Der SPIEGEL: Die Gefährlichen

Max Erdinger

Der SPIEGEL, das Fachblatt für den passionierten Mehrwisser, schießt diese Woche mit seinem Titelbild den Vogel ab. Innenminister Seehofer ist abgebildet und wird dem Leser als „Gefährder“ angedient. Deutschland 2018: Lüge ist Wahrheit und der SPIEGEL ist der „Informierer“. George Orwell ist in Hamburg auferstanden.

Horst Seehofer ist alles mögliche, ein Zauderer zum Beispiel oder auch ein Umfaller. Sein Spitzname ist „Drehhofer“. Mit ein bißchen Mut hätte er wahrscheinlich als bedeutender Volksheld Eingang in die Geschichtsbücher finden können – und zwar auf ganz einfache Weise: Wäre er dabei geblieben, daß Wahrheit eben Wahrheit ist – und die hat er in lichteren Momenten durchaus öffentlich ausgeplaudert – , hätte er die Union gesprengt und den Kreuther Beschluß von 1976 spätestens im Jahr 2018 umgesetzt. Damals hatte Franz Josef Strauß mit einer Gültigkeitsdauer von drei Tagen die Trennung der CSU von der CDU beschlossen, ehe er zurückruderte.

Aber wie schon Strauß 1976, so stand auch Seehofer immer vor dem Problem, daß die parteipolitische Alltagsrealität mit der Wahrheit nicht allzu viel zu tun hat, sondern mit Interessen, durchaus mit sehr kurzsichtigen. Schießlich kochen auch in der CSU nicht wenige verdiente Funktionäre ihr persönliches Süppchen auf der Regierungsflamme. Einen Bruch der Koalition „wegen Seehofer“ hätten sie ihrem Parteihorst ziemlich übel genommen. Als CSU-Chef hätte er es fortan mit den materiell Düpierten in der Partei und deren ruinierten Zukunftsplänen zu tun bekommen. Warum soll er sich also das Leben selbst schwerer machen, als es ohnehin schon ist? Seehofer weiß sehr genau – und so hat er das unverblümt auch einmal in einem Fernsehinterview gesagt -, daß die Gewählten nichts zu melden haben – und diejenigen, die etwas zu melden haben, nicht gewählt worden sind.

Was ist ein „Gefährder“?

Der Gefährder ist zunächst einmal ein Neumodischer. Noch vor zehn Jahren war das Wort „Gefährder“ völlig unbekannt. Der „Gefährder“ ist aber auch ein Euphemismus. Früher hätte man ihn einfach einen „Gemeingefährlichen“ genannt. Die Gefahr als solche bezieht sich ohnehin immer auf ein Ereignis, das noch in der Zukunft liegt. Ein „Gefährlicher“ wäre eine Personenbeschreibung. Der „Gefährder“ hingegen ist einer, dessen Person im Augenblick nicht zur Debatte steht. Der „Gefährder“ ist nicht momentan ein Unmensch, sondern er könnte erst einer werden. „Gefährder“ soll also die Botschaft transportieren, daß wir einen Gemeingefährlichen nicht als solchen begreifen sollen, um keine Vorurteile zu haben. Schließlich ist noch nicht bewiesen, daß er gefährlich ist, es wird lediglich vermutet, daß er es werden könnte. Und zwar nicht wegen seiner Person als Teil von „die Menschen“, sondern wegen der potentiellen Tat. Das Wort“Gefährder“ ist also die Trennung der Person des potentiellen Täters von der potentiellen Tat. Der Gefährliche hingegen ist immer gefährlich, auch jetzt schon. „Gefährder“ verneint den Sinngehalt des Wortes „Gefahr“.

Wie konnte also Horst Seehofer zum „Gefährder“ werden? Das ist ziemlich einfach zu erklären: Weil die SPIEGEL-Redaktion ein Interesse daran hat, daß er so wahrgenommen wird, wohlwissend, daß der Rezipient das Wort nicht mit Gefahr ganz allgemein in Verbindung bringt, sondern mit einem potentiellen Terroristen. In dem Zusammenhang wurde der neumodische Begriff „Gefährder“ schließlich in den allgemeinen Sprachgebrauch eingeschleust. Der SPIEGEL insinuiert also,  der Innenminister sei ein potentieller Terrorist. Man scheint in der SPIEGEL-Redaktion davon auszugehen, der Leser sei nach jahrzehntelanger Lektüre des Hamburger Käseblattes ein derartiger Mehrwisser  geworden, daß  man ihm alles in seinen Mehrwisserschädel reindrücken kann, was einem kranken Redakteurshirn entsprungen ist.

