„Einzelfall“ in Zwickau: Junger Mann niedergestochen – die Schwester erzählt

Symbolfoto:Von gpointstudio/shutterstock
Symbolfoto:Von gpointstudio/shutterstock

Am Samstag ist ein junger Mann bei einer „Auseinandersetzung“ schwer verletzt worden. Er kam mit Stichverletzungen in ein Krankenhaus. Seine Schwester veröffentlichte dazu einen Brief auf Facebook.

Im Zwickauer Park am Schwanenbrunnen soll es laut Polizeiangaben eine körperliche „Auseinandersetzung“ gegeben haben, berichtet Freie Presse.  Drei jugendliche Tatverdächtige im Alter von 14, 15 und 17 Jahren hätten sich der Polizei gestellt. Sie seien verhört und wieder auf freien Fuß gesetzt worden. Die drei besitzen laut Polizei die deutsche Staatsangehörigkeit.

Auf Facebook meldete sich die mutmaßliche Schwester des schwerverletzten Opfers und schildert ihre Sicht der Dinge und speicht von einem ausländischen Hintergrund des Täters:

„Ich möchte auf diesem Wege einen dieser „Einzelfälle“ bekannt geben…
Am Samstag, den 22.09.2018 gegen 20.30 Uhr rief mich meine Mutter an. Am Telefon konnte ich kaum ein Wort verstehen, da sie bitterlich weinte. Zwischen Wortfetzen und Schniefen konnte ich heraus hören, was los war.
Mein Bruder wurde mit mehreren Messerstichen ins Krankenhaus eingeliefert. Viele dieser Stiche im Bauch, ein Stich in der Brust, so tief, dass der linke Lungenflügel beschädigt wurde.
Ich machte mich sofort auf den Weg ins Krankenhaus. Dort angekommen, konnte ich natürlich nicht zu meinem Bruder. Erst nach einer halben Stunde, wenn nicht sogar länger, konnte ich endlich ein Gespräch mit dem behandelten Arzt führen. Dieser sagte mir, wenn mein Bruder auch nur wenige Minuten später ärztliche Hilfe bekommen hätte und der Täter ein paar Zentimeter weiter rechts zugestochen hätte, würde er nicht mehr unter uns weilen. Er musste bis ca 2 Uhr morgens operiert werden.Während dieser OP mussten die Ärzte ein Stück der Lunge enfernen und so einige oberflächige Stichwunden versorgen. Zum jetzigen Zeitpunkt wird er noch unter Vollnarkose gehalten. Wie lang dieser Zustand andauern soll, wissen wir zum jetzigen Zeitpunkt nicht.
Mein Bruder war mit seinen Kollegen in Zwickau, nähe Zentralhaltestelle unterwegs. Der Täter, ausländischer Herkunft, ca. 15 Jahre alt, hat bereits am frühen Abend versucht die Truppe zu provozieren. Er verschwand, wahrscheinlich um die Tatwaffe zu holen und kam bald zurück. Er provozierte erneut. Mein Bruder versuchte nur eine Auseinandersetzung zu schlichten, stellte sich zwischen den Täter und seinen Kollegen. Und dann stach der Täter zu. Mein Bruder hat noch vor Ort sehr viel Blut verloren. Seine Kollegen halfen ihm sofort, riefen den Notdienst und versuchten den geflüchteten Täter zu schnappen, leider ohne Erfolg.

In erster Linie hoffen wir, dass die Genesung gut verläuft und er alles weitere übersteht. Außerdem hoffen wir auf Gerechtigkeit, dass der Täter die Strafe bekommt, welche er verdient !! „

Bereits am Donnerstag war ein 37-Jähriger durch zwei Messerstiche in die Brust lebensgefährlich verletzt worden. Am Sonntag hatte die AfD zu einer Protestkundgebung in Zeitz aufgerufen. (MS)

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