Die deutsche Sprache – ein unvergleichliches Kleinod

Gandalf

Foto: MM

Wie konnte es Deutschland gelingen, zu einer Kulturnation aufzusteigen? Woher kommt diese Innovationskraft? Was hat dazu geführt, das Deutschland der Welt soviel gegeben hat, angefangen bei Literatur und Kunst bis hin zu Wissenschaft und Technik? Ich behaupte, dass diese herausragende Erfolgsgeschichte eng mit unserer Sprache verknüpft ist. Einen Überblick über die Zusammenhänge möchte ich in diesem Beitrag darstellen.

Widmen wir uns also der Frage, welchen Einfluss Sprache auf das Denken hat.

Dazu einführend zwei Zitate:

Peter Haisenko sagt:

„Die Sprache bestimmt unser Sein“

Wilhelm von Humboldt drückt es so aus:

„Die Sprache ist das bildende Organ des Gedankens“

In der linguistischen Forschung wurde festgestellt, dass es oft keine adäquate Übersetzung eines Wortes gibt. Dadurch etablierte sich die Sichtweise, das große Unterschiede zwischen Sprachen dazu führen, dass sich auch die Denkweisen in verschiedenen Sprachgruppen stark unterscheiden. Die Sprache bestimmt unser Denken dadurch, dass sie Kategorien für die Art und Weise, wie Menschen die Welt sehen, also Weltsichten vorgibt.

Sprachen unterscheiden sich z.B. in folgenden Punkten:

  • Farben werden anders klassifiziert, unterschiedliche Farbtöne unter einem Begriff zusammengefasst oder z.B. werden im Russischen helle und dunkle Blautöne strikt auseinandergehalten. Dadurch ist es nicht möglich, diese unterschiedlichen Blautöne wie im Deutschen dem Oberbegriff „Blau“ unterzuordnen
  • Ob und in welcher Form abstrakte Begriffe vorhanden sind. Ist eine Sprache arm an abstrakten Begriffen, dann gibt es in diesen Sprachen keine entsprechenden Wörter, also z.B. keinen Oberbegriff „Rinde“ für die verschiedenartigen Umhüllungen verschiedener Bäume oder Büsche, keinen Oberbegriff „Bein“ für die verschiedenen Fortbewegungsorgane verschiedener Tiere. Abstrakte Überlegungen können in eine solche Sprache nicht übersetzt werden
  • In manchen Sprachen gibt es keine Zahlen, sondern nur Begriffe für „wenig“ und „viel“
  • Die Wahrnehmung des Zeitflusses wird von der Schreibrichtung beeinflusst. Für Europäer, die von links nach rechts schreiben, liegt „früher“ links von „später“, Araber ordnen die Zeit entsprechend ihrer Schreibrichtung von rechts nach links. Australische Aborigines ordnen die Zeit nach Himmelsrichtungen zu, für sie liegt „früher“ im Osten
  • Es gibt Sprachen, die keine Begriffe für zeitliche Einordnungen kennen, keine Begriffe für Vergangenheit und Gegenwart. Das ist z.B. für einige afrikanische Sprachen der Fall

Das wirft die Frage auf, wie es möglich sein soll, z.B. einem Afrikaner, der eine solche Sprache spricht, denn Sinn für in die Zukunft gerichtete Konzepte wie z.B. die Wartung von Maschinen begreiflich zu machen. Da er dafür kein Konzept hat, wird er den Sinn der Sache nicht verstehen können.

Das ist auch ein Grund dafür, dass in Afrika die Infrastruktur zusammenbricht, wenn die Weißen gehen. Und das Thema Intelligenz wird hier noch gar nicht berücksichtigt. Allein die Sprache richtet hier eine hohe Barriere auf.

Welche Auswirkungen haben diese Unterschiede?

Je komplexer die Sprache ist, die ein Kind lernt, während es aufwächst, desto umfangreicher sind die synaptischen Verbindungen zwischen den Gehirnzellen in den Bereichen des Gehirns, welche für die Sprache zuständig sind.

Qualität und Umfang dieser Ausprägung bestimmen also, was ein Mensch denken kann.

Unterschiedliche Sprachen führen also zu jeweils eigenen Wahrnehmungen, Erinnerungen und Überlegungen, welche auch bei der Verwendung einer anderen Sprache weiter wirksam bleiben können. Sprache prägt selbst die grundlegenden Dimensionen menschlicher Erfahrung: Raum, Zeit, Kausalität und die Beziehung zu anderen.

 

Kommen wir nun zu unserer Sprache. Welche Elemente sind kennzeichnend für die deutsche Sprache?

  • Sie ist unter den lebenden Sprachen einmalig: wer einen Satz beginnt, muss wissen, wie er ihn beenden will, damit die Endungen der Worte am Anfang des Satzes zum Ende des Satzes passen
  • Sie ist eine der Sprachen mit dem größten Wortschatz
  • In keiner anderen Sprache kann so exakt formuliert und differenziert werden
  • Aufgrund der Struktur ist der Grundzustand unserer Sprache Dinge zu Ende zu denken
  • Sie ist durch ihre Komplexität dominant und bringt somit gute Gedanken hervor, sie ermöglicht die komplexesten Gedanken überhaupt

Wir haben hier einen besonderen Schatz, mit dem wir pfleglich umgehen sollten. Aber wir wissen, dass dem nicht so ist!

Wir erleben seit einiger Zeit, dass unserer Sprache das Gegenteil von Wertschätzung entgegengebracht wird, es wird immer platter, primitiver und unpräziser formuliert. Unsere Sprache wird regelrecht verhunzt. Das ist kein Zufall.

