SPD: Tobsuchtsanfälle einer verzweifelten Partei

Wolfgang Hübner

Foto: Imago

Wenn die Umfrageergebnisse in Bayern und Hessen einigermaßen korrekt das Ergebnis der beiden Landtagswahlen im Oktober vorwegnehmen, dann kommen abermals sehr traurige Stunden auf die SPD zu. Immer mehr Deutsche sind nämlich der Auffassung, dieser Partei nicht mehr trauen und sie deshalb auch nicht mehr wählen zu wollen. Die hart arbeitenden Schichten des Volkes möchten keine Partei mehr unterstützen, deren Funktionäre jeden Kontakt zu den Realitäten der Mehrheit, insbesondere zu den sogenannten „kleinen Leute“, verloren haben. Und die einst sehr SPD-lastige Schickeria in den Medien und der Kulturindustrie wechselt mit wachem Opportunismus eilends zu den Grünen.

Was bleibt, sind die noch nicht zur Linkspartei abgewanderten Teile der Gewerkschaftsbürokratie, die Profiteure und Beschäftigte der Sozialindustrie sowie die fortlaufend wegsterbenden Altgenossen aus besseren Zeiten der SPD. Der Sargnagel für die Volkspartei, die keine mehr darstellt, ist allerdings die AfD. Denn für immer mehr Wähler aus dem SPD-Milieu gilt die AfD als einziges politisches Hindernis gegen jene Überfremdung Deutschlands, die von der SPD aktiv mitbetrieben wird. Es sind aber gerade bisherige SPD-Wähler, die mit den negativen Folgen dieser Entwicklung in viel näheren Kontakt kommen als diejenigen, die über die Parteischiene politische oder berufliche Karrieren gemacht haben.

All das ist oft genug beschrieben und analysiert worden. Doch die SPD-Spitze zieht daraus keine Konsequenzen, die ihre Partei retten könnte. Dazu sind die Elemente in der SPD bereits viel zu stark, die Teil der Umvolkung sind. So müssen die Nahles, Scholz, Schwesig und Co. ohnmächtig hinnehmen, lediglich Mehrheitsbringer für eine Kanzlerin zu sein, die nur deshalb noch im Amt ist, weil sie die Rückendeckung der Medienherrscher und der Besitzer- und Managerklasse des Industrie-, Handels- sowie des Finanzkapitals besitzt.

Wer keine politische Macht und Perspektive mehr hat, kann immerhin noch schreien, pöbeln, beleidigen und diskriminieren. Das haben die SPD-Bundestagsabgeordneten Kahrs und „Hundertprozent“-Schulz in der ersten Sitzung nach der Sommerpause in besonders abstoßender Weise getan. Kahrs offen menschenverachtend, Schulz mit der rundum lächerlichen Geste des historischen sehr verspäteten „Widerstandskämpfers“ gegen die drohende Machtergreifung der neuen NSDAP alias AfD. Es waren öffentliche Tobsuchtsanfälle von Verzweifelten, die der AfD schon deshalb nicht schaden können, weil nun selbst naivere Gemüter die ganze Schäbigkeit und Peinlichkeit dieser Auftritte erkennen können.

Es ist gleichwohl deprimierend, was aus der ältesten deutschen Partei mit zweifellos erheblichen geschichtlichen Verdiensten geworden ist. Das haben viele, die für diese Partei einst gekämpft, gearbeitet, gelitten und auch gestorben sind, weiß Gott nicht verdient. Doch die Zeit bleibt nicht stehen. Auch Parteien haben nur eine begrenzte Lebensdauer, die ab und zu durch Selbstmord noch verkürzt wird.

Was der SPD gerade widerfährt, das steht der CDU noch bevor. Allerdings wird deren irgendwann untergehende Führung die AfD nicht nur mit hirnloser Tobsucht belästigen, sondern mit Hilfe von Kapitalkreisen, Geheimdiensten und Verfassungsschutz in die Illegalität zu treiben versuchen. Die Vorbereitungen laufen bekanntlich schon. Aber das ist wieder ein anderes Thema.

Wandere aus, solange es noch geht!
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18 Kommentare

  1. Und ist Martin Schulz nicht ein Demokratiefeind?

    Martin Schulz, damaliger EU-Parlamentspräsident, zum Demokratiedefizit der EU

    „Wäre die EU ein Staat, der die Aufnahme in die EU beantragen würde, müsste der Antrag zurückgewiesen werden – aus Mangel an demokratischer Substanz.“

  2. Ist Martin Schulz nicht ein Krimineller? Ich las folgendes:

    Martin Schulz, sogenannter Sozialdemokrat, hatte Jahresbezüge von der EU von über 325 000 €. (Nur zu unter einem Drittel versteuerbar)

    Daneben kassierte er in Brüssel Tagesitzungsgelder von 304 €/Tag, aber dies an 365 Tagen = 110 600 €.( Steuerfrei)

    Als Journalisten mit M Schulz wegen seiner „365-Tage-Beschäftigung“ ein Interview-Termin machten, sorgte M Schulz dafür, dass ab 18.4.2014 KEINE 304 € am Tag an ihn gezahlt wurden. Wenige Tage VOR dem Interview.

