Intimrasur: Das Aussterben der Filzläuse

Max Erdinger

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Entlausung ist schlecht für die Artenvielfalt (Foto: Pixabay)

Hier wieder eine jener Meldungen, die man unmöglich unkommentiert lassen kann.

Die dts-Nachrichtenagentur meldet:

Berlin  – Die Filzlaus ist durch den Trend zur Intimrasur vom Aussterben bedroht. „Erst schuf der Mensch ihnen im Lauf seiner Entwicklung ein Biotop – nun rottet er sie mit der trendigen Abholzung der Schamhaarwälder wieder aus“, sagte der Direktor des Rotterdamer Naturkundemuseums, Kees Moeliker, der Wochenzeitung „Die Zeit“. Aus diesem Grund versucht Moeliker, dem Artentod mit seinem Museum konservatorisch etwas entgegenzusetzen: Er sammelt Objekte aus aller Welt: „18 Spendenexemplare haben wir bereits zusammen, davon fünf aus privater Hand“, so Moeliker.
Wenn Moeliker vor der „drohenden Intimrasur-Katastrophe“ warnt, hat er allerdings die ganze bedrohte Flora und Fauna im Blick. Auf diese Weise erhöhe er „das Bewusstsein für die Zerstörung von Lebensräumen“. Denn es sei ein Leichtes, damit eine Analogie etwa zur Abholzung von Bambuswäldern und der damit einhergehenden Vernichtung der Pandas zu vermitteln: „Junge Museumsbesucher mögen die Filzlausgeschichte – weil sie unter der Gürtellinie stattfindet. Und die Alten lachen – weil sie nostalgische Gefühle weckt.“ Berühmt geworden ist Kees Moeliker als „Der Entenmann“. In einem wissenschaftlichen Artikel hatte er einst als erster über homosexuelle Nekrophilie unter Stockenten publiziert. Diese Arbeit brachte ihm den Ig-Nobelpreis ein.“

Kommentar:

Aufopferungsvolle Zeiten brechen an für grünliche Öko- und Biomenschen. Die Filzlaus muß gerettet werden, weil Artenvielfalt jedweder Art das Beste ist. Das heißt für Deutschlands Allerbeste nicht nur, sich die selbstkonstruierten Geschlechtsteile nicht mehr zu rasieren, sondern der arterhaltenden Nachhaltigkeit wegen auch, sich „untenrum“ nicht mehr so häufig zu waschen, was wiederum für Fische & Frösche schön ist, da sie nicht mehr in so viel seifigem Abwasser schwimmen und herumquaken müssen.

Da wird die Wäscheklammer für die Nase bald zum romantischen Accessoire beim Anbaggern. „Ich würde dich gerne näher kennenlernen, Constanzia-Clementine. Hier eine hübsche Wäscheklammer in pink für dich. Ich habe eine blaue.“

Noch etwas anderes Gutes hat der Verzicht auf jegliche Intimhygiene: Bedrohte Pilzarten bekommen neben der Filzlaus ebenfalls eine zweite Chance – und die Baumknutscher würden endlich so riechen wie sie reden, kurz: „authentisch rüberkommen“. Der Wähler schätzt Glaubwürdigkeit über alles. Wer glaubwürdig ist, kann mit Leichtigkeit die Gleichstellung von schwulen und nekrophilen Stockenten mit normal heterosexuellen Filzläusen durchs Parlament peitschen. Weil außer ihm eh keiner mehr dort ist.

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12 Kommentare

  1. „18 Spendenexemplare haben wir bereits zusammen, davon fünf aus privater Hand“, so Moeliker.

    Wieso eigentlich „aus privater HAND?“…

  2. Ich weiß gar nicht, was dieser Moeliker hat!

    Ich kann zumindest hierzulande nichts vom Aussterben der Filzläuse erkennen. Wenn ich durchs Nachbarstädtchen fahre, sehe ich jede Menge Filzläuse. Sie kommen aus dem dort gelegenen Asylantenheim. Neulich gab es auch eine medial gehypte, regelrechte Explosion der Filzlauspopulation in Chemnitz, die eindrücklich damit geschäftigt war, die eigene Art zu feiern. Sie tobten zusammen unter dem Motto „Wir sind mehr!“ vor einer Bühne, auf der ebenfalls vollgesogene Filzläuse und andere Parasiten ihre schändlichen Liedchen trällerten! Sehe ich in den Bundestag, sehe ich sogar vielfältige Arten von Filzläusen. Da sehe ich rote, grüne, blutrote und gelbe Filzläuse. Ich sehe sogar eine fette Filzlauskönigin, die viele, viele Eier legt! Also so schlimm kann es dann also nicht stehen um die Fizlaus.

    MfG

    Marc Abramowicz

    • Filzläuse? Wegen Wasserknappheit und den daraus resultierenden Probleme mit der Hygenie ist die Intimrasur zumindest bei Frauen in Afrika weit verbreitet. Wie sich das mit den Männern verhält weis ich nicht. Ich sah mal eine Dokumentation über einen Deutschen der nach Afrika ausgewandert ist. Er hat dort eine Frau geheiratet die schon mehrere Kinder hatte. Soweit so gut, dann erzählte die Frau wie es sich mit der Hygenie unten rum verhält. Wenn die Frau das erste mal ihre Menstruration bekommt werden in einem Tongefäß Kräuter verbrannt und die Frau setzt sich auf diesen Topf und räuchert sich praktisch unten rum aus. Von diesem Zeitpunkt an wäscht sich die Frau nie wieder in ihrem Leben da unten. Ich war schockiert als ich das sah und etwas geekelt hab ich mich auch. Aber andere Menschen andere Sitten.

    • Hallo Herr Priess

      An dieser Stelle sollte der sich übergebende Smiley, ausgedrückt im neuesten Neudeutsch auch „Emoticon“ genannt stehen, der sich aus tiefster Magengrube übergibt. Uärrks…!

      MfG

      Marc Abramowicz

  3. Warum, werde ich hier nicht sagen. Aber ich weiß, daß ganz besonders im muslimischem Raum die Filzläuse sehr verbreitet sind.

  4. Da können die Filzläuse sich doch über die Netzfeministinnen freuen.
    Die Netzfeministinnen propagieren doch über zig Kanäle, dass Frau sich nirgendwo mehr rasieren soll, also nicht nur im Schambereich, sondern auch unter den Armen und an den Beinen alles sprießen zu lassen, um sich nicht zum Objekt zu machen.
    Da wird es doch genügend neuen Lebensraum geben. 🙂

  5. „Wer glaubwürdig ist, kann mit Leichtigkeit die Gleichstellung von
    schwulen und nekrophilen Stockenten mit normal heterosexuellen
    Filzläusen durchs Parlament peitschen. Weil außer ihm eh keiner mehr
    dort ist.“

  6. Hier läuft der Artikel unter Satire, unter was läuft er bei der Zeit hinter der Bezahlschranke? Da die Zeit sich mittelweile zu einem reinen Dachschaden-Indikator entwickelt hat, ist es nicht unplausibel wenn die das wirklich erst nehmen.

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