Der deutsche Konservative – eine aussterbende Spezies

Cantaloop

Foto: Screenshot/Youtube

Von Links an die Wand gedrückt

Selten zuvor waren seine Antagonisten, die „Feinde“ des deutschen Konservatismus, präsenter als jetzt. Die Staatsräson unserer Republik ist längst zum genauen Gegenteil aller bürgerlich tradierten Werte mutiert. Eine nach außen hin unscheinbar und bescheiden auftretende Kanzlerin hat in den vergangenen 12 Jahren mit ruhiger Hand einen sozialistischen Einheitsblock geschaffen, der seinesgleichen sucht. Man glaubt im Jahre 2018 wirklich, Stalin & Konsorten als Wiedergänger in der deutschen Politik zu erkennen. Es wurden Menschen in Führungspositionen gebracht, die kommunistische Diktatoren für Menschenfreunde – und den gesunden Menschenverstand für rechtsradikales Teufelswerk halten.

Alldieweil: wie in marxistisch inspirierten Kreisen so üblich, werden die Bürger nunmehr als Kollektiv angesehen, als „Masse“, die es zu führen und vor allem zu indoktrinieren gilt. Mittels sattsam bekannten Phrasen von „Umweltschutz“ über „Gerechtigkeit“, vor allem aber mit Idiomen wie „gerade-wir-als-Deutsche“, oder „wir-müssen-weltoffen-sein“, wird dies unter geradezu bösartiger Verkehrung von Ursache und Wirkung praktiziert.

Die Mittel hierfür: Verbote, Abmahnungen, Bußgelder und Steuererhöhungen. Eine fast schon diktatorische Methodik. Dieses an Impertinenz kaum noch zu übertreffende Verhalten soll dem geneigten Wähler darüber hinaus als modern und im Einklang mit den Interessen der Mehrheitsbevölkerung „verkauft“ werden.

Die Verleugnung der eigenen Wurzeln

Die Aufbaugeneration, die dieses sowohl geistige als auch milliardenschwere „Staatsvermögen“ – unser aller Vermächtnis -, durch Fleiß, Innovation und Kontinuität überhaupt erst ermöglicht hat, wird von der ökolinken Einheitsfront bestenfalls noch als „rechter Dreck“ angesehen, den es zu überwinden gilt. Die Mär, dass die Gastarbeiter, insbesondere die Türken, das Land nach dem Krieg wieder aufgebaut hätten, hält sich hartnäckig – und wird so auch von vermeintlich seriösen Bildungseinrichtungen an die jüngere Generation weitervermittelt. Konservative Wertschöpfung soll unter der Ägide grünlinker Bildungspolitik offenbar komplett aus den Köpfen und Geschichtsbüchern getilgt werden.

Die Liquidierung der urdeutschen Werte, Stichwort „Bayernwahl“

Das „Fachpersonal“ der Partei „Die Grünen“ – und dort insbesondere die bayerische Spitzenkandidatin Katharina Schulze, deren Studienschwerpunkt u.a. das Fach „interkulturelle Kommunikation“ darstellte, vermitteln trotz des großen medialen Hypes um ihre Person eher den Eindruck einer Laienspieltruppe, die ernsthafte Politik als ein unverbindliches Event begreift, als ein Spiel ohne jegliche Konsequenz. Hier agieren Leute, die sich aus ihrem Amt als Schulsprecher nie wesentlich weiterentwickelt haben. Gewissermaßen; alternde Kleinkinder.

Ob sie tatsächlich für 18 Prozent plus X gut sind, wird sich an diesem schicksalshaften Sonntag weisen. Nur als Vergleich: im ehemals tiefschwarzen Baden-Württemberg erreichten grüne Gewitterziegen bei der letzten Landtagswahl 2016 bekanntlich knapp 30 Prozent und wandeln das „Ländle“ seitdem kräftig nach ihren Vorstellungen um. Wundern müsste man sich also nicht, wenn es in Bayern genauso käme. Die AfD spielt in diesen gesamten Koalitionsfragen bekanntlich keine Rolle und muss sich nach Einzug in den bayerischen Landtag zukünftig ohnehin auf einen schweren Stand vorbereiten.

CDU – die „Duckmäuserfraktion“ im Bundestag

Umso unverständlicher bleibt es, dass die verbliebenen konservativ-rechten Politiker innerhalb der Unions-Parteien, diese unglaubliche Inkompetenz des politischen Gegners nicht als Steilvorlage nutzen – und den „Dieselverbietern“ ihre Unfähigkeit, mangelnde Professionalität und ideologische Befangenheit um die grünen Ohren hauen. Auch von der „Werte-Union“ hört man derzeit reichlich wenig.

Man zieht es vielmehr vor, still in der Ecke zu stehen, in die man von den aggressiven grünlinken Meinungsführern hineingedrängt wurde – und ja nichts zu sagen, was der Kanzlerin oder gar der Medienlandschaft missfallen könnte. Die merkelhörigen „Rutenklemmer“ vom Schlage eines Kauder, Bouffier oder Altmaier und deren ängstliches Gefolge stellen eben immer noch einen nicht zu unterschätzenden Anteil innerhalb der Unions-Kader dar.

Anstatt argumentativ zu kämpfen, bereitet man sich in den C-Parteizentralen vielerorts larmoyant auf die krachende Niederlage vor. Sollte die CSU – was sehr wahrscheinlich ist – stark geschwächt aus der Bayern-Wahl hervor gehen, wird dennoch eine Person davon profitieren: Angela Merkel, deren CDU-Vorsitz paradoxerweise dadurch gefestigt wird. Klingt komisch – ist aber so. Die Junge Freiheit hat in einem Artikel bereits erläutert, weshalb es für die Kanzlerin von Vorteil ist, wenn die jahrzehntelange „Vorherrschaft“ der CSU in Bayern beendet wird und „Grün“ mit in Regierungsverantwortung tritt.

Die Weltgeschichte, das Weltgericht?

Bekanntlich gilt aber auch heute noch die zentrale These aus Schillers Gedicht „Resignation“, nämlich; Die Weltgeschichte ist das Weltgericht. Und vor diesem Hintergrund wird eines Tages jeder seiner gerechten Beurteilung zugeführt. Ob diese für die mittlerweile zahn- und wirkungslosen deutschen „Bürgerlichen“ günstig ausfällt, darf im Moment energisch bezweifelt werden.

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