Bayern-Wahl: CSU-Landtagspräsidentin verbietet Gespräch mit AfD und FDP

Landtagspräsidentin Barbara Stamm (CSU) (Bildarchiv Bayerischer Landtag)
Landtagspräsidentin Barbara Stamm (CSU) (Bildarchiv Bayerischer Landtag)

Bayern – Die dpa-Konferenz zur bayerischen Landtagswahl am kommenden Montag mit Spitzenpolitikern aller relevanten Parteien musste kurzfristig abgesagt werden. Hintergrund laut dpa ist, dass die bayerische Landtagspräsidentin Barbara Stamm (CSU) keine Diskussion mit FDP und AfD im Landtag gestattet. 

Einen Monat vor der Landtagswahl ist das einzige geplante Aufeinandertreffen der Spitzenkandidaten geplatzt. Das Podiumsgespräch mit Ministerpräsident Markus Söder (CSU) und den bayerischen Spitzenpolitikern von Grünen, AfD, SPD, Freien Wählern und FDP war für Montag, den 17. September bei einer dpa-Veranstaltung im Landtag in München vorgesehen.

Landtagspräsidentin Barbara Stamm (CSU) untersagte nun der AfD und der FDP kurzfristig den Zugang, weil beide Parteien derzeit nicht im bayerischen Parlament vertreten seien. Zuvor hatte Söder seine Zusage für ein Podiumsgespräch mit AfD-Beteiligung zurückgezogen. Zur Begründung verwies Söder auf die fremdenfeindlichen Ausschreitungen in Chemnitz, wo die AfD – laut Söder  – zusammen mit NPD und Pegida marschiert sein soll.

„Dass sich immer mehr Bürger von der CSU abwenden, verwundert nicht, denn das Vorbild der CSU ist statt Franz-Josef Strauß heute Vogel Strauß“, so der Landesvorsitzende der AfD, Martin Sichert. Markus Söder scheue jede Diskussion mit den politischen Gegnern. Ein Ministerpräsident, der nicht Manns genug sei, sich dem politischen Gegner auf offener Bühne zu stellen, sondern lieber den Kopf in den Sand stecke, sei kein würdiger Repräsentant für das stolze Bayern, so der AfD-Politiker weiter.

„Ob es an den desaströsen Umfragen der CSU liegt, dass der Landtagspräsidentin in der Woche vor der Veranstaltung plötzlich auffällt, dass FDP und AfD noch nicht im Landtag sitzen, ist reine Spekulation; sicher aber ist, dass es ein Schaden für die Demokratie ist, wenn man aus formalen Gründen einer wichtige Informationsveranstaltung für die Bürger so kurzfristig die Räumlichkeiten entzieht. Wir als AfD kennen diese Praxis leider zur Genüge und verurteilen sie zutiefst, denn die Demokratie lebt vom Schlagabtausch der Parteien und davon, dass die Bürger sich möglichst umfassend informieren können“. (SB)

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36 Kommentare

  1. Landagspräsidentin verbietet,,,,,,
    Zustimmung,wenn auch aus einen anderen Grund.Als Juniorpartner würde die AfD vom großen „Bruder“ nur zerfleischt werden, Beispiele aus Land-und Bundestag gibt es genug.
    Wenn die AfD einst eine Koalition eingehen sollte,dann nur als die Führente Partei,

  2. Wer in ein Parlament gewählt wird hat auch ein Mitspracherecht. Er vertritt einen Teil des Volkes. Das kann und darf niemand verhindern.

  3. Da wird 2 Parteien , die schon eingeladen waren , der Zugang verweigert?
    Na , DAS ist Demokratieverständnis in reinster Form !
    Die Dame Stamm soll dem Söder einen Maulkorb verpassen , dann kann der Brennsuppenschwimmer vor den LTW keine Wähler mehr vergraulen .
    Die AfD wird der kleine möchtegern „Kini“ nicht verhindern können und eine erkleckliche Anzahl Landtagsplätze opfern müssen.
    Glückauf AfD!!

  4. Soviel zum Thema „Man muß die AfD inhaltlich stellen!“…
    Wie denn, wenn bei der CSU (überhaupt bei den politischen Gegnern der AfD) alle den Schwanz einziehen und vor der Diskussion kneifen? Feiges Gesockse! Der Söder ist auch so ein kleiner Gerne-Groß.

  5. Ich freu mich auf den 14 Oktober, ab diesem Datum sitzt die AfD im bayerischen Landtag und sie Frau Stamm waren längste Zeit Landtagspräsidentin.

  6. Kinder…mit Schmuddelkindern spielt man nicht!!! Und wer Schmuddelkind ist, bestimmt immer noch die Mamma.

    Ich nenne das ein russisches und sehr lupenreines Demokratieverständnis.
    Barbaras Stamm-Hirn ist offensichtlich am verfaulen.
    Ich lach mich tot, die Stamm vertreibt ihre Stammwähler höchstpersönlich.

