Linke Wissenschaft: Die Mutter aller Probleme

... einleuchtend erklärt anhand eines SPIEGEL-Kolumnisten. von Max Erdinger

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Und wenn der "Spiegel" kommt, dann laufen wir! (Foto: Collage)

Nach ich-weiß-nicht-wie-vielen Medienkritiken ist mir vor einigen Tagen ein SPIEGEL-Artikel untergekommen, der vor offensichtlichen Lügen derartig strotzt, daß es mich in erster Linie gar nicht mehr interessiert hat, das ganze Lügengebäude auseinanderzunehmen. Viel interessanter fand ich, mich einmal mit dem Autor zu beschäftigen. Der Mann ist Jahrgang ´73, heißt Christian Stöcker, und ist laut SPIEGEL-Auskunft Kognitionspsychologe.  Seit Herbst 2016 hat er eine Professorenstelle an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften in Hamburg (HAW). Dort verantwortet er den neuen Studiengang „Digitale Kommunikation“. 

Auf Stöckers hanebüchenen SPIEGEL-Artikel: „Globalisierung – Warum die Anti-Internationalisten gefährlich sind“, gehe ich später ein. Stöcker „überführt“ darin Sahra Wagenknecht (Linkspartei) und Alexander Gauland (AfD) der „Gefährlichkeit“.

Um eine grobe Einschätzung Stöckers schon an dieser Stelle zu ermöglichen, bevor es zur Sache geht: Eine Passage aus dem Wikipedia-Eintrag zu seiner Person ist ganz aufschlußreich.

Stöckers „Leugnismus“

Wikipedia: „Im August 2017 schrieb er in seiner Kolumne über Menschen, die weithin anerkannte wissenschaftliche Erkenntnisse wie die Kugelgestalt der Erde oder die menschengemachte globale Erwärmung leugnen. Darin argumentierte er, dass für Menschen, die an die Flache Erde glauben oder den Klimawandel bestreiten, das Wort „leugnen“ zu schwach sei, und daher deren „quasireligiöse Überzeugung, im Besitz einer von der Allgemeinheit verdrängten, ignorierten oder vor ihr verborgenen Wahrheit zu sein“ mit einem „Ismus“ bezeichnet werden sollte. Zugleich schlug er für dieses im Englischen als „denialism“ bezeichnetes Phänomen, für das bisher im Deutschen noch keine adäquate Entsprechung existiert, den Begriff „Leugnismus“ vor.“

Allein dieser Absatz kann mindestens dreierlei bedeuten: Entweder Stöcker ist das, was man in Bayern als hinterfotzig bezeichnet, oder er ist blöd, oder er ist lediglich ausgebildet, aber ungebildet.

Begründung:

1. Es ist qualitativ ein gewaltiger Unterschied, ob jemand die Kugelgestalt der Erde leugnet – so jemand wäre nämlich ein Idiot -, oder ob er den menschengemachten Klimawandel leugnet. Letzterer wäre kein Idiot, sondern ein kritischer Geist. Und dann ist es noch einmal ein Unterschied, ob jemand den Klimawandel leugnet, oder ob er den menschengemachten Klimawandel leugnet.

2. Es ist gerade die Wissenschaft, die nahelegt, daß der Klimawandel ein seit Jahrmillionen stattfindender Vorgang ist, der sich keineswegs auf eine globale Erwärmung beschränkt, sondern durchaus auch die Gegenrichtung kennt, nämlich die Eiszeit.

3. Den Homo Sapiens gibt es seit ungefähr 300.000 Jahren, die Industrialisierung seit etwas mehr als 200 Jahren. Das Alter der Erde wird auf ungefähr 4,5 Milliarden Jahre geschätzt. Der CO2-Anteil des „Klimakillers“ in der Erdatmosphäre liegt bei sagenhaften 0,04 Prozent, war vor tausenden von Jahren evident bereits um ein Vielfaches höher, und der anthropogene Anteil an den heutigen 0,04 Prozent liegt bei drei Prozent des Gesamt-CO2. Aber: „Menschengemachter Klimawandel“ und Stöckers „Leugnismus“.

„Quasireligiös“ ist daher nicht die „Leugnung“ eines menschengemachten Kimawandels, sondern dessen Behauptung. Der römische Geschichtsschreiber Tacitus (58 – 117) berichtet von Olivenbäume, Weinreben und anderem – und zwar nicht aus der Umgebung von Rom, sondern aus Britannien. 500 Weinberge sollen dort damals bewirtschaftet worden sein. Ebenso von Tacitus gibt es Beschreibungen von Flora und Fauna im heutigen Südtirol, die beweisen, daß es im Etschtal vor 2.000 Jahren wesentlich wärmer gewesen sein muß als heute. Das war also grob 1.800 Jahre vor dem Beginn der Industrialisierung.

