Geld spielt keine Rolle: Öffentlich-rechtlicher RBB residiert im Walddorf Astoria

Nobelhotel Waldorf Astoria in Berlin (Bild: shutterstock.com/Von 360b)
Nobelhotel Waldorf Astoria in Berlin (Bild: shutterstock.com/Von 360b)

Bei acht Milliarden Euro Zwangseinnahmen jährlich muss sich der öffentlich-rechtliche Rundfunk nicht in Sparsamkeit üben. Deshalb hat der öffentlich-rechtliche Sender RBB auch keinerlei Skrupel, die Teilnehmer einer ARD-Intendanten-Tagung im Berliner Nobelhotel Walddorf Astoria unterzubringen. 

343 Euro für eine Hotelübernachtung? Das ist das derzeit günstigste Angebot im Waldorf Astoria, eine sehr feine, sehr teure Fünf-Sterne-Adresse in Berlin. In diesem Nobelschuppen gastierten die Teilnehmer einer ARD-Intendanten-Tagung. Angeblich standen für die Tagung wegen eines Wasserschadens keinen eigenen Räume beim gastgebenden RBB zur Verfügung. Und ein günstigeres Hotel war wohl gerade nicht zu finden. Die Rechnung für das ARD-Treffen trage der RBB, heißt es dazu im Tagesspiegel. Wahrheitsgemäß muss es aber lauten: Der Beitagszahler, dem dieses Geld zwangsweise abgepresst wird, bezahlt die Party.

Maßlosigkeit im Umgang mit den Zwangsgebühren der Beitragszahler

Klar: Intendanten, die zu erforderlichen Konferenzen zusammenkommen, sollen nicht im Hostel schlafen müssen. Aber hier zeigt sich einmal mehr die Maßlosigkeit im Umgang mit den Zwangsgebühren der Beitragszahler, so der Berliner AfD-Abgeordnete Ronald Gläser.  Er habe deshalb am Mittwoch in der Sitzung des Medienausschusses des Berliner Abgeordnetenhauses den Senat gefragt, wie er das findet.

Staatssekretärin Sawsan-Wir-müssen-radikaler-werden-Chebli (SPD) beantwortete Gläsers Frage mit einem knappen: „Dazu kann ich nichts sagen.“ Nun gut, die Nachricht war recht neu für Chebli – der Tagesspiegel veröffentlichte sie am Montag. „Wir hatten sie daher auch nicht vorher eingereicht“, so Gläser, der ein winziges „Der Senat erwartet einen sparsamen Umgang mit den Rundfunkgebühren“ als angemessen erwartet hätte.

Geld des Steuerzahlers, dem es in der Tasche immer schmerzlicher fehlt

Wie der Tagesspiegel weiter mitteilt, ging es dann am Montagabend zum Dinner beim Regierenden Bürgermeister Michael Müller (SPD). Das sei so Sitte, dass Intendanten und gegebenenfalls Gremien vom jeweiligen Regierungschef eingeladen werden. Die Kosten werden geteilt – und die ARD spart mal wieder, so die Milchmädchenrechung.

Denn: weder Genosse Michael Müller noch die öffentlich-rechtliche Anstalt der ARD hat irgendwelches eigen erwirtschaftete Geld, das zu sparen wäre. Das Geld, das hier mit vollen Händen unter den Bücklingen verteilt wird, ist das Geld des Steuerzahlers, dem es in der Tasche immer schmerzlicher fehlt. (SB)

 

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