Geiselnahme mit Messer: „Flüchtling“ bedroht drei Frauen

Alaa W. (18) von Bruder und Ehemann niedergestochen. - Symbolfoto: Shutterstock

In der Ausländerbehörde Neuruppin ist es gestern zu furchtbaren Szenen gekommen: Ein 31-jähriger Kameruner bedrohte mehrere Angestellte mit einem Messer, nahm eine Geisel und forderte eine Aufenthaltsgenehmigung. Drei Frauen erlitten einen Schock.

Der „Flüchtling“ hatte einen normalen Termin in der brandenburgischen Behörde. Als er das Zimmer betrat, verlangte er von einer Sachbearbeiterin eine unbefristete Aufenthaltsgenehmigung. Als die 49-Jährige das ablehnte, zog der „Schutzsuchende“ ein Messer, richtete es auf die Frau und schloss die Zimmertür ab.

Die Frau und eine 56-jährige Kollegin sprangen aus dem Fenster im Erdgeschoss und retteten sich vor dem Geiselnehmer. Eine dritte Sachbearbeiterin schaffte das nicht mehr. Die 55 Jahre alte Frau nahm der Afrikaner als Geisel. „Der Kameruner verweigerte es ihr, das Zimmer zu verlassen“, berichtet die Märkische Allgemeine Zeitung.

Die beiden anderen Frauen, die Schutz vor dem „Schutzsuchenden“ gesucht hatten, alarmierten über den Wachschutz die Polizei. Zwei Mannschaftswagen und Bereitschaftspolizisten rückten an. Als der Geiselnehmer die Polizeifahrzeuge, versuchte er zu flüchten. Doch da war es zu spät. Die Beamten hatten sich vor der Bürotür postiert, überwältigten den Mann und nahmen ihn fest. Ob die Staatsanwaltschaft Neuruppin einen Haftbefehl erlässt, ist noch unklar. Das will sie heute entscheiden.

Alle drei Frauen erlitten einen Schock, berichtet die Polizei. Verletzungen durch das Messer erlitten sie nicht. (WS)

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