„Schutzsuchender“ Wiederholungstäter begeht erneut Sex-Verbrechen – Geldstrafe

Vergewaltigung (Symbolfoto: Von luckysky1911/shutterstock
Vergewaltigung (Symbolfoto: Von luckysky1911/shutterstock

Er ist bereits wegen diverser Verbrechen vorbestraft – auch wegen Sex-Delikten. Jetzt stand ein 27-jähriger „Flüchtling“ wieder vor Gericht und erhielt nur eine Geldstrafe. Der Mann aus Mali hatte ein minderjähriges Mädchen angefallen, das sich nur durch die beherzte Hilfe dreier weiterer Frauen retten konnte. Die Tat geschah am Wolfsburger Hauptbahnhof.

Das Opfer und auch die drei Helferinnen identifizierten den Täter jetzt eindeutig vor Gericht. Der „Schutzsuchende“ stritt die Tat zwar ab, aber das Gericht sah es damit als erwiesen an, dass der 27-Jährige erneut eine Sexualstraftat begangen hat. Frei bleibt er trotzdem – nicht einmal eine Bewährungsstrafe bekommt der Wiederholungstäter, der auch schon wegen Körperverletzung verurteilt wurde. Er soll 1500 Euro zahlen. Damit ist auch noch ein Ladendiebstahl abgegolten.

Der Wiederholungstäter hatte im April eine 16-Jährige gegen eine Wand am Hauptbahnhof gedrückt, sie obszön beleidigt und ihr an die Brüste gefasst. Das Opfer berichtete, an jenem Samstagabend im April nach einem Rummel-Besuch in Braunschweig gegen Mitternacht am Wolfsburger Hauptbahnhof angekommen zu sein. Während ihre Freunde im Gebäude warteten, sei sie zum Telefonieren nach draußen gegangen. Dort sei die Tat dann geschehen. Durch ihre Schreie wurden drei junge Frauen (22/25/27) aufmerksam und kamen der 16-Jährigen zu Hilfe.

Der „Flüchtling“ hatte erst zwei Tage vor dem Verbrechen ebenfalls wegen einer Sex-Tat vor Gericht gestanden, kam frei und machte munter weiter. Diesmal soll er100 Tagessätze zu jeweils 15 Euro bezahlen. Die Wolfsburger Allgemeine schreibt, diese habe den Verbrecher „tatsächlich einigermaßen geknickt“. (WS)

 

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