Die kleine Eiszeit wiederum wird datiert auf die Zeit vom Anfang des 15. Jahrhunderts bis ins 19. Jahrhundert. Im Jahr 1540, im 16. Jahrhundert also, hat es aber elf Monate lang nicht geregnet, die Tagestemperaturen kletterten im mitteleuropäischen Sommer auf über 40 Grad Celsius, riesige Waldflächen brannten ab – und die damit einhergehende Dürre wird als die schlimmste des zweiten Jahrtausends bezeichnet. Wohlgemerkt: Das Jahr 1540 lag in der sog. „kleinen Eiszeit.“

„Quasireligiös“ oder besser „zivilreligiös“ ist daher die Behauptung, es gebe einen menschengemachten Klimawandel. Und unser SPIEGEL-Kolumnist Stöcker, der „Kognitionspsychologe“, könnte das auch wissen. Und zwar dann, wenn er nicht entweder ungebildet, blöde oder verlogen wäre. Deswegen setzt es entweder seiner Ignoranz die Krone auf oder es schlägt dem Faß seiner Bösartigkeit den Boden gar aus, wenn dieses Individuum kritischen Geistern der Gegenwart das Etikett „Leugnismus“ auf die Stirn kleben will. Das kann er sich notfalls auf die eigene Stirn pichen.

Aber abgesehen davon: Was wäre er denn, der „Leugnismus“ der Gegenwart? Nichts anderes als die moderne Form der mittelalterlichen Ketzerei. Mit anderen Worten: Der Stöcker von heute sabbelt daher wie ein religiöser Eiferer des 13. Jahrhunderts – und das alles gut 200 Jahre nach der Frz. Revolution und der Aufklärung, deren zentrale Forderung gewesen ist, der Mensch möge sich gefälligst seines Verstandes bedienen. Was wiederum auch nicht nur Weisheit gebracht hat, sondern ebenso eine areligiöse Ignoranz, die in der heute gültigen, absoluten Wissenschaftsgläubigkeit ihren Ausdruck findet.

Der Wissenschaftsglaube

Der Wissenschaftsglaube bringt mit sich, was jede Art von Religiosität mit sich bringt: Neben dem Segen auch die Steuerungsfähgkeit der Gläubigen durch diejenigen, die sich durch das Streuen wissenschaftlicher Dogmen in die Position von Päpsten einer zivilreligiösen Gegenwart hieven. Wo wiederum das der Fall ist, bleibt Wissenschaft möglicherweise auch nicht mehr das absichtslose Ding an sich, welches aus sich selbst heraus den Weg zu immer weiterer, neuer Erkenntnis nähme, sondern sie könnte auch zum  Vehikel von Interessen werden, zum Instrument interessierter Kreise also. Man müsste von einer gesteuerten Wissenschaft sprechen, von einer, die das Unbeweisbare auf Teufel komm raus beweisen muß, damit sie zum Wohl und Frommen ihrer Päpste funktioniert. Eine solche Vermutung gälte es zu untersuchen. Ist die Instrumentalisierung von Wissenschaft bereits im vollen Gange?

Genauer: Ist eine Verquickung von Wissenschaft und Ideologie denkbar? – Natürlich ist sie das. Marxismus-Leninismus galt in kommunistischen Ländern ebenso als Wissenschaft, wie heutzutage bei uns etwa die Geschlechterforschung in Gestalt des Gender-Mainstreaming (GM). Noch genauer: Obwohl Gender-Mainstreaming längst, spätestens aber seit 2011 als fauler Zauber entlarvt ist, wird GM hierzulande immer noch alljährlich mit bis zu 1,3 Mrd. Euro aus Steuergeldern gefördert.

„Cui bono?“ ist die erste Frage, die sich der Kriminalist stellt, wenn es darum geht, eine Straftat aufzuklären. Sich zu fragen, wem es nützt, ist eigentlich immer ein exzellenter Ansatz für Ermittlungen in mysteriösen Angelegenheiten. Nicht nur im Fall des SPIEGEL-Kolumnisten Stöcker hege ich den Verdacht, daß seine „Wissenschaft“, die sog. Kognitionspsychologie, nicht der Erkenntnis dient, sondern dem Portemonnaie des „Wissenschaftlers“.