Ein Grund dafür ist, dass der angelsächsische Bereich seit etwa 100 Jahren die deutsche Sprache bekämpft. Die deutsche Sprache war bis 1945 eine Sprache der Wissenschaft, bis die Ablösung durch die englische Sprache erfolgte.

Hier hat man sich in der Tat einen wichtigen Eckpfeiler der deutschen Identität zur Zerstörung ausgesucht. Und unsere Politiker beschleunigen die Zerstörung der deutschen Sprache in vorauseilendem Gehorsam.

Wie wird unsere Sprache zerstört?

Jahrzehntelange Sprachverfälschungen, auch mit Unterstützung des Duden-Verlags zeigen Wirkung. Gemeinsam mit der Infiltration „neudeutscher“ Wortschöpfungen und zahlreicher Wörter der englischen Sprache verliert unsere Sprache Jahr für Jahr an Klarheit und Trennschärfe. Als ob das nicht schon genug wäre, kommen noch völlige Sinnverdrehungen und Wortvernichtungen dazu. Dem ganzen die Krone setzte die Rechtschreibreform auf.

Wobei hier der Begriff Rechtschreibreform schon sehr vereinfachend ist. Es gab teilweise Zurücknahmen, Reformen der Reform, Zulassung von Alternativen und vieles mehr.

Im Endeffekt sind die Auswirkungen unterm Strich für die deutsche Sprache schädlich. Die Einheitlichkeit im Schrifttum ist abgebrochen und die Funktion der Sprache ist seit der Reform problembehaftet.

Aber hinter dieser Reform steckt unter anderem das Motiv der Umerziehung. Dabei hatten vor allem linksgerichtete Politiker sich das Ganze so schön vorgestellt. Die Idee war, sozial Schwächeren den Zugang zur Bildung zu erleichtern (das hat nicht funktioniert) und auch den Ausländern sollte der Zugang zur deutschen Sprache erleichtert werden (das hat auch nicht funktioniert). Eine Sprache lässt sich nun mal nicht so ohne weiteres vereinfachen.

Wie sieht die Alternative aus?

Die Alternative ist, die Rechtschreibung gut zu lehren und gut zu lernen. Ausländer müssen sich ebenfalls unserer Sprache und ihrer Schreibung anpassen, nicht umgekehrt. Wer das nicht schafft, egal aus welchen Gründen, sollte Deutschland verlassen, denn er wird hier nie Fuß fassen können.

Probleme der Mehrsprachigkeit durch Zugewanderte

Aber auch das läuft zum Leidwesen unserer Sprache leider anders. Die von verschiedenen Ausländergruppen ausgehende Mehrsprachigkeit ist eine maßgebliche Ursache für den zu beobachtenden beschleunigten Sprachwandel in der deutschen Sprache, besonders in der Umgangssprache. Das führt zu sprachlichen Vermischungen zwischen Deutsch und den Herkunftssprachen der Ausländer. Zudem lässt sich noch die Ausformung des sogenannten „Kiez-Deutsch“ beobachten.

Diese Veränderungen leisten einem strukturellen Sprachwandel Vorschub, der auch in den anderen westeuropäischen Sprachen zu beobachten ist. Über diese Veränderung wird unserer Sprache eine Vereinfachung und Verflachung aufgezwungen.

Ein Grund dafür ist die Anstrengung, die bei einer mehrsprachigen Kommunikation geleistet werden muss. Mehrsprachigkeit erzeugt einen anderen Modus der Sprachverarbeitung. Sie fährt alles herunter, was zu hohen Belastungen des Energiehaushalts des Gehirns führt. Das mehrsprachige Hirn relativiert und vereinfacht alle hohen Kategorien automatisch, um die zu hohe kognitive Belastung zu verringern.

Versuche der „Verschlimmbesserung“

Und über die Rechtschreibreform wird versucht, die systematischen Fehler von heute als neue Regeln von morgen zu etablieren. Dabei bleiben jedoch der spezielle Charakter und die spezifischen Qualitäten unserer wertvollen deutschen Sprache auf der Strecke.

Welche Gefahren drohen uns konkret?

Unter dem Niedergang der Sprache wird auch unsere Schaffenskraft leiden. Wir werden zunehmend weniger dazu in der Lage sein, an die großen Taten der Vergangenheit anzuknüpfen. Unsere Möglichkeiten, Dinge zu erfassen, zu beschreiben und zu verstehen, die Fähigkeit zur tiefen Erkenntnis wird schwinden.

Eine Umkehr ist zwingend notwendig, damit wir unser Niveau halten können beziehungsweise auf das alte Niveau zurückkehren können. Wir müssen unsere Sprache wieder mehr pflegen, und ihr ihre Qualitäten zurückzugeben. Hier kann jeder bei sich selbst anfangen und unserer Sprache im täglichen Umgang wieder den Wert zuweisen, den sie verdient.

Peter Haisenko empfindet die Sprache auch als identitätsstiftend. Auf die Frage, was es ausmacht, ein Deutscher zu sein, hat er eine interessante Antwort:

„Deutscher ist nur, wer in der deutschen Sprache denkt“

 

Quellen:

https://connectiv.events/warum-du-deine-klare-deut-sche-deut-liche-muttersprache-bewahren-und-entwickeln-solltest/

https://quer-denken.tv/deutsche-sprache-deutsches-denken-deutsche-identitaet/

Dieser Beitrag erschien zuerst hier

Wandere aus, solange es noch geht!
Finca Bayano in Panama.

.
Loading...