Gefälschte Führerscheinprüfungen: Wer erwischt wird, darf nochmal ran

Autofahrer (Symbolfoto: shutterstock.com/Von Red Confidential)
Autofahrer (Symbolfoto: shutterstock.com/Von Red Confidential)

NRW – Kein Deutsch – keine Ahnung- kein Führerschein? Macht nichts – wer als sogenannter Migrant 5000 Euro locker hat, kann trotzdem auf den deutschen Straßen rumkurven. Araber-Clans haben einen neuen Geschäftszweig entdeckt und verkaufen gefälschte Führerscheinprüfungen für bis zu 5.000 Euro. Der Kundenkreis: Alle, die kaum oder kein Deutsch sprechen und bei der theoretischen Prüfung krachend durchfallen würden. Mehr als 150.000 von diesen „Autofahrern“ sollen bereits unterwegs sein. 

Der Prüfling bindet sich verdeckt unter der Kleidung eine Gürtelbinde um und bringt eine vernetzte Knopflochkamera an der Jacke an. Damit überträgt er einem Mittäter optisch die Fragen, die auf dem Prüfungsmonitor erscheinen. Dieser ermittelt parallel mit einem Führerscheinprüfungsprogramm die richtige Antwort und gibt diese dem Prüfling mittels eines „Knopfs im Ohr“ durch. So das, maßgeblich durch Araber-Clans betriebene neue Geschäftsmodell, über das jouwatch bereits Mitte Juli berichtete.Damals war bei einer Schleierfahnder der Grenzpolizeistation Kreuth ein 22-jährige Syrer mit just solch einem Manipulationsgerät entdeckt worden.

Strafbar ist der Prüfungsbetrug nicht, berichtet jetzt der Focus zum Thema. Wer erwischt wird, erhält eine Sperre von sechs Wochen, darf dann aber wieder zur Prüfung antreten.

Eine anderes Modell sei die Nutzung bereits vorab ausgefüllter, gefälschter Prüfungsbögen. Durch gezielte Indiskretionen geben Prüfer – mutmaßlich durch Geldgaben motiviert – vorher bekannt, welcher Bogen zur Prüfung verwendet wird. Dieser wird vorab ausgefüllt, dem Prüfling nach Aushändigung des entsprechend vereinbarten Geldbetrags ausgehändigt und dann wird er in die Prüfung geschickt. Damit es nicht zu sehr auffällt, werden kleine Fehler eingebaut, die aber zum Bestehen der Prüfung irrelevant sind.

Laut der Recherche des RTL-Formats „Extra“ würden so mehr als 150.000 Autofahrer auf Deutschlands Straßen unterwegs sein, die jedoch nicht annähernd den blassesten Schimmer von den hier geltenden Verkehrsregeln haben. Schwerpunkt dieses Betruges: Das ebenso dicht besiedelte wie stark migrierte Ruhrgebiet. (SB)

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