    Ab dem 26.5.2014 erhielt M Schulz wieder die 304 € am Tag. Gerade mal vom 18.4. bis 26.5.14 griff dieser Schulz nicht zu, um den Journalisten sagen zu können, er habe für das Ende dieser Bezüge gesorgt.

    Quelle: „Kontrollverlust“, Seite 119, Autor Thorsten Schulte

  3. Die
    Neigung, sich für fremde Nationalitäten und Nationalbestrebungen zu
    begeistern, auch dann, wenn dieselben nur auf Kosten des eigenen
    Vaterlandes verwirklicht werden können, ist eine politische
    Krankheitsform, deren geographische Verbreitung sich auf Deutschland
    leider beschränkt.

    Otto Eduard Leopold Fürst von Bismarck
    (1815 – 1898)

  4. Brummbär brummt:

    Ach was, die Grossindustrie und das Kapital stehen nur so lange hinter der Merkel Partei,
    so lange es sich für sie rechnet ! Ich glaub,selbst den Bossen, ausgenommen vielleicht ein
    paar hirninfizierten Spinnern wie dem Käse Joe,wird langsam klar, dass die Merkel irrsinnig
    geworden ist und im Canon mit den Grentologen die Pest fürs Geschäft ist !
    Deren Angriffe auf die Autoindustrie und der versuchte Meuchelmord an der hochffektiven
    deutschen Energieindustrie verursachen diesen kleinen Onkel Dagoberts zunehmend
    Bauchgrimmen , im Geldsack !
    Wo bei uns Blut fliesst, rauscht bei denen Bargeld durch den Wanst !

  5. Die SchariaPD kann sich in den hauseigenen Presseorganden die über die DDVG gehalten werden noch so gutschreiben, trotzdem ist der Niedergang der SPD Parteiensterben in seiner schönsten Art!

  6. Nach der Bundestagswahl 2013, als sich die SPD anschickte, Koalitionsverhandlungen mit der CDU durchzuführen, schrieb ich in Richtung SPD:

    „Wer sich mit Merkel ins Bett legt wacht tot wieder auf.“

    Wer nicht hören/lesen will muss eben sterben.

  7. Naja, ist auch äußerst dämlich, als Deutsche Partei in einem deutschem Staat mit deutscher Wählerschaft antideutsche Politik zumachen. Dabei sich dann noch zu wundern, warum treue Anhänger reihenweise flüchten und sich das dann nicht erklären zu können grenzt schon an grenzenloser Dummheit. Aber so sind sie, unsere Sozis 😁😁. Ich bin sehr stolz auf euch, weiter so!!!

    • Nicht nur mit deutscher Wählerschaft sondern auch überwiegend deutscher Arbeitnehmerschaft, die stillhalten soll bei der Umverteilung von unten nach oben.

      Das kann nur noch schiefgehen, womöglich ist die SPD auch unterwandert, denn so dämlich kann eigentlich wirklich niemand sein.

  8. Eigentlich, ist damit Alles gesagt.
    Hinzufügen möchte ich noch, daß sich die ehemalige „Arbeiterpartei“ selbst, durch Skandale und Affären zur „Sharia Partei Deutschlands“ gewandelt hat. Außerdem hämmert sie, seit Wochen und Monaten, mit gesteigerter Tendenz, auf ihren erklärten Gegner herum. Die AFD, hält ihr, ebendiese Wandelung aufklärend vor. Die eigentliche Aufgabe, zu der sie sich ursprünglich mal bekannten (dem schöpferischen Volk zu dienen), wurde schon längst begraben.
    Stattdessen, verkommen sie mit Vebalaktionismus zur untersten Stufe der Redeakkrobatik.

  9. Brummbär schluckt.

    Mein Kommentar unten ist wieder in die falsche Rubrik gerutscht .
    Aber, alles,was ich über die CDU schrieb,passt auch auf die Restsozen !
    Ist eh nur ein Appendix

  10. Werden dem SPD-Konzern die Futtertröge streitig gemacht schlägt dieser um sich. Etwas mehr als 50 Mio. erhält die SPD über staatliche Parteienfinanzierung. Die Partei hält Beteiligungen an Zeitungen und Medien und an Abschreibungsprojekten. Dazu kommt der Drehtüreffekt für Politiker wie Clement u Schröder. Mit sozialer Verantwortung hat das nichts zu tun, wenn man gleichzeitig Gesetze auf den Weg bringt die zur Verarmung eines Großteils der Bevölkerung führt. Ich wünsche den Sozen was sie verdienen.

    • Es wurde auch Zeit, dass die SPD ihre „Verdienste bekommt“ oder wenigstens zur Kenntnis zu nehmen hat.

      Womöglich ist die Partei kurz vor der Selbstauflösung.

      Seit Jahren betreibt oder unterstützt die SPD eine Politik, die eine extreme Umverteilung von unten nach oben ermöglicht.

      Die durch Steinmeier erneut eingefädelte Beteiligung an der GroKo gibt ihr jetzt den Rest.

      Die SPD ist zum größten Steigbügelhalter für die Global-Player (frühere Heuschrecken) geworden.

      Die werteschaffende fleißige Bevölkerung wird an den Zuwächsen obwohl die Wirtschaft brummt, nicht mehr beteiligt.

      Die „Einschläge“ am Wahltag kommen immer näher.

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