Orban erwartet bei EU-Wahlen Richtungentscheidung gegen Bevölkerungsaustausch

Viktor Orban (Bild: shutterstock.com)
Viktor Orban (Bild: shutterstock.com)

Der ungarische  Ministerpräsident Viktor Orbán geht bei den Wahlen zum Europaparlament 2019 von einer Richtungsentscheidung gegen den Bevölkerungsaustausch aus und erwartet ein Ende der Debatte über die Massenmigration.

Mit der Wahl müsse die Europapolitik verändert werden, sagte Orban am Freitag im Staatsrundfunk Kossuth-Radio. Orbán kritisiert die Machteliten in Europa, die bis heute eine Pro-Einwanderungspolitik betreibe. Das stelle seiner Ansicht nach ein ernstes Demokratieproblem dar, da mit dieser Haltung ausdrücklich gegen den Willen und die Interessen der Bevölkerungsmehrheit in Europa gehandelt würde. Die Wahl zum EU-Parlament sei die Chance, hier eine Änderung herbeizuführen und eine quasi Umvolkung abzuwählen, so der ungarische Staatmann laut dem ORF.

Diese Menschen würden von ihren Führungsspitzen erwarten, dass sie klar Stellung bezögen und erklärten, ob sie die Massenmigration für eine richtige oder falsche Sache hielten. Es gebe laut dem ungarischen Ministerpräsidenten europäische Länder, in denen sich Politiker sich nicht trauten, die Meinung der Bevölkerung zu vertreten. „Das trifft auf uns nicht zu. Und werden wir angegriffen, werden wir mit dem entsprechenden Gewicht antworten“, betonte der Premier. Für Orbán gebe es nur eine Antwort, da die Migration in Wirklichkeit einen „Bevölkerungsaustausch“ bedeute. (SB)

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