Bernd Luckes LKR hat fertig: Henkel, Starbatty, Trebesius und Kölmel treten aus

Gar nichts ist ok - Bernd Lucke hat fertig (Bild: Screenshot)
Gar nichts ist ok - Bernd Lucke hat fertig (Bild: Screenshot)

Bernd Luckes Partei, „Liberal-Konservative Reformer – Die Eurokritiker“ (LKR), verliert vier ihrer führenden Köpfe. Die Europaabgeordneten Joachim Starbatty, Hans-Olaf Henkel, Bernd Kölmel und Ulrike Trebesius haben ihren Austritt aus der AfD-Abspaltung erklärt. Grund sei ein Zerwürfnis mit dem Parteigründer Bernd Lucke

Bernd Lucke, Mitbegründer und ehemaliger Bundessprecher der AfD, wurde nach selbstherrlichen Eskapaden 2015 abgewählt und trat im Juli 2015 aus der AfD aus. Kurz darauf gründete er die Partei Allianz für Fortschritt und Aufbruch (ALFA), die sich später aus namensrechtlichen Gründen in Liberal-Konservative Reformer (LKR) umbenennen musste und deren Bundesvorsitzender Lucke bis Juni 2016 war. Bei der Europawahl 2015 hatten er, Starbatty, Henkel, Kölmel und Trebesius für die AfD Sitze im EU-Parlament gewonnen, die sie bis heute inne haben.

Die Kleinstpartei ist seither nicht aus ihrer Bedeutungslosigkeit heraus gekommen. 2016 und 2017 erhielt die LKR bei den Landtagswahlen, insofern sie antreten konnte, zwischen null und einem Prozent der Stimmen. Bei der kommenden Landtagswahl in Bayern konnte die LKR in zwei der sieben Bezirke genügend Unterschriften sammeln, um zugelassen zu werden.

Gestern traten nun der damalige Bundesvorsitzende sowie Europaabgeordnete Bernd Kölmel und die Europaabgeordneten Hans-Olaf Henkel, Ulrike Trebesius und Joachim Starbatty nach einer von Henkel gegen Lucke verlorenen Stichwahl um die Spitzenkandidatur zur Europawahl 2019 aus. „Wir sind mit Begeisterung in die Partei der Liberal-Konservativen Reformer eingetreten“, heißt es in einer E-Mail der vier Politiker, die der Jungen Freiheit vorliegt. „Wir wollten aber nie Mitglieder einer Lucke-Partei sein. Wir treten deshalb aus der LKR aus und geben unsere Ämter im Bundesvorstand ab.“ (SB)

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