AfD: Neutrale Schule – Linke Denunzianten warnen vor der Denunziation

Max Erdinger

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Typisch deutsch? Foto: Collage

Es ist weder Geheimnis noch Wunder – und wurde auch von vielen Schülern in ganz Deutschland bereits bestätigt: Es gibt Lehrer, die ihren Bildungsauftrag als Indoktrinationsauftrag mißverstehen, und im Schulunterricht über die AfD herziehen wie anno dazumal Senator Joe McCarthy über die Kommunisten. Besonders geifrige Exemplare der Pädagogenzunft sollen dabei sogar die „F*ck AFD“- T-Shirts vollgesabbert haben, welche sie zur Untermalung ihrer Hasstiraden trugen. Das geht natürlich nicht. Leichtferig besudelte T-Shirts müssen unnötigerweise gewaschen werden und belasten die Umwelt mit vermeidbaren Waschmittelrückständen. 

Weil das nicht geht, und weil viel Feind auch viel Ehr´bedeutet, will die AfD deshalb in mehreren Bundesländern das ehrenhafte Projekt „Neutrale Schule“ starten. Dabei handelt es sich um Webseiten der AfD, die eigens dafür eingerichtet werden sollen, demokratiegefährdende Sudelausfälle von Lehrern zu dokumentieren. In Hamburg gibt es das schon. Schüler und Eltern sollen auf diesen Seiten berichten, wenn in der Schule irgendwo der antidemokratische Hetzbär in Lehrergestalt steppt. Ein löbliches Projekt zur Bewahrung von Anstand und Demokratie also. Zur Rettung der Umwelt sowieso.

Doch was ist das? Ausgerechnet die Dienstherren der geifernden Lämpels und Lämpelinnen ereifern sich nun gegen das AfD-Vorhaben zur Wahrung der schulischen Sitten und sprechen erregt von Denunziation.

Der Präsident der Kultusministerkonferenz, Helmut Holter, hat die Onlineplattformen, auf denen AfD-kritische Lehrer gemeldet werden können, scharf kritisiert. Unterstützung erhält er von anderen Bildungsvertretern.„, heißt es im SPIEGEL, dem Fachblatt für Scheinmoral und Petzerei.

Parteigenosse Holter ist auch Kultusminister in Thüringen und gehört der SED-Nachfolgepartei „Die Linke“ an. Die Meldeplattformen der AfD erinnerten ihn an das dunkelste Kapitel deutscher Geschichte, sagte er, und daß „alle Warnglocken läuten sollten, wenn eine Partei das Anschwärzen von Lehrern und deren Überwachung zu adäquaten Mitteln ihres Handelns erklärt„.

An die SED samt ihrer Spitzel- und Petzenarmee namens Stasi scheint ihn das also nicht erinnert zu haben, weil er sonst sicherlich zu seinen Erinnerungen geschwiegen hätte. Die Lehrer rief er, – vermutlich deshalb -, auch nicht dazu auf, sich von der Linken nicht ins Bockshorn jagen zu lassen, sondern von der AfD nicht. Im Unterricht sollten sie auch weiter den offenen Dialog pflegen, ganz so, wie das nach dem Ende des dunkelsten Kapitels der deutschen Geschichte besonders in Thüringen schöner Brauch geworden sei. Denn der offene Dialog sei das Fundament unserer deutschen demokratischen Gesellschaft.

So ähnlich hat Parteigenosse Holter das jedenfalls ausgedrückt. Würde ich wissen wollen, was er ganz genau gesagt hat, müsste ich es im Fachblatt für Scheinmoral und Petzerei noch einmal nachlesen.

Aber ehrlich gesagt: Es interessiert mich nicht sonderlich, was ein Parteigenosse der Linken über Denunziation und Bespitzelung Andersdenkender zum Besten gibt. Ein aufrichtiger Demokrat hätte sowieso Begriffe verwendet, die den wahren Sachverhalt wiedergeben. Statt „Denunziation“ hätte er beispielsweise „Dokumentation“ gewählt in dem Wissen, daß sich geifernd sudelnde, AfD-hassende Lehrer, die ihren Hass auf die Schüler übertragen, grob rechtswidrig verhalten. Und wer eine Rechtswidrigkeit anzeigt, denunziert niemanden, sondern er bringt ihn zur Anzeige.

Dazu passt auch eine aktuelle Meldung der dts-Nachrichtenagentur:

Der Vorsitzende des „mittelalterlichen“ Deutschen Beamtenbundes, Ulrich Silberbach, hat eine Reaktion der am Donnerstag tagenden Kultusministerkonferenz auf die Online-Portale der AfD gefordert, auf denen sie angebliche Verstöße von Lehrern gegen das Neutralitätsgebot melden lässt. „Ich erwarte, dass sich die Kultusministerkonferenz am Donnerstag mit dem Thema auseinandersetzt und eine klare Botschaft sendet, dass die Kultusminister einen solchen Pranger ablehnen und dass Schüler nicht zum Anschwärzen ihrer Lehrer aufgerufen werden sollten“, sagte Silberbach der „Rheinischen Post“ (Donnerstagsausgabe). „Die Pranger-Methode der AfD halte ich für ein mittelalterliches Instrument. Das wird von uns abgelehnt“, sagte Silberbach. Die AfD-Fraktion in Hamburg hat ein Online-Portal geschaffen, über das sie Schüler und Eltern aufruft, Verstöße gegen das politische Neutralitätsgebot von Lehrern zu melden. Weitere AfD-Landtagsfraktionen wollen dem Beispiel folgen.

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