    Ein herzliches Dankeschön für die Entscheidungshilfe von einem AfD-Wähler.
    Und Barbara….weißt du…. du kannst ja nichts dafür. Menschen mit ohne Stamm im Hirn sind halt so. Aber jetzt sei wieder ein braves Mädchen und geh in deinen Käfig zurück.

  7. Solche Machtspielchen werden den CSU-Absteigern bald auf die Füße fallen.
    Die Stamm Bärbel ist am besten beim Franken-Fasching in Veitshöchheim aufgehoben!

  8. Hätte ich aufgrund des Fotos jetzt nicht gedacht, dass diese Frau in der Politik aktiv ist. Ich hätte sie in Richtung trachtentragende Landfrau (5-fache Mutter und stolze Hausfrau) vermutet, die bei Dorf- und Schützenfesten die Besucher mit selbstgebackenem Trockenkuchen für Stück 1 Euro beglücken („Wir sammeln für die Gemeindekirchenrenovierung“ oder „Jeder in unserem Flüchtlingsheim soll ein Tablet zur Verfügung haben“). So kann man sich täuschen!

    • Nein, in Bayern gibt es noch Regeln die noch eingehalten werden. Leider, weil sonst BuntEU/DE längst bleite wäre. Falls nicht bekannt, der Landtag ist für bereits gewählte Volksvertreter, Dort eine solche Veranstaltung durchführen zu wollen ist bereits eine Anmaßung!

    • Wer glaubts…
      Ist es aber keine Torheit(Kalkül), solch eine Veranstaltung zu planen, in einer Gewissheit und von vornherein geplant, die aus vorgeschobenen Gründen dann platzen zu lassen?

  9. Die Machthaber füllen den Raum ,wo sie aktiv sind, mit dem immer intensiver werdenden Geruch ihres Angstschweißes.

  10. Jaja die Barbara Stamm. Mei sie wäre halt gar so gern Bayrische Ministerpräsidentin geworden. Naja, der Söder ist ja bald weg und da muss ma scho a bisserl auf den Tisch hauen, auch wenn´s der falsche Tisch ist.
    Barbara, trink a Mass Bier und des werd scho nu wern als Söder Nachfolgerin……oder a net.

  11. Söder wird es ebenso ergehen wie einst Dr. Günther Beckstein der lediglich von Oktober 2007 bis Oktober 2008 Bayerischer Ministerpräsident war. Ein typischer bayrischer Schachzug damals.
    1. Akzeptieren die Bayern keinen Evangelen, noch dazu aus Nürnberg. Sieh Beckstein, und
    2. Wird Söder von seiner eigenen Machtgeilheit erdolcht werden, so wie es im Freistaat Bayern Usus ist.
    3. Ist Söder zu sehr mit seinem Macht Erhalt beschäftigt, als dass er bayerische Politik macht.
    4. Akzeptieren die Bayern keinen so jungen und unerfahrenen Spund wie Söder, als Ministerpräsident. Zumal ihm die AfD mit bayrischer Sturheit in die Knie zwingen wird.

    Das einzige was die CSU retten könnte, eine Koalition mit der AfD einzugehen. Seehofer hätte der Merkel eine bayrische Rennfotzen gegeben, von der sie sich NIE vergessen würde.

  12. Einfach nur erbärmlich dieses Schauspiel. Ich hoffe die Wähler in Bayern werden diese Inszenierung gebührend honorieren.

  13. Söder versteht nicht, was vorgeht. Seine gesamte politische Karriere beruht auf der ewigen, in Bayern quasi natürlichen katholisch-konservativen Herrschaft der CSU und auf seinem eigenen Talent zur Intrige und zum zuverlässigen Abliefern gefälliger Floskeln. Sein Machtinstinkt lässt ihn aber nun im Stich. Er begreift nicht, wie angekotzt das deutsche Volk ist.

    • Er ist tatsächlich eine Enttäuschung und Spiegelbild der inneren Zerissenheit der CSU. Ausser AfD Bashing keine Argumente. Ehrlich wäre gewesen, die CSU auszurichten und die Koalition nicht einzugehen.

  14. Mein Gott müssen die einen Schiss haben sich der AfD zu stellen !
    Dabei labern diese Pharisäer doch immer das sie sie doch mit „Argumenten“ stellen würden.
    Scheinbar haben die außer Macht und Geldgier kein einziges Argument gegen die AfD.

    Ich würde mich tot lachen wenn es nicht so Ernst wäre !

    • Genau so ist das.Argumente haben diese Heuchler der Systemparteien keine.Von den kommt nur Nazi ,Antidemokraten aus ihren Hasszerfressenden Gehirnen.Man sieht es doch an der Aussage von Schorschi.AfD ist radikal und Staatszersetzend.Das sagt der richtige.Staatszersetzend ist Merkel und all Ihre Speichellecker.

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