Die „Zuwanderung“ ist eine Katastrophe für die Wirtschaft und den Arbeitsmarkt

Albrecht Künstle

Foto: Collage
Bombenstimmung (Foto: Collage)

Die Wirtschaft fordert den Import von „Fachkräften“ und den Verbleib von illegalen Migranten – aber kann ein Arbeitskräftemangel mit dem Import von Arbeitskräften gelöst werden? – wer das propagiert, glaubt auch an das perpetuum mobile. Hier eine Denkschrift …

Es gab eine Zeit, in der linke Ökonomen und Gewerkschafter dem Zustrom von Arbeitskräften aus dem Ausland kritisch gegenüberstanden. Denn wie lehrte einst Karl Marx? Jede industrielle Reservearmee schädigt den Kampf der Werktätigen, komme das Arbeitskräftewachstum von innen oder aus dem Ausland. Heute suchen die LINKEn ihr Heil im internationalen Proletariat (Proletarier aller Länder, vereinigt euch – in Deutschland), weil sie die heimische Arbeiterklasse verloren hat. Ihnen gibt scheinbar auch nicht zu denken, dass es der „Klassenfeind“ ist, der nach weiteren Arbeitskräften ruft. Aber lassen wir das, das müssen diese Strategen unter sich ausmachen.

Die Frage ist, warum sind die Arbeitskräfte immer noch knapp, obwohl in den letzten fünf Jahren über acht Mio. Menschen zugewandert wurden – netto immerhin drei Millionen. Die Statistiker nennen das „Wanderungsgewinn“. War das tatsächlich ein Gewinn? Im gleichen Zeitraum wuchs die Bevölkerung um zwei Millionen auf nun fast 83 Mio. Warum Arbeitskräfte trotzdem noch knapp sind: Jede weitere Million muss ernährt, gekleidet, mit Wohnraum versorgt werden, auch mit Autos, öff. Verkehrsmitteln usw. Das zu ermöglichen erfordert wiederum Arbeitskräfte, auch selbstständige Erwerbstätige. Wie viele, dafür gibt es keine „normale“ Größe. In Deutschland betrugt die Erwerbsquote zur Erstellung des Bruttoinlandsprodukts (BIP) seit Jahren rund 55 Prozent.

Wie in den 60er Jahren Arbeitskräfte gerufen wurden und in den 70er Jahren Familien kamen, so ist es auch heute. Entweder kommen gleich Familien oder sie werden nachgeholt. Nur ist die Erwerbsquote dieser Ausländerfamilien und Migrationshintergründler geringer als bei der einheimischen Bevölkerung. Das hat mit Sprache, Bildungsstand und der mitgebrachten Kultur zu tun. Wenn die Erwerbsquote von Migranten jedoch nur ein Drittel beträgt (weil die Kopftuchfrauen daheim versteckt werden oder wegen der vielen Kinder nicht arbeiten können) und nicht über 50 Prozent wie bei uns, dann fehlen bei jeder weiteren Million Migranten weitere 200.000 Arbeitskräfte (333.000 Neulinge schaffen nicht so viel wie 550.000 Einheimische), um den weiteren Bevölkerungszuwachs versorgen zu können. Um auch diese 200.000 zusätzlich Fehlende ins Land zu holen und in Arbeit zu bringen, kommen aber das Dreifache an Menschen ins Land – 600.000. Die wiederum Bedürfnisse haben, Nachfrage nach Konsumgütern, Wohnungen usw. auslösen,  und damit den Bedarf an weiteren Arbeitskräften.

Das Schöne (?) daran ist, vermelden die Medien, die Wirtschaft boomt, das BIP Deutschlands steigt und steigt – während es in den Herkunftsländern leidet. Wer diesen Zusammenhang nicht glauben kann, möge in die Länderprofile des Bundesamtes Statistik für die Herkunftsländern schauen. Nehmen wir mal nicht das Kriegsland Syrien, sondern Irak und Afghanistan. Mit der Übersiedlung von dort zu uns ging zeitgleich alles zurück, die landwirtschaftliche Produktion und übrige Wirtschaftstätigkeit. Auch deren Exporte gingen zurück, weil die Hände fehlen, die Exporte möglich machen. Sogar die Kohlendioxidemissionen gingen zurück – diese entstehen jetzt bei uns in Deutschland.

