Salvini wirkt: Auch Panama entzieht Schlepper-Schiff „Aquarius“ die Fahne

Salvini feiert den nächsten Erfolg gegen die NGO-Schlepperei. Fotos: Shutterstock

Nachdem Italiens Vize-Regierungschef Matteo Salvini in Panama interveniert hat, entzieht das mittelamerikanische Land der „Aquarius 2“ die Registrierung. Es darf die Fahne nicht mehr nutzen. Zuvor hatte bereits Gibraltar genauso reagiert.

Der in Italien inzwischen wie ein Popstar gefeierte Lega-Politiker Salvini verbucht damit den nächsten Erfolg in seiner restriktiven Migrationspolitik. Panamas Schifffahrtsbehörde teilte auf ihrer Website mit, den Verlust der Registrierung des Schiffes eingeleitet zu haben, weil die „Aquarius 2“ laut „internationaler Berichte“, juristische Verfahren missachte, wenn es um die Aufnahme von Einwanderern an den Mittelmeerküsten gehe.

Panama erklärt, dass die italienischen Behörden darauf aufmerksam gemacht hatten, dass „der Kapitän des Schiffes es ablehnt, die aufgenommenen Migranten und Flüchtlinge in ihre Herkunftsländer zurückzubringen“.

Im August hatte bereits der Zwergstaat Gibraltar dem Schiff die Zulassung entzogen – die „Aquarius“ lag deswegen im Hafen von Marseille fest, besorgte sich die Registrierung in Panama und benannte sich in „Aquarius 2“ um. Seit Donnerstag hat das Boot elf Migranten an Bord, die die Besatzung vor der libyschen Küste eingeladen hat, um sie nach Europa zu bringen.

Das von den NGOs „SOS Méditerranée“ und „Ärzte ohne Grenzen“ betriebene Schlepper-Schiff durfte zuletzt weder in Italien noch in Malta anlegen. Im Juni machte es Schlagzeilen, weil es mit mehr als 600 sogenannten „Flüchtlingen“ tagelang im Mittelmeer umherirrte, ohne einen Hafen zu finden. Die Linksregierung in Spanien holte es dann nach Valencia, ließ die Schwarzafrikaner an Land und schickte sie Richtung Deutschland. Denn dort wollten sie hin. Über die deutsch-französische Grenze konnten die Migranten – fast ausschließlich Männer – dann einreisen. (WS)

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