Auf derselben Titelseite rechts unten ist ein Teaser zu lesen, der auf einen anderen Artikel im Heft hinweist: „Der Reiz des Sittsamen, eine Ausstellung feiert muslimische Mode.“ Sind sie nicht niedlich, beim SPIEGEL, diesem bauernschlauen Volksverarschungsblatt? Was für eine wohlwollende Formulierung! Das Letzte was ihnen dort eingefallen wäre, ist vermutlich folgender Artikelhinweis: „Der Zwang zum Sittsamen, eine Ausstellung feiert die Mode muslimischer Gefährder.“

Das hängt wahrscheinlich mit der korrespondierenden Kurzsichtigkeit der Redaktion und derjenigen der politischen Klasse zusammen. Genauso wenig wie die Einen, können sich die Anderen vorstellen, jemals für ihre unverschämten Lügen zur Verantwortung gezogen zu werden.  So viel steht aber fest: Der SPIEGEL-Redakteur von heute ist der Arbeitslose von morgen. „Do braux ka Brilln“, wie man in Franken sagt.

 

 

 

 

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50 Kommentare

  1. DER SPARGEL… Die Bekloppten dort nehme ich schon lange nicht mehr ernst!

    Zu Drehhofer: Nicht nur die Abspaltung ddr CSU aus der Koalition wäre wünschenswert, sondern Heißlufthorsti hätte auch endlich die Grenzen schließen können!
    Chance verpasst.
    Hoffentlich „danken“ es ihm die Wählerinnen und Wähler demnächst!

  2. Der SPIEGEL ist, unter Federführung des Salonmarxisten Augstein jr.,
    zu einem erbärmlichen, wöchentlichen, linksradikalen Kampfblatt
    verkommen. Mit seriösem Journalismus, in bester angelsächsischer
    Tradition, hat dies rein gar nichts mehr zu tun. Der verbliebene Rest
    an SPIEGEL-Lesern tut gut daran, sich weiter konsequent von diesem
    unappetitlichen Druckerzeugnis abzuwenden.

    • Ich nicht. Und viele Andere auch nicht!

      Die überleben nur noch durch Werbeanzeigen irgendwelcher Ministerien. Ich nenne das: Veruntreuung von Steuern!

  3. Wie Dr. Jekill & Mr. Hyde …

    „Wir haben oft gehört, daß, wenn wir die Lektionen der Geschichte nicht verstehen,
    wir verurteilt sind sie zu wiederholen.
    Lebt man in einer Welt, die auf Fakten gründet, dann verkörpert Glaube einen Sinn
    für die verbindende Vernunft wie auch einen Sinn für das verbindende Wohl.
    In einer Welt, die durch Unterhaltungsbestimmte Szenarien und biblischen
    Fundamentalismus erfüllt ist, sucht eine neue „Glaubensbewegte“ Perspektive
    zunehmend Zuflucht in endzeitliche Spekulationen, die sie durch eine Politik der
    Polarisierung, der Teilung und des Extremismus beschleunigen will.
    Im Antrieb, eine neue Welt zu suchen wird so jene bedroht, auf der wir leben.“
    Zitat vom Auslandskorrespondent und TV-Produzent Danny Schechter

  4. Der Spiegel – spiegelt sich selbst anscheinend – und damit seine Gesinnung und ist damit ein „Gefährder der Öffentlichen Meinung“,
    durch bewusste Propaganda als Psychische Kriegswaffe / Taktik – missbraucht er seine Funktion.
    Das sie sich selbst den Todesstoß versetzen – spiegelt diese Deutsche Medien- und Politik-Gesinnung wieder, die vom Volk
    anscheinden sich das selbe wünscht und verlangt, natürlich mit Hilfe von Invasoren, die als Gäste erscheinen sollen
    und die Nächstenliebe und die Großzügigkeit – das Herz der Deutschen böswillig ausnutzen und durchbohren wollen sollen.
    Darauf fallen natürlich nur „Gutmenschen“ und Indoktrinierte sowie Polit-Vasallen rein, weil sie selbst ihre Schein-Gutherzigheit
    nur anscheinend reflexiv benutzen = Selbst-Betrug, um besser zu scheinen als sie wirklich sind
    und blindlings einer Politik folgen, die das Deutschland und das Deutsche Volk zerstören wollen.
    Umvolken ist noch milde gesagt ein zu spottender Hohn für uns alle, die ihre Heimat lieben und zu Recht Angst haben müssen,
    nicht nur vor den fremden Tätern und sie als Mörder Mehrkills zu entarnen – sie sich selbst outen,
    sondern vor der eigenen Führungsspitze Mehrkills, die uns durch ihre Taten beweist, so sollte es nach ihren Gutdünken – wohl jeder tun,
    Selbstmord auf Befehl – lass die abmessern – freiwillig zum Opfer abstempeln, gib Dich hin …
    Diese Autoritätshörigkeit lässt sich nur mit sich selbst-bewussten und intelligenten Menschen = Deutsche – nicht durchsetzen,
    nicht ohne Widerstand – Gottseidank.