Theoretisch kann man das bis zum Exzess weiter treiben, einen immer größeren Teil des Weltsozialprodukts bei uns erwirtschaften lassen. Mit importierten Arbeitskräften, welche wiederum die Nachfrage nach Arbeitskräften und den Nachzug ihren Frauen und Kinder erhöht. Gäbe es da nicht so blöde Detailprobleme, wie, zu wenig Land, um die Städte weiter wachsen zu lassen. Gut, man könnte dafür Wald abholzen, wie für die Kohle. Die Immobilienhaie könnten mit neuen Stadtteilen noch mehr „Kohle“ anderer Art machen. Und die Nahrungsmittel könnte man statt selbst im Land produzieren zu können, weil neue Wohngebiete und Straßen die landwirtschaftliche Fläche dezimieren, aus unterentwickelten Agrarländern importieren – oder wäre das Mundraub? Und weiterer Bau von Straßen und Autobahnen hat vor 80 Jahren schon einmal Probleme gelöst – oder ausgelöst?

Und die Sache mit den leidigen Emissionen aller Art und dem weiteren Energiebedarf, den immer mehr Menschen verursachen? Nix leichter als das (?), wir bauen einfach die Solarparks noch mehr aus – verdammt, geht nicht, da wird ja schon der neue Stadtteil gebaut. Also Windräder die weniger Fläche brauchen. Aber nein, die können wir auch den Neuen nicht zumuten, die kennen sie von daheim auch nicht. Doch was sollen solche kleinkarierten Wenn und Aber? Dafür haben wir doch die Grünen, die sollen wieder mal ihre Kernkompetenz ausspielen.

Deshalb merke: Wie „Verkehr wächst, wo Straßen gesät werden“, so wachsen die Probleme, wenn der durch Migration verstärkte Arbeitskräftemangel mit Migration bekämpft werden soll, sei es durch chaotische Merkel-Migration wie bisher, oder die UN-gesteuerte Zuwanderung, wie mit dem Migrationspakt beabsichtigt.

Für welche Berufe in den Jahren seit 2015 ganz spezieller Arbeitskräftebedarf ausgelöst wurde, ist aus der Aufzählung im Anhang ersichtlich:

Vom deutschen Wirtschafts- und Beschäftigungswunder – und warum Arbeitskräfte in wichtigen Bereichen fehlen

Beschäftigung und Inlandsprodukt laufen wie geschmiert. Die Badische Zeitung titelte am 31.08.2017 „Noch mehr Fachkräfte werden fehlen“.

 Ein Regierungsbericht und eine Studie meinen, es würden immer mehr Arbeitskräfte fehlen, vor allem Fachkräfte. Es mangelt an Leuten im technischen Bereich, Medizin und Forschung. Und jetzt fehlen noch Tausende Pflegekräfte.

Warum ist das so und wo entstanden die vielen neuen Arbeitsplätze?

Es gibt einen zuwanderungsbedingten Nachfrageboom. Gesucht werden händeringend …

Arabischlehrer

Arbeits(sonder)vermittler

Asylentscheider

Ärzte für mehr 1 Mio. mehr Bevölkerung

BAMF-Personal und Überwacher derselben

Bewährungshelfer

Deutschlehrer

Dialogbeauftragte (bei Kirchen und anderen)

Dolmetscher, vereidigte

Ermittler, verdeckte

Erzieher/innen

Fahrlehrer

Flüchtlingsbeauftragte

Flüchtlingsberater in Behörden, Arbeitsverw.

