torte (Symbolbild: shutterstock.com/Von wsf-s)
Torte (Symbolbild: shutterstock.com/Von wsf-s)

Berlin- Im Rahmen einer Diskussionen mit Schülern wurde der AfD-Abgeordnete Hugh Bronson vor der Gemeinschaftsschule „Grüner Campus Malchow (Berlin-Lichtenberg)“ von einem Ungekannten „getortet“. Bei dieser „Angriffsform“ wurden in der Vergangenheit bereits andere AfD-Politiker von sogenannten „Aktivisten“ als Ausdruck ihres Protestes mit Torten – aufgetaut oder in gefrorener Form –  beworfen. Ein Lehrer der Schule wertete den Tortenwurf als „humorvolle Tendenz zumindest in Teilen der Gesellschaft“. Ein weiteres Beispiel dafür, dass die geplanten und teils bereits realisierten AfD-Meldeplattformen, die sich gegen politische Indoktrination in Schulen richten, mehr als notwendig sind.

In dem Workshop-Format „Talking Heads“ beschäftigen sich Schüler an zwei Workshoptagen mit der Arbeit des Abgeordnetenhauses von Berlin. So auch bei der Veranstaltung an der Gemeinschaftsschule Grüner Campus Malchow (Berlin-Lichtenberg), zu der sechs Politiker aus dem Abgeordnetenhaus zur Diskussion mit rund 250  Schülern geladen waren. Die Schüler konnten vorab schriftlich und anonym Fragen einreichen, die sich mit den Themen Verkehrs-, Wohnungs- und Bildungspolitik befassten. Fragen zur  Migrationspolitik seien laut Tagesspiegel nicht gestellt worden. Im Vorfeld wurde am Grünen Campus diskutiert, ob und wie man die Teilnahme eines AfD-Politikers verhindern könnte und sollte.

Hugh Bronson, der für die AfD an der Diskussion teilnahm, wurde am Mittwoch auf dem Weg zur Schule von einem Unbekannten mit einer Torte beworfen, die ihn an der Schulter und im Gesicht erwischte. Der Tortenwerfer konnte unerkannt entkommen. Bronson selbst nahm den Angriff laut dem Tagesspiegel sportlich. „Viel Feind, viel Torte“, so das Statement des 57-jährigen AfD-Politikers. Allerdings sehe er den Angriff als weiteren Beleg für die immer überdrehtere Hetze gegen die AfD, die „die Hemmschwelle für körperliche Angriffe auf Vertreter unserer Partei herabsenkt“. Besonders erschreckend sei nach Ansicht des AfD-Politikers, dass derartige Vorfälle von den Altparteien keineswegs mit Schärfe verurteilt würden. „Diese Gleichgültigkeit der selbst ernannten Demokratiewahrer stellt eine ernsthafte Gefahr für die Demokratie dar.“

Lehrer freut sich über so viele „humorvolle Tendenzen“

Wie weit die einseitige, links-politische Vereinnahmung der Schülerschaft bereits vorangeschritten ist, demonstrierte ein Schüler, der die Tortenattacke beobachtet hatte. Die AfD habe mit ihrer „Propaganda an Schulen Nichts verloren. Andere Schüler hatten im Vorfeld der Veranstaltung laut dem Tagesspiegel ihren „Unmut“ über die Veranstaltung kundgetan. Davon ausgehend, dass auch an dieser Schule nicht indoktrinationsfrei über das AfD-Parteiprogramm diskutiert wurde, sind sich diese Schüler sicher, dass an ihrer Schule kein „Platz sei für eine Partei ist, die rassistisch, antisemitisch, sexistisch und homophob ist“.

Eine Lehrkraft der Schule, die anonym bleiben wollte, beurteilt die Diskussion als „unaufgeregt“. Dass die Schule Vertretern aller Parteien Zutritt gewährt habe, sei eine Sache, so der namenlose Lehrer. „Dass aber Vertreter einer neofaschistischen Partei von Schülerinnen und Schülern mit offensichtlicher Ablehnung begegnet wird, ist sehr erfreulich.“ Es zeige, dass humorvolle Tendenzen zumindest in Teilen der Gesellschaft gepflegt werden. Bronson sollte sich fragen, warum fünf andere Politiker nicht mit Torten beworfen wurden. Dies ist – nach Ansicht des offensichtlich AfD-feindlichen Lehrers – die Antwort darauf, dass „die AfD in Chemnitz mit Nazis marschiert war“. Der Schulleiter der Schule, Tobias Barthl, möchte die Tortung nicht gutheißen. „Das ist für uns kein Demokratieverständnis“, so die Stellungnahme.

Meldeplattform längst überfällig

Die Berliner AfD hatte, dem Vorbild der Kollegen in Hamburg folgend, angekündigt, ebenfalls eine Plattform „Neutrale Schule“ einrichten zu wollen. Auf der Seite „Neutrale Schule“, die in Hamburg im September online ging, können Schüler, Eltern oder Lehrer der AfD-Fraktion – bei Wunsch anonym – melden, wenn Lehrkräfte oder Schulpersonal ihrer Meinung nach gegen das Neutralitätsgebot verstoßen haben.

Wie jouwatch berichtete, sollen die AfD-Fraktionen in Bayern, Bremen, Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anhalt ein Vorgehen wie das der Hamburger ebenfalls in Erwägung ziehen. Auch in Brandenburg, Baden-Württemberg und Sachsen soll ein vergleichbares Angebot online gestellt werden. Der jüngste „Tortenwurf“ zeigt einmal mehr, dass eine Abwehrmöglichkeit gegen die links-politische Indoktrination an staatlichen Schuleinrichtungen mehr als überfällig ist. (SB)

 

 

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