Britische Armee schäumt: Soldaten lassen sich mit Tommy Robinson fotografieren

screenshot Youtube
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Die britische Armee dreht am Rad. Junge Armeeangehörige haben sich mit Tommy Robinson fotografieren lassen – nun wird deswegen gegen sie ermittelt. 

Auf dem Bild sind rund 20 junge Soldaten in Uniform zu sehen. In ihrer Mitte steht der britische Islamkritiker und „Staatsfeind Nr.1“ Tommy Robinson – die Stimmung ist gut, alle lachen gelöst in die Kamera.

„Ein solcher Moment ist alles wert. Heute habe ich echte britische Helden getroffen“,  kommentierte Tommy Robinson auf seiner Facebook-Seite. Der Empörungssturm ließ dann aber natürlich nicht lange auf sich warten. Als einer der ersten meldete sich der moslemische Imam Asim Hafiz, ,der als religiöser Berater für die Armee tätig ist, zu Wort: „Jede Form von Rassismus, Diskriminierung oder Extremismus wird äußerst ernst genommen und entsprechend behandelt. “ Die Streitkräfte seien absolut verpflichtet, Menschen aus allen Glaubensrichtungen und Kulturen in ihren Reihen willkommen zu heißen, fügte er laut Mirror hinzu.

Ein weiterer Armeesprecher legte nach: „Uns ist ein Foto und Video einer Gruppe von Armeeangehörigen in sozialen Medien bekannt und wir untersuchen die Umstände, unter denen es zustande gekommen ist. Wer gegen die Werte und Standards der Armee verstößt, wird mit administrativen Maßnahmen konfrontiert“, drohte er. „Die Streitkräfte verfügen über robuste Maßnahmen, um sicherzustellen, dass diejenigen, die extremistische Ansichten teilen, nicht toleriert werden und sie nicht die Erlaubnis haben, zu dienen.“
An Army spokesperson said: “We are aware of a photograph and video of a group of Army personnel on social media and are investigating the circumstances surrounding this.

Die muslimische Dachorganisation Muslim Council of Britain (MCB) hatte auch noch etwas beizutragen. Tommy Robinson repräsentiere nicht „unsere“ Armeekräfte, egal wie sehr er auch versuchen würde, diesen Eindruck zu erwecken.“Wir begrüßen die rasche Äußerung der Armee, sich von der Rechtsextremen zu distanzieren, und hoffen, dass Sicherheitsvorkehrungen getroffen werden, damit Islamophobie in unseren Streitkräften keinen Platz hat, “ tönte der MCB.

Dem Aufregen-Foto folgte eine von Tommy Robinson und RebelMedia ins Leben gerufene Petition unter dem Motto „StandWithOurLads“, die sich dafür einsetzt, die nun begonnene Hetz-Jagd gegen die jungen Soldaten sofort zu beenden. Gestern erklärte Tommy Robinson, dass innerhalb von nur einer Stunde mehr als 15.000 Menschen, die Petition unterschrieben hätten.

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