Sie fühlen sich angeblich nicht sicher: Ausländerverbände fordern Seehofer-Rücktritt

Horst Seehofer (Bild: shutterstock.com/Durch photocosmos1)
Der Sargnagel der CSU: Horst Seehofer, genannt "Drehhofer". (Bild: shutterstock.com/Durch photocosmos1)

Diverse Migrantenorganisationen, darunter der Bundeszuwanderungs- und Integrationsrat, haben in einem offenen Brief den Rücktritt von Bundesinnenminister Horst Seehofer gefordert. „In diesen Zeiten“ wünschen sie sich „ein deutliches Bekenntnis zur pluralen Republik“, heißt es. Für die Opfer von Migrantengewalt muss vor allem dieser Satz wie Hohn klingen: Sie würden von Seehofer gerne hören, dass sie sich um das Wohlergehen ihrer Kinder keine Sorgen machen müssten.

Außerdem müsse der CSU-Chef versichern, dass sich die Sicherheitsapparate „garantiert gegen alle Feinde der offenen Republik, Meinungsfreiheit und Demokratie stellen“. Der Vorwurf: „Das tun Sie leider nicht.“

Der Brief trägt die Überschrift „Nicht unser Heimatminister!“ Die Lobbygruppen schreiben: „Ein Heimatminister für alle Menschen im Land muss sich anders verhalten.“ Er sollte „die Gesellschaft nicht weiter spalten, sondern klar Haltung beziehen für die Grundwerte in unserem Land – oder abtreten und das Amt jemandem überlassen, der das tut.“

Ein Heimatminister für alle müsse „für die Sicherheit aller Menschen sorgen und die Bedrohung von rechts endlich ernst nehmen“, verlangen die Verbände. Wegen Seehofers Äußerung, die Migrationsfrage sei „die Mutter aller politischen Probleme“, schreiben sie: „Damit lassen Sie bewusst die Interpretation zu, wir seien das Problem.“ (WS)

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