Die Erhärtung des Verdachts

Prof. Dr. Günter Buchholz hat an der Fachhochschule Hannover einen Artikel veröffentlicht, in welchem er einen Evaluationsbericht zur „Geschlechterforschung in Niedersachsen“ als Aufhänger nutzte. Dieser Bericht war herausgegeben worden von der Wissenschaftlichen Kommission Niedersachsens.

Prof. Dr. Buchholz: „Es ist dies ein klassischer Fall von Etikettenschwindel, mit dem die Öffentlichkeit absichtlich und mutwillig getäuscht werden soll, denn der Bericht und die Empfehlungen zur Geschlechterforschung ist alles, aber er ist weder eine Evaluation noch etwas, was auch nur entfernt an eine Evaluation erinnert.

Es beginnt damit, dass die Autoren des Werks, Birgit Geissler, Christina von Braun, Ineke Klinge, Birgit Riegraf, Friederike Maier und Ines Weller alle Nutznießerinnnen des Genderismus sind, d.h. auf entsprechenden Lehrstühlen für Gender Studies installiert wurden. Die Evaluation von Gender Studies oder Geschlechterforschung durch Personen, die Gender Studies oder Geschlechterforschung betreiben, gleicht somit dem Unterfangen, die Relevanz und Wirkungsweise von Astrologie durch Astrologen evaluieren zu lassen.“

Wissenschaft – und „Linke Wissenschaft“

Wissenschaft ist, wenn sie tatsächlich Wissenschaft ist, ergebnisoffen. Es wird beobachtet, es werden Analogien gebildet, die werden überprüft auf generelle Anwendbarkeit – und oft genug führt das zu überraschenden Erkenntnissen, mit denen dann wiederum umgegangen wird. Bei der „linken Wissenschaft“ ist das grundsätzlich anders. In der linken Wissenschaft ist an überraschenden Ergebnissen keine Sau interessiert. Dort sind die Ergebnisse ideologisch vorgegeben – und die „Wissenschaft“ dient nur noch dazu, die Theorie zum Fakt zu adeln. Linke „Wissenschaft“ stellt das Forschungsergebnis jedweder Forschung voraus. Linke Wissenschaft ist recht eigentlich das genaue Gegenteil von Wissenschaft. Linke Wissenschaft hat viel Ähnlichkeit mit Voodoo. Typisch links indoktrierte und indoktrinierende Wissenschaften sind heute Geschichte, Soziologie, Psychologie und alles das, was der ehrenhafte Akademiker gern als „Geschwätzwissenschaften“ bezeichnet. Linke Physik oder linke Mathematik sind schlechterdings undenkbar.

Gerade dieser Tage ist „linke Wissenschaft“ wieder einmal herrlich entlarvt worden als das, was sie realiter oft ist: Scharlatanerie.

Was in aller Welt ist also ein „Kognitionspsychologe“ wie unser SPIEGEL-Kolumnist Christian Stöcker? Ein Kognitionspsychologe beschäftigt sich mit Informationsverarbeitung und ihren psychischen Vorgängen, so weit sie mit Wahrnehmung, Erkenntnis und Wissen in Verbindung zu bringen sind. Der Kognitionspsychologe beschäftigt sich also mit den komplex organisierten psychischen Mechanismen des Denkens.

Logische Frage daher: Was ist wohl die Grundannahme, die fundamentale These des Kognitionspsychologen – und zwar zwangsläufig? – Genau: Daß alle Menschen auf Gottes schöner Welt gleich sind. Würde er das nicht voraussetzen, bräuchte er mit seiner „Forschung“ erst gar nicht anzufangen. Bevor einer wie Stöcker das „K“ als ersten Buchstaben seiner eigenen Berufsbezeichnung hinschreibt, hat er schon ein wissenschaftliches Sakrileg begangen: Er hat ein ideologisches Postulat als wissenschaftlichen Fakt unterstellt.

In diesem Lichte: Stöckers Artikel im SPIEGEL

Globalisierung: Warum die Anti-Internationalisten gefährlich sind„, titelt der gebürtige Unterfranke Stöcker recht kognitionspsychologisch. Übrigens: Ich bin Mittelfranke und mir sind die Oberfranken sympathischer als die Unterfranken. Die Hochschule für angewandte Wissenschaften, an der Professor Stöcker lehrt, liegt aber zufällig in Hamburg, also da, wo auch der SPIEGEL erscheint. Womöglich sind sich Stöcker und Augstein irgendwann einmal bei einer Cocktailparty begegnet und fanden sich sympathisch, was viel erklären würde. Aber wer weiß?

