Juden in der AfD: „Beinahe jeder von uns wird in Deutschland drangsaliert“

Am Sonntag, 7.10. findet in Offenbach die Gründungsveranstaltung der „Juden in der AfD“ statt. jouwatch berichtet schon lange über das Engagement der AfD für Juden in Deutschland, und über jüdische Unterstützung für die AfD.  

von Collin McMahon

Die jetzt veröffentlichte Grundsatzerklärung der JAfD kritisiert die Islamisierung Deutschlands und damit einhergehenden Antisemitismus, sowie die Unterstützung der Bundesregierung für die Hamas-nahe UNRWA. So „erscheint es als schlichtweg höhnisch, davon zu schwadronieren, dass „Israels Sicherheit“ „deutsche Staatsräson“ sei. Auch haben sich mehrere Minister der Bundesrepublik desavouiert, indem sie entweder Kränze an Särgen von Terroristen niedergelegt oder es vorgezogen haben, sich, statt mit israelischen Regierungsvertretern, lieber mit Vertretern linksradikaler NGOs zu treffen.“

All das trage dazu bei, so die JAfD, „dass eine Allianz der Rechtskonservativen in Europa mit dem Judentum äußerst naheliegt.“ Die JAfD wehren sich gegen Vorwürfe, die AfD sei eine antisemitische Partei: „Dass sich in den Reihen der AfD einzelne tatsächliche Antisemiten, etwa Wolfgang Gedeon MdL, finden, leugnen wir nicht; nur wird in der öffentlichen Wahrnehmung der Einfluss dieser einzelnen Mitglieder maßlos überschätzt.“

„Wir sehen in dem Wunsch der AfD danach, dass Deutschland wieder eine selbstbewusste Nation werden möge, durchaus keinen Widerspruch zu jüdischen Interessen. Im Gegenteil glauben wir, dass eine tatsächliche gegenseitige Wertschätzung nur möglich ist, wenn beide Seiten selbstbewusst aufzutreten vermögen.“

Channel 20, Tel Aviv über die AfD:

Der Zentralrat der Juden in Deutschland veranstaltet am Sonntag – finanziert aus deutschen Steuergeldern – eine Gegendemo in Offenbach im Namen der Jüdischen Studierendenunion Deutschland JSUD, unter dem Namen #AfNee! Diese Alternative ist nicht koscher.

Dazu der Mit-Initiator der JAfD Wolfgang Fuhl, gegenüber jouwatch: „Die Reaktionen ehemaliger und aktueller Zentralratsfunktionäre überraschen uns mitnichten, wo doch dieses Organ aus denselben Mitteln finanziert wird wie die Landeskirchen und Diözesen. Diese Funktionäre haben sich inzwischen derart weit entfernt von den alltäglichen Erfahrungen des einfachen Gemeindemitglieds, dass ihre Äußerungen kaum mehr etwas mit der Realität zu tun haben.“

„Die daraus hervorgehende Diskrepanz ist nicht nur im Hinblick auf muslimischen Antisemitismus zu beobachten, sondern ebenso im Hinblick auf die Unsummen an für islamistischen Terror gegen Israel ausgegebenen deutschen Steuergeldern, die der Zentralrat hartnäckig beschweigt. Unzufriedenheit mit ihrer institutionellen Vertretung ist unter den deutschen Juden zurecht weitverbreitet und hat 2014 etwa zur Gründung der einzigen unabhängigen jüdischen Zeitung in Deutschland, der Jüdischen Rundschau, geführt, die die Schweigespirale des Zentralrats zu überwinden versucht.“

Auch aus Israel erhalten die JAfD nach eigener Aussage überwiegend positive Resonanz. „Die dortige Gesellschaft, die um die Finanzierung islamischen Terrors durch die EU weiß und sich im Übrigen längst von den illusorischen Vorstellungen der Friedensbewegung verabschiedet hat, beobachtet die aktuelle deutsche Migrationspolitik mit Unverständnis und großer Sorge.“

 

Orit Arfa über die Diffamierung von Juden und AfD:

 

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Collin McMahon ist Pressemitarbeiter im Team Bystron.

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