Grenzzäune – Estland hält zu Ungarn

Innenminister Estlands -Andres Anvelt (Foto: screenshot YouTube)
Innenminister Estlands -Andres Anvelt (Foto: screenshot YouTube)

Bei seinem Besuch der baltischen Staaten Litauen, Lettland und Estland fordert der flüchtligsaffine Papst Franziskus mal wieder „Toleranz, Gastfreundschaft, Respekt und Solidarität“ ein. Doch das kleine Estland mit seinen rund 1 Million Einwohnern hält sich in Sachen Masseneinwanderung lieber an Ungarn und seinen Präsidenten Viktor Orbán.

Die Grenzzäune, die von dem ungarischen Ministerpräsidenten errichtet wurden und die mehr als 99 Prozent der illegalen Einwanderer am Einzug nach Europa hindern, dienten dem Schutz des Kontinents, so der Innenminister von Estland, Andres Anvelt. Asylsuchende, die kein Recht auf einen Aufenthalt in Europa haben, müssten festgehalten werden aus.

„Ich stimme voll und ganz zu, dass wir dieses Problem außerhalb der EU angehen müssen“, sagte der 48-jährige Politiker laut news err.ee in einem Fernsehinterview gegenüber dem staatlichen Fernsehsender ETV: „Wir müssen in Drittländer reisen und dort beginnen unsere Grenzen zu verteidigen. Ja, und um unsere europäischen Werte zu verteidigen, sollten wir damit beginnen dort Flüchtlingslager zu errichte“, fügte Innenminister Andres Anvelt hinzu.

Bei einem Auftritt in Studio 1 am Donnerstag sagte der Minister, Orbán „verteidige [Europa]“ bei seinem Bau von Zäunen entlang der EU-Außengrenzen. „Wir machen genau dasselbe“, so Anvelt.

Anvelt verwies auf das diesjährige Weltcupturnier in Russland. Tausende Migranten waren aus der Dritten Welt zu der Veranstaltung angereist, hatten sich Tickets gekauft und waren über die russisch-estländische Grenze weiter in Richtung der bevorzugten europäischen Länder gereist.

Russland habe zum ersten Mal offiziell zugegeben, dass so mindestens 10.000 Menschen auf diese Weise abhanden gekommen seien, berichtet der estnische öffentliche Rundfunk err.ee. „Dies waren genau die gleichen Wirtschaftsmigranten aus Bangladesch, dem Senegal und so weiter, die nach Europa weitergezogen sind.“

Auf die Frage, ob Estlands Migrationspolitik ähnlich sei wie die in Ungarn und Estland ebenfalls Zäune befürworte, antwortete Anvelt: „Um unser Land zu verteidigen – sicherlich.“ (MS)

 

 

 

Wandere aus, solange es noch geht!
Finca Bayano in Panama.

.
Loading...