Legen militante Abschiebungsgegner die Bahn lahm?

Symbolbild (Bild: gemeinfrei)
Symbolbild (Bild: gemeinfrei)

NRW – Mutmaßlich stecken militante Abschiebungsgegner hinter einer Sabotage-Aktion, die Signalanlagen der Bahn im Bereich zwischen Düsseldorf und Duisburg am Montag beschädigten und so Tausende Menschen, die zur Arbeit mussten lange Wartezeiten aufzwangen.

Laut Bahn wurden zwischen Düsseldorf Flughafen und Duisburg Großenbaum Signalkabel neben den Gleisen auf einem Abschnitt von mehreren hundert Metern beschädigt, wodurch fünf Hauptsignale ausfielen. Die Signalstörung konnte bis zum Montagnachmittag nicht behoben werden. Auch am Dienstag soll laut dem Bahninformationsdienst der Bahnverkehr zwischen Düsseldorf und Duisburg gestört bleiben. Sowohl im Nah- als auch im Fernverkehr sei am Vormittag mit Verspätungen zu rechnen, teilte die Bahn am frühen Dienstagmorgen mit.

Wie der  öffentlich-rechtlichen Sender WDR berichtet, wurde auf der linksextremistischen Internetseite ein Bekennerschreiben veröffentlicht. Unter der Überschrift „Shutdown Deportation Airport Düsseldorf“ bekennen sich „namenlose Abschiebegegner“ langatmig und im bekannt kämpferischer sozialistischer Art zu dem terroristischen Akt und begründen dies damit, mit der „Aktion“ gegen Abschiebungen vom Düsseldorfer Flughafen protestieren zu wollen.

Ob das Bekennerschreiben authentisch ist, müssen die weiteren Ermittlungen zeigen, so ein Polizeisprecher am Dienstag. (SB)

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