Stöcker jedenfalls weiter: „Da scheinen sich Donald Trump und Sahra Wagenknecht einig: Das Globale ist ein Problem, wir brauchen nationale Lösungen. Alexander Gauland will sogar lieber deutsch als „Mensch“ sein. Das ist kurzsichtig – und entlarvend.

Bis hierhin also: Meinung. Schauen wir mal, wie er sie weiter unten im Text kognitionspsychologiewissenschaftlich untermauert.

Als „besonderes Schmankerl“ bezeichnet Stöcker einen Satz Gaulands, den der AfD-Vorsitzende während des Wahlkampfes in Hessen von sich gegeben hat. Gauland sagte: „Wir haben kein Interesse daran, Menschheit zu werden. Wir wollen Deutsche bleiben.“ Da gibt es eigentlich nichts mißzuverstehen. Gauland hob auf die deutsche Identität ab, wohlwissend, daß eben nicht alle Menschen auf Gottes schöner Welt gleich sind, womit er natürlich zum Ketzer gegen das Sakrileg Stöckers wurde, welches der wiederum täglich begehen muß, um sich selbst als Wissenschaftler zu begreifen. Stöckers Reaktion auf Gaulands Satz ist daher kognitionspsychologisch interessant.

Stöcker: „Entlarvend ist diese Äußerung – von Gaulands offenkundigen Problemen mit den Grundprinzipien der Mengenlehre einmal abgesehen – wegen ihrer mutmaßlichen Inspirationsquelle.“ Psychologisch geschult, wie ich bin, erkenne ich hier – auch unter Berücksichtigung dessen, was Stöcker als die mutmaßliche Inspirationsquelle Gaulands bezeichnet – ein Ablenkungsmanöver. Weder ging es Gauland um den Beweis seiner Fitness in der Mengenlehre, noch gibt es irgendeinen Hinweis darauf, daß seine Inspirationsquelle die gewesen sein muß, die ihm Stöcker aus naheliegenden Gründen unterstellt. Was also war – von Stöcker absichtsvoll gemutmaßt – die Inspirationsquelle Gaulands?

Stöcker gibt Auskunft: „Folgender Satz stammt aus dem „Handbuch der Judenfrage“ von dem bekennenden, 1933 verstorbenen Antisemiten Theodor Fritsch: „Was nicht ‚Mensch‘ werden, sondern Deutscher bleiben wollte, verfolge Marx mit ingrimmigem Hass.“

Ich sagte bereits, daß Stöcker entweder hinterfotzig, blöde oder ungebildet sein muß. Hier tippe ich auf die Kombination von Hinterfotzigkeit und Unbildung. Stöcker scheint bei seiner Mutmaßung nämlich darauf zu hoffen, daß der SPIEGEL-Leser als notorischer Mehrwisser nicht weiß, wer außer dem Antisemiten Fritsch noch der Ansicht gewesen ist, daß, wer „Menschheit“ sagt, betrügen will: Carl Schmitt zum Beispiel. Und Carl Schmitt gilt unumstritten als Begründer des politischen Denkens. Oswald Spengler käme ebenfalls in Betracht. Stöcker hat sich mit voller Absicht den Antisemiten Fritsch herausgepickt. Linke Wissenschaft! Wer insinuieren will, daß Gauland ein Nazi sei, der finde am besten einen alten Antisemiten, von dem sich mutmaßen lässt, er könne Gaulands Inspirationsquelle gewesen sein – und ignoriere alle anderen Möglchkeiten. Übrigens, Stöcker: Marx war ein ausgewiesener Freund des Massenmords zur Durchsetzung der proletarischen Ziele.

Als nächstes bezeichnet Stöcker Gaulands Bekenntnis als „Jagdhundkrawattenweltsicht„. So leid mir das tut, aber das berechtigt mich an dieser Stelle, endlich zu sagen, wie mir der Stöcker anhand seines Schädels und der eigenartigen Frisur auf dem Autorenfoto beim SPIEGEL vorkommt: Wie ein metrosexueller Narzissmus-Nazi.

Was hat er denn noch gesagt, der ganz arg wissenschaftliche Stöcker, über die Gefährlichkeit der Anti-Internationalisten? Das hier: „… auch bei Gauland hat man ja das Gefühl, dass er vorurteilsfreie Menschen eher nicht so mag.“ – Aha. Und wer hatte gerade eben noch Vorurteile gegen Menschen wegen ihrer Krawattenwahl? Man merkt, daß Kinder des Jahrgangs ´73 schon nicht mehr maulschelliert werden durften, wenn sie frech geworden sind.

