Nun muss die tote Sophia auch noch vor der AfD beschützt werden!

Foto: Durch Azovtsev Maksym/Shutterstock
Foto: Durch Azovtsev Maksym/Shutterstock

Amberg– Drei Monate nach dem brutalen Mord durch einen marokkanischen LKW-Fahrer hat jetzt die 28jährige Studentin Sophia Lösche auf dem Katharinen Friedhof in Amberg ihre letzte Ruhe gefunden. „Den Trauergottesdienst hielt das Pfarrer-Ehepaar Susanne Wittmann-Schlechtweg und Andreas Schlechtweg aus Hallstadt bei Bamberg“. heißt es in einer Meldung von Tag24.

Wie schon in den vorausgegangenen Wochen kritisiert die Familie, dass Akteure der Gegenöffentlichkeit immer wieder den Mord an der Tramperin thematisieren und in einem Atemzug ähnlichen Fällen von Migrantengewalt stellen. So wurde Sophias Bild von Teilnehmern Demonstranten einer AfD-Demonstration durch die Innenstadt von Chemnitz getragen. Nach Angaben von Andres Lösche lautete der Tenor der Traueransprachen:

„Wir können, wir müssen sie nicht mehr beschützen. Nur vor einem noch (…): vor dem Missbrauch ihrer Geschichte und ihres Namens. Wenn ihrem Namen, wenn ihrer Liebe, wenn ihrer Haltung und ihrem Schicksal Gewalt angetan werden, weil manche meinen, damit Hass und Kälte verbreiten zu können – und menschenverachtendes Reden und Verhalten rechtfertigen zu können – ja, davor können und müssen wir sie schützen.“

Ähnlich hatte sich Lösche nach der Demonstration in Chemnitz geäußert: „Wir lassen nicht zu, dass das Andenken an unsere Sophia für ausländerfeindliche Zwecke missbraucht wird“

Wie Honig müssen solche Worte in den Ohren des Mannes klingen, der seit drei Monaten in Spanien in Untersuchungshaft sitzt, weil er Sophia mutmaßlich sexuell missbrauchte, ermordete und anschließend ihre Leiche verbrannte. (KL)

 

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