  5. Mit der Einfürung des Wortes „Gefährder“ will man vertuschen, daß man internaational geltendes Recht nicht anwenden will: „Laut Genfer Konventionen haben kriegführende Staaten das Recht, auf ihrem Staatsgebiet befindliche Angehörige fremder Staaten zu internieren, d. h. ohne Anklage auf unbestimmte Zeit gefangen zu nehmen. Im Falle einer
    Internierung werden die Betroffenen im Regelfall in sogenannte Internierungslager
    gebracht und bleiben dort unter Bewachung. Um die Internierung anwenden
    zu dürfen, müssen die Sicherheitsinteressen des betreffenden Landes
    bedroht sein. Im Rahmen des Neutralitätsrechts haben in einem bilateralen Konflikt auch neutrale Staaten die Möglichkeit, Angehörige kriegführender Staaten zu internieren.“ (https://de.wikipedia.org/wiki/Internierung) Das wäre anzuwenden, denn bekanntlich haben der IS und andere Islamisten der modernen, europäischen Welt den Krieg erklärt. Im Prinzip wäre das auch auf den Bürgerkrieg in Syrien anwendbar.

  6. Feiert der LÜGEL wieder mal neue ENDSIEGE® an der Ostfront, obwohl der Kanonendonner immer lauter wird ?

    Diese erbärmliche, stets durchschaubare „HALTET DEN DIEB !“-Masche aus Hamburg….

  7. Ein bisschen Wahrheit ist schon dran, denn #Seehofer gefährdete als #Gefährder die Kanzlerschaft der Patin, die so gerne das #Piratenlied singt: Die #CSU beauftragte führende Staatsrechtler mit dem Gutachten zum #Verfassungsbruch durch eigenmächtiges Handeln der Noch-Kanzlerin! Das viel eindeutig aus, trotzdem trat die #CSU wieder in die #GroKoII unter Merkel ein! Das hat was von #Tollhaus #Irrenhaus und #Realsatire https://www.n-tv.de/politik/politik_person_der_woche/Der-Richter-der-Kanzlerin-article16746101.html

  8. Man muss den „Spiegel-Titel“ nur lesen, wie unsere patriotischen Brüder und
    Schwestern in Mitteldeutschland.
    Natürlich ist auch Seehofer ein „Gefährder“, denn er wußte von di Fabio und anderen
    Verfassungsrechtlern, dass durch Rechtsbrüche der Kanzlerin das deutsche Volk
    einen erheblichen Schaden erleiden wird.
    Und trotz des Wissens um die Auswirkungen des Global Compact for Migration
    steuert er mit seiner CSU nicht entgegen.
    Somit gefährdet der Innenminister aktiv das Leben der Autochtonen auf der Strasse.

  9. Hier muss doch endlich mal ein Anwalt und der Staatsschutz einschreiten. Es ist nur noch unbegreiflich was diese links/grün versiffte Journaille für ein Gift verspritzt.

    • Nett nicht! Es würde immer noch ein dreckiges, marxistisches Blättchen bleiben!

      Aber der Name wäre zutreffender, das stimmt schon.

  10. Die sind bald pleite und das mit Recht. Ich freue mich drauf. Wenn Melanie Amman dann mit ner Kiste im Schietwedder steht, wird sie vielleicht erkennen, dass sie ihr Leben verschwendet hat.

    • Nein , das sind baldigst zukünftige Extremgefährdete ! Alleine dies würde zu einer 25%Reduktion führen . Wäre nötig !

  11. Wenn der Seehofer mal Rückgrat haben und diesen auch halten würde wäre es eine ganz andere Situation hier im Land, dann müsste nicht über Probleme reden. Ausserdem soll er der Brummskuh mal den Marsch blasen, aber auch das traut er mir nicht

    • Deswegen wurde er ja Politiker – und nicht etwa Ingenieur oder Chef einer großen Firma.

      Fremdgehen (und fremdschwängern) kann er auch gut.
      Ein total integrer Mann.
      Hahahaha.