Stöcker: „Hinter der absurden Ablehnung des Konzepts „Menschheit“ steht aber jenseits rassistischer und antisemitischer Motive noch eine andere Motivation.

Das hätte ich jetzt aber gern einmal kognitionspsychologisch bewiesen vom unterfränkischen Gscheiterle, was an der Ablehnung des schwachsinnigen Konzepts Menschheit „absurd“ sein soll. Kommt noch was? – Klar kommt noch was.

Hier sind wir nämlich beim destruktiven Kern dessen angekommen, was die Gaulands, Orbáns und Trumps dieser Welt womöglich wirklich glauben: Dass sich die immer weitergehende Integration der Welt zurückdrehen lässt. Dass internationale Interdependenzen und Institutionen tatsächlich wieder verschwinden könnten. Dass es im Zeitalter einer globalen Wirtschaft und vor allem globaler Herausforderungen noch möglich und sinnvoll ist, vorrangig und im Zweifel national zu denken.

Die Integration der Welt? Wo hinein? Ins Weltall? – Schon passiert, Stöcker. Bestens integriert, die Welt. Das läßt sich tatsächlich nicht mehr zurückdrehen, vorausgesetzt, die Welt wurde überhaupt per Vorwärtsdrehung ins All hineinintegriert. Und was jetzt? Vorrangig oder nur im Zweifel? Und was ist eigentlich mit der Schweiz, Stöcker? Geht´s den Schweizern nicht gut, oder was? Doch, doch, Stöcker, das läßt sich alles ziemlich einfach „zurückdrehen“. Man fährt zur UNO und macht ein freundliches Gesicht, während man den versammelten Internationalisten dort erklärt, daß man keine globalistische Gruppensexparty braucht. Man erklärt, daß es ausreicht, wenn sich alle in freundlicher Geneigtheit gegenseitig beim Wichsen zuschauen, weil sie hinterher alle miteinander genauso befriedigt aus der Wäsche schauen wie nach der interdependenzigen Sexparty, der drecksinstitutionalisierten. Und bevor man wieder rausgeht, tritt man den ärgsten Kommunisten noch kräftig in die Eier. So geht das. Ganz einfach.

Aber Obacht, lieber Leser, jetzt läuft der kognitionspsychologische Hinterfotz aus Unterfranken noch zur hanseatischen Hochform auf. „Schmankerl“, sozusagen: „Es passt ins Bild, dass diejenigen, die dieser Fiktion anhängen, auch das gewichtigste Argument gegen eine solche Position wegzuignorieren versuchen – den menschengemachten Klimawandel.

„Wegignorieren“ – Pruuust! Substantiv: Der Wegignorant. Öfter schon mal in der Stadt verlaufen, Stöcker, was? Das ist doch glatter „Leugnismus“, was du da abgelassen hast. Oder soll das etwas anderes sein, als die Leugnung des Sachverhalts, daß es für Wegignoranten tragbare Navigationgeräte gibt!?  Komm her, Gutster, ich erkläre dir mal, was der „menschengemachte Klimawandel“ ist: eine kognitionspsychologische Psychose des Kognitionspsychologen beim interdependenzigen Kolumnenschreiben für das Klatsch & Tratschmagazin vom Walser seinem depperten Buben. Also: Wissenschaftlich ausgedrückt, meine ich.

Der Stöcker zum Schluß, nachdem er feinsinnig bemerkt hat, daß sich das Wetter so wenig um die drecksnationalistischen Landesgrenzen kümmert wie die internationalsozialistische Angela: „Wagenknecht, 2018: „Ohne Zuwanderung hätte der lange Aufschwung in Deutschland zu einem viel stärkeren Lohnwachstum in den unteren Lohnsegmenten geführt.“ Früher hieß es mal: „Die Internationale erkämpft das Menschenrecht.“ Das scheint lange her dieser Tage.

Siehste, Stöcker, damit hätten wir´s doch auch schon wieder. Mir war von Anfang an klar, daß diese ganze potemkinsche Wissenschaft, innerhalb welcher du zum Professor geworden bist, nur dazu da ist, einer ordinären linken Socke aus Unterfranken einen Anstrich zu verpassen, der nach Gescheitheit aussieht, weil selbst der passionierte Mehrwisser in seiner Erscheinungsform als SPIEGEL-Leser keinen Artikel liest, der von einem Deppen verfasst worden ist, kognitionspsychologisch betrachtet.

