Die Rache der Ungläubigen? Köln verbietet öffentliche Eröffnungsfeier der neuen Moschee

Foto: pixabay
Sieht so das bald ganz Deutschland aus? (Symbolbild: Pixabay

Köln – Die Stadt Köln hat dem türkischen Islam-Verband DITIB die geplante öffentliche Eröffnungsfeier der neuen „Zentralmoschee Köln“ untersagt. Das kurzfristig eingereichte Sicherheitskonzept für den Außenbereich entspreche nicht den formalen Anforderungen, teilte die Stadt Köln am Freitagabend mit. DITIB wurde aufgefordert, kurzfristig ihre Vereine und Interessenten zu informieren, um eine erfolglose Anreise vieler Tausender nach Köln zu verhindern.

Weder der ursprünglich vorgesehene Sicherheitsbereich auf der Venloer Straße, noch die beantragten Grünflächen zwischen der Venloer Straße und Vogelsanger Straße könnten für Zuschauer bereitgestellt werden, so die Stadt Köln. Die DITIB hatte diese Flächen als weitere Veranstaltungsflächen für nicht angemeldete Zuschauer in ihr Konzept einbezogen. Zum vorgelegten Konzept hatten sowohl die Stadt Köln als auch die Sicherheitsbehörden relevante Sicherheitsbedenken geltend gemacht.

Das notwendige „Einvernehmen“ zu dem Sicherheitskonzept wurde von den Sicherheitsbehörden abgelehnt. Ein Sicherheitskonzept wurde notwendig, nachdem durch Veröffentlichungen des Veranstalters eine offene Einladung zur Eröffnung der Moschee ausgesprochen worden war. Aufgrund dieser offenen Einladung sei „mit hinreichender Wahrscheinlichkeit“ davon auszugehen, dass die Zahl der Interessierten, die sich im öffentlichen Raum aufhalten werden, deutlich die Zahl der bislang eingeplanten 5.000 Menschen übersteigt, so die Stadt Köln.

Im Raum stehen Besucherzahlen von deutlich über 10.000 Menschen. Die Stadt Köln und die Polizei Köln halten aufgrund ihrer Einschätzungen Besucherzahlen von bis zu 25.000 Anreisenden für nicht ausgeschlossen. Anforderungen der Kölner Verkehrsbetriebe, der Stadt Köln und der Polizei Köln konnten auch durch das nachgebesserte Sicherheitskonzept nicht erfüllt werden.

Insbesondere die notwendige Besucherlenkung sowie notwendige Sicherheitsvorkehrungen seien unzureichend geplant, ebenso Sanitätsfragen. Für die Eröffnung wird auch der türkische Staatspräsident Erdogan erwartet. An der Feier sollen nun nur er und 500 geladene Gäste im Gebäude teilnehmen dürfen.

Der letzte Satz ist wohl eher der tatsächliche Grund für dieses Verbot. Dazu gibt es eine Stellungnahme der AfD:

Politische Befürworter des Baus der türkischen Zentralmoschee in Köln-Ehrenfeld sind zu deren Eröffnung nicht eingeladen. Daran zeigt sich, dass der türkische Islam heute so stark ist, dass er seine willigen Wegbereiter nicht länger braucht.

Für Kölns Oberbürgermeisterin Henriette Reker mangelt es der DITIB „am notwendigen Respekt“.  Für Kölns ehemaligen Oberbürgermeister Fritz Schramma (CDU) ist es „ein Akt der absoluten Unhöflichkeit“.2 Der Bezirksbürgermeister von Köln-Ehrenfeld, Josef Wirges (SPD), fühlt sich schlichtweg „verarscht“.

Alle drei Politiker der alten Parteien sind sauer, da sie nicht auf der Gästeliste des türkischen Moscheeverbands DITIB stehen, der am Samstag in Köln-Ehrenfeld unter Anwesenheit des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan seine Zentralmoschee eröffnen wird.

Schramma, der sich besonders für den Bau der Zentralmoschee einsetzte, gibt sich zudem enttäuscht, dass die Eröffnung kein „Volksfest mit Beteiligung der Bevölkerung“ sein wird. Reker beklagt ihrerseits, dass der gegründete Moschee-Beirat, der „für Integration und ein besseres Verständnis des Islam“ hätte sorgen sollen, „momentan auf Eis“ liege.

AfD-Landessprecher Thomas Röckemann hat für die gekränkten Politiker kein Mitgefühl übrig: „Erst bauen sie das Ding und jetzt betteln sie, um dort sprechen zu dürfen. Das ist pure Unterwerfung. Wie passend, Islam bedeutet ja auch ‚Unterwerfung‘. Wer ernsthaft glaubte, die Moschee-Eröffnung würde ein buntes, weltoffenes Volksfest sein, hat das Wesen des Islam nicht verstanden.“
Röckemann: „Je mächtiger der Islam in einer nicht-islamischen Gesellschaft ist, desto arroganter tritt er auf. Der türkische Islam hat sich nun offenbar von seinen willigen Wegbereitern emanzipiert. Wer mit 25.000 gläubigen Anhängern rechnet, kann auf Reker und Co. locker verzichten, nun da die Moschee ja steht. Man könnte auch ganz einfach sagen: Die DITIB hat die Islamversteher verraten.“

Wandere aus, solange es noch geht!
Finca Bayano in Panama.

.
Loading...