Araber-Clan? Schießerei vor Bad Oeynhausener Club – Türsteher schwer verletzt

Bewaffnet (Bild: Screenshot)
Bewaffnet (Bild: Screenshot)

NRW/Bad Oeynhausener  – Wenn Du Dich mit den Falschen anlegst: Zwei „Männer“ wurden vom Türsteher der Bad Oeynhausener Diskothe Mondo am Werrre-Park abgewiesen. Wenig später tauchten 18 Männer auf, prügelten auf den Türsteher ein und schossen auf die Menschen im Eingangsbereichs der Disco. Zwei Mitarbeiter wurden verletzt. Ein Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes wurde dabei von einer Handfeuerwaffe getroffen. Die Mordkommission ermittelt. Mit Video.

Im nachfolgenden Video ist zu sehen, wie mehrere Männer auf den Eingang einer Diskothek zustürmen, die Absperrgitter nahezu durchbrechen. Zwei dieser Männer haben Pistolen und schießen offenbar auch auf Menschen im Eingangsbereich des Clubs.

Am Montag wunderten sich Kommentatoren auf Facebook, dass bislang keine Medienmeldungen über den Vorfall veröffentlicht wurden:

Am Dienstag veröffentlichten die Staatsanwaltschaft Bielefeld und die Polizei Bielefeld eine gemeinsame Presseerklärung, die den Tathergang wie folgt schildert:

Gegen 2.45 Uhr am Sonntagmorgen wiesen zwei Türsteher zwei unbekannte Männer aus der Diskothek ab. Nachdem die Türsteher von ihrem Hausrecht Gebrauch gemacht hatten, sei eine Personengruppe, die aus etwa 18 Männern bestand, am Eingang des Clubs aufgetaucht. Sie attackierten die Türsteher mit Faustschlägen, Tritten und Schlagwerkzeugen.

„Nach bisherigem Ermittlungsstand haben während der Auseinandersetzung mindestens zwei Angreifer mit Faustfeuerwaffen aus kurzer Distanz auf die Servicemitarbeiter geschossen“, berichtet die Polizei. Bei dem Angriff wurde einer der beiden 28-jährigen Sicherheitskräfte leicht und der andere schwer, aber nicht lebensgefährlich verletzt. Beide Männer wurden nach der medizinischen Erstversorgung von Rettungssanitätern in Krankenhäuser gebracht. Die tatverdächtigen Personen – darunter die Schützen – flohen mit mehreren Personenwagen in Richtung der Autobahn 30. Die Fahndung habe bisher nicht auf die Spur der Täter geführt, so die Polizei. „Es gab ein Hin und Her, dann fielen mehrere Schüsse“.

Polizei geht von einem versuchen Tötungsdelikt aus

Da die Polizei von einem versuchten Tötungsdelikt ausgeht, werden die Ermittlungen von der Staatsanwaltschaft Bielefeld gemeinsam mit einer Mordkommission des Polizeipräsidiums Bielefeld geführt. Der Leiter der Mordkommission „Werre“, Kriminalhauptkommissar Markus Mertens, leitet ein Ermittlungsteam mit 14 Beamten und erhält Unterstützung durch Ermittler der Kriminalpolizei Minden-Lübbecke. Derzeit dauern die Ermittlungen und die Auswertung eines Videos einer Überwachungskamera der Diskothek an.

Auf Facebook haben sich die Betreiber des „Mondo“ selbst zu den Ereignissen geäußert. Sie schreiben, dass fünf Personen der Eintritt verwehrt wurde. „Die Personen waren stark alkoholisiert und haben sich auch nach mehreren Hinweisen unseres Teams nicht an die Etiquette des ‚Mondo Club‘ gehalten und der Hausordnung widersetzt. Begleitet wurde der Verweis von wüsten Beschimpfungen und Androhungen gegen unser Personal“, heißt es weiter.

Die später wieder auftauchende Gruppe habe „mit erschreckender Skrupellosigkeit und Aggressivität“ gehandelt. Für die Gäste des Clubs habe keinerlei Gefahr bestanden. Der Betrieb werde deshalb wie gewohnt weitergehen. Das Mondo sei „ein Club für friedliche Menschen jeder Nationalität, zahlreicher musikalischer Vorlieben und voller positiver Energie“. Die gemeinsamen Nächte werde man sich deshalb nicht von „schlechten Menschen“ zerstören lassen, so das Fazit.

Die Geschäftsführung der Diskothek wollte gegenüber dieser Zeitung keine Angaben zu dem Vorfall machen. Einer der Clubgäste, der jedoch anonym bleiben möchte, berichtet gegenüber der LZ, wie er die nächtliche Schießerei erlebte. „Es kam ein Auto mit sehr vielen Leuten darin vor der Diskothek vorgefahren“, berichtet der 20-Jährige. Eine größere Gruppe von Männern sei dann in den Club hereingelaufen. „Es gab ein Hin und Her, dann fielen mehrere Schüsse“, so der Augenzeuge.

Waren es Mitglieder eines Araber-Familienclans?

Das bestätigen auch die Aufnahmen der Überwachungskamera, die den Vorfall aufzeichnete. Auf dem Video, das der Redaktion vorliegt, sind zwei Männer mit gezückten Handfeuerwaffen zu sehen. Beide geben offensichtlich Schüsse aus ihren Waffen ab. Es habe eine Auseinandersetzung in mehreren Sprachen gegeben, berichtet der 20-Jährige. Worum es in dem Streit zwischen den Türstehern und der Männergruppe ging, konnte der Zeuge deshalb nicht wirklich nachvollziehen.

Nach Informationen der NW könnte es sich bei den Verdächtigen um Mitglieder eines aus dem Irak stammenden Familienclans handeln. Der Verdacht blieb aber unbestätigt. Davon hat zwar auch die Ermittlungskommission gehört. Nähere Angaben dazu aber wollte die Polizei nicht machen. Der Augenzeuge berichtet, dass er nach den Schüssen über den Parkplatz zu einem Schnellrestaurant gelaufen sei, um sich in Sicherheit zu bringen. „Dort habe ich mich dann abholen lassen“, so der 20-Jährige.

Die Ermittler der Mordkommission bitten Zeugen um Hinweise zu den beiden aus dem Club verwiesenen Männern und zu der angreifenden Personengruppe. (SB)

 

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