Mittelmeer: Schlepper jetzt mit Schnellbooten unterwegs

Ganz schnell nach Europa (Foto: Von Jag_cz/Shutterstock)

Italien/Libyen – Weil der Menschenhandel so viel Geld einbringt, müssen die Schlepper natürlich umdenken. Und das tun sie, aber wie: Nachdem Italien seine Häfen für Flüchtlings-Rettungsmissionen im Mittelmeer geschlossen hat, organisieren sich Schlepper aufs Neue, um Migranten nach Europa zu bringen. Sie setzen jetzt auf schnelle Motorboote, die 20 bis 40 Passagiere an Bord nehmen, und die Radarsysteme und die Kontrolle der libyschen Küstenwache umgehen können, so die Tiroler Zeitung stol.it, die sich auf Berichte der Mailänder Tageszeitung „Corriere della Sera“ bezieht.

Die starken Motorboote sollen in der Lage sein, die 450 Kilometer lange Strecke zwischen Libyen und Sizilien mit einer Geschwindigkeit von zirka 80 Stundenkilometern zurückzulegen. Da kann kein libysches Patrouillenboot mehr folgen. Mindestens 13 größere Banden sollen sich das lukrative Geschäft mit den Migranten teilen. Gestartet wird aus der libyschen Stadt Misrata, hier werden vor allem Migranten aus Bangladesch nach Europa geschleust, aus Zlitan Marokkaner und Migranten aus Mali. Aus Khoms starten vor allem Migranten aus dem Sudan, Niger, Nigeria und Burkina Faso.

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