Flüchtlingshelfer (kommunale, ehrenamtliche)

Friedensrichter

Gefängniswärter

Hartz IV-Verteiler,

Imame

Inklusionspersonal

Integrationsbeauftragte

Islamlehrer, in D ausgebildete

Islam-Lehrstühle (3 gibt’s schon)

Kassenärzte (1 Mio. muss versorgt werden)

Kriminalbeamte

Lehrer in Grund- und Hauptschulen

Leibwächter für gefährdete Personen

Migrationsbeauftragte

Personenschützer für viele Gefährdete

Pflichtverteidiger

Polizisten auf allen Ebenen

Prozesskostenhilfe-Bearbeiter

Rechtsanwälte für Verwaltungsrecht

Rechtsanwälte für Strafrecht

Richter aller Disziplinen

Rückführungskräfte (Polizei, Ärzte)

Schulsozialarbeiter

Sicherheitskräfte

Sozialarbeiter

Sprachlehrer

Staatsanwälte

Strafrichter

Strafvollzugspersonal

Übersetzer, mehrsprachige

Verwaltungsrichter

Weiterer Bedarf (Geld- und Sachleistungen)

Energie (Heizung, Strom)

Flüchtlingsheime

Flüchtlingswohnungen

Grundsicherung bei der Rente

Lebensmittel, Müllabfuhr

Möbel, Haushaltgeräte

Rückkehrprämien

Sozialhilfe/Hartz IV

Verkehrsmittel (Bahn, Busse)

Trotzdem kommen „Studierte“ zum Ergebnis, „Linderung gibt es durch die Zuwanderung“. Auch Herr Kramer von der Badischen Zeitung meinte im Tagesspiegel vom 31.8.2017, „Zuwanderung erlauben ist ein geeignetes Mittel“.

Ich dagegen meine, weil die jetzt massenweise gesuchten Leute in der Verwaltung, Wohltätigkeitswirtschaft und Justiz nicht gleichzeitig „Technik, Medizin und Forschung“ können, wird die Fehllenkung des Arbeitsangebots die Mangelsituation an solchen Fachkräften verschärfen.

Glauben diese Studien allen Ernstes, dass jene, die sich derzeit auf die zuwanderungsbedingten Bildungsgänge und Arbeitsplätze stürzen, jetzt und in den nächsten zehn Jahren in den anderen Bereichen zur Verfügung stehen, die eine moderne Volkswirtschaft und Sozialstaat wirklich braucht?

Ich denke, der Zuwanderungsboom wird sich auf Jahre hinaus selbst verwalten und die Produktivitätsentwicklung bleibt auf der Strecke, die Bürckholdt im Leitartikel der gleichen BZ-Ausgabe bemängelt.

Damit obiges nicht als Theorie abgetan werden kann …

In einer SPIEGEL-Recherche „Der Vater der Wölfe“ wurde vom Syrer Abu Dieb berichtet, der 2014 kam und von einem anderen Syrer Abu Abdo als Verbrecher erkannt wurde. Aber erst, nachdem er von einem verdeckten Ermittler „Ali“ nach vielen Monaten überführt wurde. Jetzt steht er vor Gericht, die Prozessakte aus u.a. 36.375 abgehörten Telefonaten umfasst über 23.000 Seiten (ca. 50 Ordner!). Der Strafverteidiger Yahya Heising des Angeklagten ist sich sicher, dass der deutsche OLG-Richter an der Aufgabe scheitern wird, so der Spiegel.

Solche und andere Fälle werden noch zunehmen. Das deutsche Beschäftigungswunder wird also weitere Berufsgruppen umfassen: Nicht nur einfache Ermittler, Hauptermittler, Oberstaatsanwälte, Aktenkopierer, Gerichtspsychiater, Anwälte und Strafverteidiger, Ergänzungsrichter für die lange Jahre dauernden Prozesse, schreibt der SPIEGEL. Und nach diesen Prozessen bedarf es der Erweiterung von Gefängnissen und Gefängniswärter. Oder aber, wenn die Burschen frei gelassen werden müssen, weitere Ermittler, Polizisten, Fußfesselhersteller usw. Alles nur ein Zerrspiegel?

Jedenfalls ist der Beschäftigungsboom solcher Berufe ein Ballast für die Entwicklung eines Landes, dem mit Fachkräften im Bereich Technik, Medizin, Forschung und Pflege besser gedient wäre.

 Ungeregelte Zuwanderung wirft ein Land zurück. Das gilt auch für den diskutierten Familiennachzug, der die Situation nicht entspannen sondern verschärfen wird. Und geregelte Migration in ein dicht besiedeltes Land wie Deutschland macht die Sache nicht viel besser. Kann ein solches Land überhaupt wieder im internationalen Vergleich aufholen?

Wandere aus, solange es noch geht!
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