  12. Das Wort „Gefährder“ wurde erfunden, damit Medien und Politik nicht ständig aussprechen müssen, dass es sich um knallharte Terroristen handelt. Ein „Gefährder“ ist ein Terrorist – Punkt. Dass der Spiegel nun Seehofer auf die gleiche Stufe mit muslimischen Terroristen stellt, ist selbst für dieses Schundblatt eine Bankrotterklärung. Die Sprache wurde in den letzten Jahren derart radikalisiert, dass man sich nur noch schämen kann. Die wirklich gefährlichen Migranten werden freundlich Gefährder, Geduldete, Heranwachsende etc. genannt. Deutsche, die ihr im Grundgesetz garantiertes Recht auf Versammlungsfreiheit in Anspruch nehmen, werden hingegen als Extremisten, Radikale und Nazis bezeichnet. In welcher Geschwindigkeit Merkel unser Land zerstört hat, ist unfassbar. Nur wenn die AfD bei der Wahl die absolute Mehrheit erringen würde, könnten wir noch gegensteuern. Das wird aber wohl nicht passieren, und wir alle sollten uns keinen Illusionen hingeben: das Deutschland, das wir kannten und liebten, gibt es nicht mehr. Einzige Möglichkeit ist noch, bestimmte Gebiete ausschließlich mit Deutschen zu besetzen bzw. mit Menschen, die sich dem deutschen Volk zu 100% zugehörig fühlen. Muslime nehme ich davon aus, denn die Realität beweist uns, dass es kaum moderaten Muslime gibt. Die wenigen Moderaten werden stets von der radikalen Mehrheit aufgewiegelt.

  13. Das Innenministerium sollte darüber nachdenken, ob man diesem staatsgefährdenden Hetzblatt nicht die Lizens entziehen sollte.
    Zumindest sollte der Staatsschutz schonmal ein Auge darauf werfen!

    • Das lohnt sich nicht. Der Spiegel hat seine Glanzzeit längst hiinter sich und verkommt mehr und mehr zum blossen Szeneblättchen, an dem sich höchstens noch altgewordene Sozen hochziehen.

    • So ist es; keinen grossen Aufwand mehr wegen dem „Schmierel“!!
      Taugt höchstens im Notfall – gut zusammengeknüllt – zum Hinten abputzen!

    • …nicht mal zum OFENANZÜNDEN, dieses vor Chemie triefende Hochglanzpapier ………… Hauptsache wöchentlich mit den neuesten CO2-Psalmen der KLIMA®-Sekte bedruckt………………

    • Vom „Sturmgeschütz der Demokratie“ zum „Kampforgan LINKS-Verstrahlter und Salon-Bolschewiken“ ists oftmals nur ein kleiner Schritt…………

    • Ja. Kampforgan … ;-)))

      „Marx – ist Opium für das Volk!“ ( Zitat von Moses Hess)

      Heute verteilt die SPD:
      Butterbrot-Dosen für den Sozialismus/Kommunismus/Marxismus!
      – aus Plastik (?), die die Lebensmittel kontaminieren und unsere Kinder
      Zukunft aufs Spiel setzen und damit eventuell unfruchtbar machen könnten,
      wurde das Plastik wirklich geprüft auf Schadstoffe = Gefährdung (?)
      oder sind sie aus Aluminium, die Dosen – welches als Nervengift (Alu)
      die Gehirnzellen angreifen und vergiften soll? Gefahr erkannt und geprüft?

    • Naja, NSDAP-Mitglied.
      .
      Im Irak waren ALLE Staatsangestellten – Polizei, Militär, Lehrer, öffentlicher Dienst, … – Mitglieder der Baath-Partei.
      Sonst hätten sie den Job nicht bekommen.
      .
      In DE war es so ähnlich.
      .
      Ohne Parteizugehörigkeit hatte man schlechte Karten.

    • Entschuldigung wofür?
      Glauben Sie, daß alle Baath-Mitglieder überzeugte Hussein-Fans waren?
      Glauben Sie, daß alle NSDAP-Mitglieder überzeugte Nazis waren?
      .
      Als ich vor 35 Jahren als Angestellter in den öffentlichen Dienst eintrat, MUßTE ich der Gewerkschaft beitreten.
      Glauben Sie, ich bin freiwillig dort Mitglied geworden?

    • Ja!

      Oder hat Sie jemand mit der Pistole am Kopf gezwungen?

      Opportunisten erzählen etwas von „nicht freiwillig“… Hahahaha!

    • Nein, bin ich nicht.
      Aber, sonst hätte ich den (Sonder-) Vertrag nicht bekommen.
      .
      Und schon Mitte der 80er hat sich abgezeichnet, daß es mit den goldenen Zeiten vorbei ist.
      .
      Wenige Jahre später, zu Beginn der 90er herrschte ein Riesenandrang auf Stellen im öffentlichen Dienst.

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