Und noch was, mein Pseudogescheiter: Solltest du jemals wieder deine alte Heimat in Würzburg besuchen und einen kurzen Ausflug weiter nach Süden planen: Bis Oberickelsheim, keinen Schritt weiter. Da stehe ich nämlich an der unter-/mittelfränkischen Grenze und passe auf wie ein Schießhund, daß meine Heimat nicht von Kommunisten infiltriert wird. Kennst di aus etz.

Zurück zur nüchternen Sachlichkeit

Man entschuldige, daß ich solchen Tpen wie Christian Stöcker nicht mit Respekt begegnen kann. Ich hoffe lediglich, daß ich den Tag noch erleben werde, an dem die Kulturmarxisten in der Nachfolge der allmählich alt gewordenen ´68er zur Rechenschaft gezogen werden für ihre Verbrechen gegen alles, was einem europäisch zivilisierten Menschen gegen den Strich geht, der auf die Bewahrung überlieferter Werte seiner Kultur, wie etwa Objektivität, Wahrheitsliebe und Aufrichtigkeit achtet. Abgrundtiefe Schlechtigkeit wird nicht dadurch aus der Welt geschafft, daß man jede absichtsvolle Lüge zur persönlichen Meinung oder gar zur Überzeugung umdefiniert.

Es bleibt also noch die Frage, wie es eigentlich möglich gewesen ist, einem aufgeklärten, wissenschaftsaffinen Volk wie dem deutschen den ganzen Schwachsinn als Realität zu verkaufen, der heute tagtäglich die Zeitungen und die Nachrichten beherrscht – und mit welchem dem deutschen Volk weiterhin permanent das Gehirn gewaschen wird. Ich rede von Feminismus, Ökologismus (statt konkretem Naturschutz), Minderheitenwahn, Egalitarismus und kultureller Nivellierung der höchst Unterschiedlichen zu den „die Menschen“ in einer angeblich „menschlichen Gesellschaft“, die in Wahrheit viehisch geworden ist.

Wie das funktionierte, läßt sich gut nachvollziehbar am Feminismus verdeutlichen. Der ist nämlich der Schlüssel zum Verständnis dessen, was hierzulande an Ungeheuerlichkeiten im Gange ist.

Feminismus ist nur ein Wort

Ist es nicht eigenartig, daß heutzutage niemand auf die Idee kommt, einmal nachzufragen, was eigentlich geworden ist aus den Versprechungen, die zum Beginn der grenzenlosen Ermächtigung des Weiblichen in den Siebziger Jahren des letzten Jahrhunderts gemacht worden sind? Wo ist er zu betrachten, der ganze Segensreichtum, der allen diesen Frauen in den Medien und in der Politik eigentlich auf dem Fuße hätte folgen müssen? – Nirgends. Der Zustand unseres Landes ist desolat. Dieser Zustand ist keine Korrelation mit der Ermächtigung des Weiblichen, sondern ihr Resultat. Warum? Weil Männer und Frauen eben nicht gleich sind. Warum sie es nicht sind, ob kulturelle Prägung der Vergangenheit dafür verantwortlich ist, oder ob diese Unterschiede hauptsächlich der Biologie geschuldet sind, ist dabei nicht einmal ausschlagebend. Ich tendiere zu der Behauptung, daß es ohnehin ein Mix aus Kultur und Biologie ist, der den Unterschied zwischen den Geschlechtern ausmacht.

These: Im Wissen um die Ungleichheit wird die Behauptung einer Gleicheit zum Instrument der Durchsetzung eines Ziels, das mit den Geschlechtern gar nichts zu tun hat. Anders ausgedrückt: Das behauptete Ziel des Feminismus war ein vorgeschobenes. Es ging nur vordergründig um eine rechtliche Gleichstellung der Geschlechter, die übrigens nie erreicht wurde – und auch niemals zu erreichen sein wird. Es ging nicht um die Ermächtigung des Weiblichen, sondern um die Entmachtung des Männlichen über die Nutzung der männlichen Eigenart, Frauen zu idealisieren.

Warum musste der Mann entmachtet werden? Er musste wegen seines Selbstverständnisses als Verantwortlicher entmachtet werden. Wer einen totalitären Staat schaffen will in dem Wissen, daß die zivilen Verantwortlichen keinen haben wollen, der tauscht sie am besten aus gegen diejenigen, die an Bevormundung und Schutz ohnehin schon gewöhnt sind. Er simuliert Frauenermächtigung.

