Sind die Demosanitäter die „Sanitätssturmtruppen“ der Antifa?

Foto: Screenshot/Youtube

Stuttgart – Seit dem skandalösen Auftritt eines sogenannten „Demosanitäters“ bei der Hundebiss-Verarztung in Kandel scheinen sich Befürchtungen zu bestätigen: Die Antifa ist nicht nur eine gut organisierte paramilitärische Organisation, die, wie in Frankfurt und auf dem G20 Gipfel ganze Straßenzüge mit Brandsätzen attackiert, sie hat scheinbar als Unterstützer der Kämpfer auch einen eigenen Sanitätsdienst dabei. Das bekommt auch rein rechtlich einen bedrohlichen Beigeschmack, denn dies ist eigentlich ein grober Verstoß gegen die Demonstrationsordnung. Die sieht außer Polizei, den Ordnern – die muss der Veranstalter stellen – und dem offiziellen Sanitäts-Rettungsdienst keine weiteren Organisationen vor. Es sei denn, die werden hinzugezogen. Der Rettungsdienst wiederum wird von den Kommunen beauftragt.

Wenn eine Krawalltruppe eignes Sanitätspersonal mitbringt so hat das fast schon den Geruch einer „passiven Bewaffnung“. Selbst dicke Motorradhandschuhe, aber auch Helme fallen unter diese Regel, ebenso wie Schals, die eine Identifizierung unmöglich machen. In diesem Punkt bekam auch prompt ein Demosanitäter Ärger, der 2017 nach einem Sanitätseinsatz in „voller Montur“ von einem Berliner Gericht wegen „passiver Bewaffnung“ verurteilt wurde. Der Mann wurde später wieder freigesprochen. Zuvor ging ein Aufschrei durch das linke Spektrum, den das Neue Deutschland mit der Überschrift: „Ohne Helm können wir nicht mehr dahin wo es knallt“ auf den Punkt bringt.

Wer sich weiter auf die Suche nach den Sanitätssturmtruppen begibt, der landet vorwiegend auf linken Webseiten. Zum Beispiel bei der „Roten Hilfe“, einer anarchistischen Plattform, die genauso alt ist wie die Apo-Opas und auch bei RAF-Sympathisantensumpf, Stichwort „politische Gefangene“ eine umstrittene Rolle gespielt hat. Hier wird auch die Anklage gegen den Demosanitäter thematisiert. Auf der Seite findet sich auch noch das alte, inzwischen verbotene Logo der Antifa-Sanis – das DRK hatte geklagt – ein rotes Kreuz, dass in eine geballte Faust übergeht. Hilfe als Waffe! Deutlicher geht es nicht mehr!

Hilfe als Waffe – dazu gehören auch Verbalattacken

Nach dem Zwischenfall von Kandel hat die sich außerhalb der üblichen Norm bewegenden Sanitätsorganisation mit Sitz in Stuttgart verbal kräftig nachgetreten und dem Deutschen Roten Kreuz nicht nur medizinische Inkompetenz vorgeworfen, sondern den Sanitätern sogar eine gewisse Kumpanei mit der gegnerischen Seite bezichtigt (Journalistenwatch berichtete).  Diese Vorwürfe sind völlig absurd. Denn das DRK ist fest eingebunden in die politische Landschaft des rheinland-pfälzischen Mainstreams, die bekanntlich den Demos des Frauenbündnis mehr als feindlich gesinnt ist. Trotzdem halten sich die kommunalen Rettungsdienste strickt an eine politische Neutralität. Wenn diese nun angezweifelt wird, wie tickt dann der Sanitätsdienst, der im Schlepptau der Antifa an den Demos teilnimmt?

Wer sind die „Demosanitäter?

Ein Blick auf die Webseite der Organisation vor allem auf die linken „verlinkten“ Seiten bestätigt die schlimmsten Befürchtungen. Die Demosanitäter sind fester Bestandteil eines Links-Bündnisses, zu der auch die Medienplattform „Beobachter News“ gehört. Dort wird zum Beispiel gegen den Polizeihund vom Kandel-Einsatz gehetzt. Weiterhin vertreten: Das Linke Zentrum Lilo Herrmann in Stuttgart. Stadtteilzentrum (Stuttgart) „Gasparitsch“ – Dort werden „Selbstverteidigungskurse“ für Linke angeboten. Das „Demotz“ in Ludwigsburg, das bunter Genderprojekt „100prozent Mensch“ und natürlich Verdi. Kurzum das gesamte Spektrum aus dem die Antifa im Südwesten gegen das Frauenbündnis Kandel mobil macht.

Besonders irritierend ist das Selbstverständnis. Denn mit ihren Statuten wird anderen Rettungsdiensten eigentlich indirekt unterstellt, dass sie diese hehren Grundsätze nicht beachtet.

„Die Sanitätsgruppe Süd-West ist eine eigenständige und unabhängige Organisation. Sie untersteht keinen Behörden oder Parteien, fühlt sich jedoch den Grund- und Menschenrechten, insbesondere der Versammlungsfreiheit verpflichtet.“

„Die Sanitätsgruppe Süd-West ist der klaren Überzeugung, dass alle Menschen unabhängig von ihrer Hautfarbe, Herkunft, Geschlecht, sexueller Orientierung, wirtschaftlichen Verhältnissen oder anderen individuellen Unterschieden den gleichen unantastbar hohen Wert besitzen. Deshalb lehnt sie jegliche Form der Diskriminierung ab. Unterschiedslos steht die Sanitätsgruppe Süd-West allen Hilfsbedürftigen bei und versucht ihr Leid zu vermeiden oder zu lindern, sowie ihrer Würde Anerkennung zu verleihen.“

Bei so viel Edelmut fragt man sich, warum die Demosanitäter sich als „Sanitätssturmtruppe“ von linken Schlägern und Tierquälern (Bis der Hund zubiss, wurde er getreten und gequält) betätigt, die genau diese „Versammlungsfreiheit“, die ja auch für andere gilt, im wahrsten Sinne mit Füßen treten. Weiterhin fragt man sich, warum sie bei angeblicher Menschenliebe für alle, nicht auch dem Frauenbündnis ihre „Hilfsdienste“ anbieten? (KL)

 

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