Lifeline-„Seenotretter“ schwimmen im Geld

screenshot Youtube
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Die selbsternannten Seenotretter der Mission Lifeline freuen sich dieser Tage sehr. Über 400.000 Euro Spenden seien für ein zweites Schiff bereits eingegangen, nachdem das erste beschlagnahmt im Hafen von Malta vor sich hindümpelt und ihrem Kapitän Claus-Peter Reisch in Valletta der Prozess gemacht wird. 

Das Ersatzschiff habe nun eine Flagge, freuten sich die „Menschen-Schlepper“ auf ihrer Facebook-Seite und machen es spannend. Welches Land es sei, unter dem sie zukünftig vor der Libyschen Küste „retten“ werden und wo es liegt, wollten sie aus Angst vor ihren Gegnern nicht verraten. Ihr anvisiertes neues Schiff ist bereits zu 86 Prozent finanziert. Dafür flossen bereits ganze 409.000 Euro von den benötigten 475.000 auf ihr Konto, teilten sie auf ihrer Homepage mit. Die Angst um ihre beschlagnahmte Lifeline sitzt derzeit tief: Es drohe die endgültige Beschlagnahmung und die Versteigerung, gaben sie auf Twitter bekannt.

Unterdessen flog Kapitän Claus-Peter Reisch zum dritten Mal zum Gerichtstermin nach Malta. Vergeblich, denn die Niederländer, unter deren Flagge das Schiff fährt, hätten sich immer noch nicht zur Anklage geäußert. Der Prozess wegen falscher Flaggenzertifizierung sei erneut verschoben worden und soll nun am 19.November fortgesetzt werden. Reisch nutzt die Zeit nun zum „Umparken“ der von den italienischen Behörden festgesetzten Lifeline. Ihr Liegeplatz im Hafen werde für ein Kreuzfahrtschiff benötigt, berichtet die Augsburger Allgemeine.

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