Griechenland weiter Fass ohne Boden?

Foto: Durch Gutzemberg/Shutterstock
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Athen – Seit August ist Griechenland aus dem Rettungsschirm ausgeschieden. Die Regierung versprach sogar, Schulden früher als geplant zurückzuzahlen. Nun ist dieser Ballon geplatzt: Laut einer Meldung der Bildzeitung brachen diese Woche die Aktien der vier größten Banken des Landes um teils 20 Prozent ein.

„Vom Kurseinbruch am stärksten betroffen war die größte Bank des Landes, die Piräus Bank. Deren Aktien gaben um 20,73 Prozent nach. Die Papiere der Eurobank verloren 14,69 Prozent, die der Alpha Bank sackten um 3,28 Prozent und die der National Bank um 5,49 Prozent ab.“ Heißt es in einem entsprechenden Bericht.  Am Donnerstag hätte sich die Lage ein wenig entspannt.

Fordert Griechenland neues Hilfspaket?

Grund für den Zusammenbruch der Aktienkurse könnten „faule Kredite“ sein.  Gut 88 Milliarden Euro stehen in den Büchern griechischer Banken.  Dies habe sich auch auf die Börse ausgewirkt.

Jetzt werde zusammen mit dem Euro-Rettungsschirm ESM und dem griechischen Bankenverband an einem „Interventionsplan“ gearbeitet, um Banken bei risikobelasteten Krediten zu entlasten, hieß es dazu aus Regierungskreisen

Ministerpräsident Alexis Tsipras hatte eine Dringlichkeitssitzung einberufen, bei der ein „Interventionsplan“ beschlossen wurde. Weitere Details wurden nicht gekannt. Sind wahrscheinlich auch nicht nötig. Am Ende kommt ohnehin Deutschland für die griechische Misswirtschaft auf, denn die Lösungsvorschläge klingen recht abenteuerlich. So könnte nach Angaben der griechischen Finanzpresse eine sogenannte „Bad Bank“ als Lösung in Frage kommen. In dieses „Nest“ könnten Kreditgeber ihre 88 Millionen Euro umfassenden „faulen Kredite“ auslagern und so ihre Bilanzen entlasten. Das hört sich doch sehr beruhigend für den ohnehin schon arg gebeutelten deutschen Steuerzahler an. (KL)

 

 

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