In den Siebziger Jahren, als Gutmeinende noch der Ansicht gewesen waren, es sei angezeigt, Frauen die Rechte an die Hand zu geben, mit deren Hilfe ihr Frauenleben „verbessert“ werden kann, gab es durchaus zwei verschiedene feministische Strömungen, von denen eine mit erbittertem Haß bekämpft wurde – und zwar von den Feministinnen der anderen Strömung. Die Rede ist von Gleichheitsfeminisus vs. Differenzfeminismus. Der Unterschied: Der Gleichheitsfeminismus, in Deutschland verkörpert in der Person Alice Schwarzers, hebt auf die Veränderung einer Gesellschaft als Ganzes ab. Der Differenzfeminismus hingegen hob auf eine Verbesserung der Lebensumstände der einzelnen Frau ab, indem er die Unterschiede zwischen den Geschlechtern hevorhob, anstatt sie aus  ideologischen Gründen zu nivellieren. Der Differenzfeminismus wurde zu Beginn der Siebziger Jahre verkörpert in der Person Esther Vilars , Jahrgang 1935. Sie hatte den Bestseller „Der dressierte Mann“ geschrieben und wurde übelst angefeindet dafür. Das ging so weit, daß sie nach Morddrohugen ihrer gleichheitsfeministischen Geschlechtsgenossinnen aus Deutschland floh und nach Spanien übersiedelte, wo sie heute noch lebt.

Wogegen jedoch der doktrinärste Gleichheitswahn nicht ankommt, das ist die Natur der Geschlechter, ihre Biologie. Ich sagte schon, daß man Wissen dann, wenn man seinen Wahrheitsgehalt nach außen hin leugnet, verwenden kann, um Ziele zu verfolgen, die man nie erreichen würde, so man es in seinen Verlautbarungen bei einem gemeinsamen Wissen mit denjenigen belassen würde, die man zu indoktrinieren beabsichtigt. Kürzer: Wenn man vorhersagen kann, wie jemand anhand seiner unabänderlichen Eigenarten reagieren wird, kann man ihn lenken. Da man nun seit Jahrtausenden weiß, wie Frauen im Gegensatz zu Männern im allgemeinen „ticken“, kann man dieses Wissen dazu verwenden, ihnen weiszumachen, sie seien etwas Besseres als das, wofür sie selbst sich halten.

In Deutschland hat das völlig groteske Formen angenommen. In Fernsehkrimis beispielsweise kann die toughe Kriminalkommissarin als Mittvierzigerin bei einer Verfolgungsjagd schneller rennen, als ein tatverdächtiger und gut durchtrainierter Mittzwanziger. Warum geht das? Das biologische Geschlechterzeichen der Frau ist bekanntlich der Spiegel, dieses Zeichen, das unten ein + und oben ein O hat. Hat sie das, weil die Erfinder dieses Zeichens Idioten gewesen sind? Oder steckt hinter diesem Zeichen ein Wissen um weibliche Eigenart? Und wenn ja, welche könnte damit wohl gemeint sein? – Klar, es handelt sich um die Selbstbespiegelung.

In ihrer natürlichen Rolle als die Gebärenden und die Nährenden (der Säuglinge) im Zusammenhang mit dem Fortpflanzungstrieb sind sie das „reizende Geschlecht“ im Wortsinne. Über den Spiegel überprüfen sie sich selbst auf die Intaktheit ihrer Reize. Sich schminken, sich hübsch machen, begehrenswert sein, einen Mann finden, der sich mit ihr zusammen fortpflanzt und – ganz wichtig – sich als Versorger dann auch binden läßt, sitzt sowohl biologisch als auch – zumindest im Okzident – kulturell tief. So tief, daß sich nicht einfach per kulturmarxistischer ordre de mufti abstreifen läßt. Frauen sind – und man kann ihnen das auf gar keinen Fall vorwerfen – ihrer Natur nach daran interessiert, Hilfe bei ihrer materiellen Versorgung zu erhalten, um die sie sich wegen ihres biologischen Auftrags nicht so leicht selbst kümmern können wie Männer. Wer aber hauptsächlich die Ressourcen heranschafft, der wird quasi automatisch zum Verantwortlichen für das Gelingen des Ganzen. Ohne Nahrung geht nämlich bald gar nichts mehr. Das sind also seit alters her – und ebenso naturgemäß – die Männer. Siesind auch diejenigen, die das Leben von Frauen und Kindern mit ihrem eigenen Leben verteidigen. Ein überlebender Mann reicht aus, um den Fortbestand der gesamten Sippe zu sichern, wenn noch genügend Frauen da sind, die er schwängern kann. Umgekehrt geht das nicht. Eine Frau braucht neun Monate, um ein Leben zur Welt zu bringen. Logisch, daß sich kulturell herausentwickelt hat, wer Beschützer und wer Beschützte ist – und damit auch, wer Verantwortlicher und wer Umsorgter ist.

