Totaleinbruch: 6,5 Millionen Euro Minus – Dem „Spiegel“ laufen die Werbekunden davon

Der Spiegel bricht bei der Auflage und den Werbeumsätzen ein. Foto: Screenshot

Der „Spiegel“ hat nicht nur journalistisch, sondern auch wirtschaftlich ein katastrophales Jahr hinter sich: Die Werbeumsätze sind um 11,4 Prozent eingebrochen. Einen solchen Absturz erlebte keine andere Publikumszeitschrift. Das Nachrichtenmagazin nahm in den ersten acht Monaten 6,49 Millionen Euro weniger als im Vergleichszeitraum des Vorjahres.

Das geht aus der sogenannten Nielsen-Analsye hervor, über die der Branchendienst Meedia berichtet. Der „Spiegel“, einst aufgrund der Anzeigenflut eine Gelddruckmaschine, fiel im Ranking der umsatzstärksten Zeitschriften von Platz 3 auf Platz 5 zurück. Offensichtlich haben nicht nur die Leser genug von der einseitigen, polemischen Meinungsmache, sondern inzwischen auch die Unternehmen. Zuletzt hatte das Magazin Horst Seehofer auf seinem Titelblatt als „Gefährder“ bezeichnet und damit mit potenziellen islamistischen Terroristen gleichgesetzt.

Obwohl auch der „Focus“ 4,3 Prozent seiner Umsätze verloren hat, zogen er und die „Bild am Sonntag“ am „Spiegel“ vorbei. Insgesamt setzte das Hamburger Magazin im Anzeigenverkauf nur noch 50,5 Millionen Euro um.

Die deutschen Publikumszeitschriften haben in den ersten acht Monaten des Jahres 2018 laut Nielsen durchschnittlich rund 3,2 Prozent ihrer Brutto-Werbeumsätze aus dem Vorjahreszeitraum eingebüßt. Der Spiegel ist der mit Abstand größte Verlierer – sowohl in Euro als auch in Prozent.

Vorn befinden sich die TV-Tageszeitungs-Beilage „rtv Plus“ und der „Stern“, der „nur“ 1,8 Prozent verlor. Danach folgen „Focus“, „Bild am Sonntag“ und auf Platz fünf der „Spiegel“. (WS)

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