Bayern-Wahl: Salvini lehnt Unterstützung der CSU ab – er hält zur AfD

Matteo Salvini (Bild:Twitter)
Matteo Salvini (Bild:Twitter)

Mit deutlichen Worten lehnt es der italienische Innenminister Matteo Salvini ab, seinem deutschen Kollegen Horst Seehofer (CSU) Wahlkampfhilfe zu leisten: „Ihr seid die Verbündeten meiner Feinde“, begründete er seine Haltung, ihm bei der Flüchtlingsfrage nicht entgegen kommen zu wollen und ihn somit im bayerischen Landtagswahlkampf auch nicht zu unterstützen. Im Wahlkampf halte er fest zu seinen „Freunden von der AfD“. 

Die Positionen dürften nun klar sein. Auch für Horst Seehofer. Italiens Innenminister und stellvertretender Ministerpräsident Matteo Salvini ließ laut eines Spiegel-Berichts Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) übermitteln, er werde ihm nicht durch freundliches Entgegenkommen in der Flüchtlingsfrage im bayerischen Landtagswahlkampf helfen. Dort gehöre seine Unterstützung voll der AfD.

Salvini zeigt sich laut dem Magazin überzeugt, dass nach heutigem Stand die Lega in Italien als klarer Sieger bei den 2019 stattfindenden Europawahlen hervorgehen und somit viele Abgeordnete ins EU-Parlament schicken werde. Seine Partei könnte nach letzten Umfragen auch bei Neuwahlen in Italien das Wahlergebnis vom März mit 17,4 Prozent auf mittlerweile rund 30 Prozent fast verdoppeln. Wie jouwatch mehrfach berichtete, erhält Salvini enormen Zuspruch aus der Bevölkerung, die ihn bei öffentlichen Auftritten frenetisch feiert.

Italiens Innenminister zeigt sich überzeugt, dass Europas politische Rechte erstmals eine Chance habe, die Europawahlen im nächsten Jahr zu gewinnen und die EU-Kommission zu übernehmen. „Wir stehen vor einer historischen Wende am Anfang des Weges zu einem anderen Europa“, so der streitbare Politiker. Er ist sich sicher: Anstelle des „Merkel-und-Macron-Europa“ werde ein „Europa der Nationen“ treten. (SB)

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