Fairness z.B. ist ein zutiefst männliches Konzept. Warum? Weil der Mann sie braucht, um selbst zu überleben. Deswegen muß er sie auch gewähren. Wer jemals Frauen hat kämpfen sehen, der weiß, daß sie die Fairness nicht erfunden haben, sondern allenfalls einen unbedingten Siegeswillen in sich tragen.

Was der Feminsimus bewerkstelligt hat mit der Ermächtigung des Weiblichen, war die Entmachtung der natürlichen Kontrolleure des Staatswesens. Genau das war auch das Ziel. Es ist doch mehr als bezeichnend, daß im Zuge der Massenimmigration und den damit einhergehenden Übergriffen auf Frauen und ihr Recht auf sexuelle Selbstbestimmung, kein gesteigerter Wert mehr gelegt wird. Die glühende Feministin von heute, die sich gegen diese Zustände ausspricht, ist schneller eine Rassistin, als sie schauen kann. Die natürliche Eitelkeit der Frauen wurde via Feminismus genutzt, um die mündige  Zivilgesellschaft aufzulösen und dem Paternalismus von Ideologen im „Staatsdienst“ zu überantworten.

Eine der Begeiterscheinungen dessen ist die Herrschaft der Materie über den Geist, also die glatte Umkehrung des Fundaments, auf dem die europäische Geistesgeschichte steht. Logisch: Frauen sind ihrer Natur nach viel eher Materialisten als Männer. Nicht, weil sie das so wollen, sondern weil es aus natürlichen Gründen so sein muß. Frauen müssen etwas erreichen, fast egal wie. Männer könnten es sich leisten, lediglich etwas zu beweisen, weil sie das bißchen Materie, das sie für sich allein brauchen, viel leichter zusammenbekommen. Männer wären von jedweder Materie weit unabhängiger als Frauen. Das ist natürlich so – und niemandem ist deswegen ein Vorwurf zu machen. Männer fahren keinen Porsche, weil sie unbedingt einen brauchen. Sie fahren einen, weil sie Frauen dadurch biologisch fundamental Wichtiges versprechen: Daß sie über die Ressourcen verfügen, an welche die weibliche Fortpflanzungswilligkeit gekoppelt ist.

Die Stöckers Deutschlands

Die Stöckers Deutschlands sind also feministisch degenerierte Männer, die akzeptiert haben, daß das Ziel über allem steht – und daß es zur Erreichung eines Zieles erläßlich ist, sich an kulturell überlieferte Regeln zu halten, die Konflikte vermeiden. Jedweden Streit regelt heute ohnehin der Staat der Entmündigten via Gerichtsbarkeit. Es wird sich nicht mehr geprügelt. In weniger pussifizierten Gesellschaften wie den arabischen z.B. schon noch. Hierzulande setzt kein Mann sein Recht mehr selbst durch.

Umgangssprachlich nennt man solche Typen deshalb „Pussies“. Und sie sind im übertragenen Sinne die Pest. Die Pest gegen Freiheit, Selbstverantwortung und Selbstachtung. Typen wie dieser wissenschaftsmumufizierte Stöcker sind der Sargnagel unserer Kultur. Hemmungslos und völlig geistlos lügen sie in ihrer Unterordnung unter die Materie jedem die Hucke voll, wenn für sie selbst materiell etwas dabei „rumkommt“, mit dem sie diejenigen beeindrucken können, denen sie sowieso schon zu Füßen liegen: Den zur Regelung öffentlicher Angelegenheiten (noch immer, vielleicht auf ewig) völlig ungeeigneten Frauen in ihrer ganzen, natürlichen Selbstbezogenheit. Typen wie Stöcker reden dem ideologisch installierten, widernatürlichen Primat des Weiblichen in öffentlichen Angelegenheiten nach dem Munde in seiner realiter irrelevanten Gefühlslastigkeit. Der Realität läßt sich mit Fühlen und Wollen nicht beikommen. Mit dem Verstand schon.

Es braucht einen Backlash, eine kulturelle Konterrevolution, wenn hierzuande nicht endgültig alles gar den weibischen Bach hinunter gehen soll.

 

 

 

 

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