Der „Tag der Zivilcourage“ führt sich selbst ad absurdum

Andreas Köhler

Nikolai Nerling: Wer hätte das gedacht? Sie wollen mich nicht dort haben!“

 Die Veranstaltung nennt sich „Tag der Zivilcourage“, das Motto: „Besser miteinander leben“. Doch Zivilcourage für „Deutsche“ und ein Miteinander mit derartigen Subjekten dürfe es nicht geben. So etwas sei „gefährliches“ „Gedankengut“. Ein aufschlussreiches Telefongespräch zwischen „Volkslehrer“ Nikolai Nerling und dem Veranstalter. Antideutsche Hetze statt „Miteinander“ und „Zivilcourage?

Von Nikolai Nerling kann man halten, was man will. Einige halten ihn für eher naiv und zu lieb, anderen geht seine „Rechts-Links“-Debatte auf den Keks, andere wiederum nervt sein Kultur- und Geschichtsinteresse, dass auf sie wie „Deutschtümelei“ wirkt,  die er in seinen YouTube-Videos mehr zur Schau stellt, als Klartext zu reden.

Jeder hat seine ganz persönliche Art und Weise und jeder seine Sichtweise – doch eines ist gewiss: Nerling ist ein aufrechter Deutscher mit Zivilcourage, ein unlängst Aufgewachter, der – wie viele andere auch – erkannt hat, dass in unserem Land etwas nicht mehr mit rechten Dingen zugeht. Zudem ist er aufgeschlossen, offen und gesprächsbereit, wie er dies unter anderem in seinem Telefonat mit dem Veranstalter vom „Tag der Zivilcourage“ eindrucksvoll unter Beweis stellt.

Seine persönliche Zivilcourage zeigte Nerling unter anderem, als er auf einer politischen Veranstaltung eine als „scheinheilig“ empfundene „Schweigeminute“ mit den Worten: Ich schweige nicht! Was hier geschieht ist Unrecht und eine Heuchelei!“ unterbrach. Nachfolgend wurde er dann quasi wie „Jesus“ „gekreuzigt“ bzw. geächtet sowie von linksradikalen Aktivisten angegriffen und bedroht. Sein Auto wurde vollständig zerstört und er verlor schließlich seinen Job als Grundschullehrer, da das aktuell vorherrschende System wissentlich keine andere Meinung als die des links-grünen Mainstreams duldet.

Totalitarismus nennt man das – eine alternative Form wäre theoretisch die Demokratie. Doch die besteht seit 2015 praktisch nur noch auf dem Papier, ebenso der sogenannte „Rechtsstaat“. Wahlen sind aktuell NOCH möglich, doch die einzige relevante Opposition wird unter direkter persuasiver und manipulativer Beeinflussung der potentiellen Wähler über die System-Medien verleumdet, diskreditiert und vehement bekämpft – mit Staatsmitteln auf Kosten der Steuerzahler und sogar mit körperlicher Gewalt, welche die einheitlichen System-Parteien allein dadurch gutheißen, dass sie Anschläge auf Andersdenkende, Kritiker und Oppositionelle schlichtweg dulden – wie damals eben vor 1945 – nur mit dem Unterschied, dass sie das selbst nicht (mehr) merken.

Hinzu kommt, dass sich das System sogar eine eigene Schläger-Truppe, die sogenannte „Antifa“ unterhält, nicht offiziell, aber letztendlich geduldet und in vielerlei Hinsicht unterstützt, insbesondere von den Linken, der SPD und den Grünen. Was verbirgt sich dahinter? Es sind junge radikale Linksfaschisten und Regime-Mitläufer, die sich zur Tarnung oder lediglich aus Dummheit oder vielleicht auch Unwissenheit durch mangelnde Bildung schizophrenerweise sogar „Antifaschisten“ nennen. Oder weil sie wissen und darauf setzen, dass es noch weitere Dumme und Ungebildete gibt, die dieses Gegenteil dann sogar glauben. Ganz nach dem Motto: Gib der Schlange einfach einen anderen Namen, dann wird sie von den Dummen gefüttert.

Dies musste auch Nerling, der stets den Diskurs sucht und bei allen Widrigkeiten offenbar stets freundlich, ruhig und gelassen bleibt, schmerzlich erfahren. Nikolai Nerling, der auch durch diverse andere öffentliche Aktionen für seine „Zivilcourage“ als sogenannter „Volkslehrer“ – so der provokative Name seines YouTube-Kanals – bekannt ist, versuchte nun ein Experiment:

Er rief beim politisch motivierten Veranstalter des am 19. September 2018 in Berlin stattfindenden „Tag der Zivilcourage“ unter dem Motto „Besser miteinander leben“ an und bot – weil er sich selbst als „unterdrückten Deutschen“ sieht – seine aktive Unterstützung und Gesprächsbereitschaft an. Die Veranstaltung spreche ihn ausgesprochen an und er wolle etwas Konstruktives dazu beitragen. Nerling fühle sich nämlich selbst auch diskriminiert – und zwar von sogenannten „Linken“, die mittlerweile die Deutungshoheit im Lande haben.

Doch sein telefonischer Gesprächspartner vom Veranstalter-Team hat seine ganz persönliche und zudem etwas merkwürdige Definition von „Zivilcourage“ und lehnt schockiert ab. Sich diskriminiert zu fühlen, beziehe sich nach Auffassung des Veranstalters nur auf Nicht-Deutsche (darunter natürlich auch sogenannte „Linke“, die sich als Nicht-Deutsche fühlen bzw. sich vom Deutschsein und von Deutschland als Kulturnation distanzieren).

Sich auch für „Deutsche“ einzusetzen und diesbezüglich auch noch „Zivilcourage“ zu zeigen, passe nicht ins Konzept der Veranstaltung. Nein, sich für „Deutsche“ einzusetzen, käme nicht in Frage. Ein solches „Gedankengut“ könne man nicht teilen. Mit Menschen, die sich als „Deutsche“ (= “Nazis“) verstehen, könne man nicht zusammenarbeiten, da dies angeblich „Unterdrücker“ seien und Nerling, weil er ausgerechnet für die bösen Deutschen Partei ergreift, automatisch dazugehöre. Zwischenfazit: Wer sich für die Interessen der sogenannten „Deutschen“ einsetzt, gehört automatisch zu den sogenannten „Unterdrückern“.

Nerling widerspricht: Er wolle, dass es auf der Welt friedlich zugehe und dass er – ebenso wie andere „Deutsche“ – natürlich niemanden ausbeuten – und auf Kosten anderer leben – wolle. Der Veranstalter widerspricht und meint, dass diese „Ausbeutung“ eine ganz natürliche Konsequenz sei. Dazu führt er das Beispiel der „Waffenexporte“ an. Nerling kontert: „Also ich habe noch keine Waffen exportiert. Ich weiß nicht, ob SIE das schon gemacht haben?“

Nerling erklärt, dass er sich den Diskurs und damit ein Miteinander wünsche – so sei ja schließlich auch das Motto: „Miteinander leben“. Zugleich beklagt Nerling den Hass auf Deutsche, den man unter anderem zum Beispiel anhand der vielen linken Hass-Aufkleber, die in Berlin überall hängen, sehr deutlich sehe. Dort ginge es ganz massiv gegen „Deutsche“.

Nerling nehme Hass wahr – und dagegen wehre er sich. Ebenfalls wehre er sich dagegen, dass Deutsche, die sich als „Deutsche“ sehen, automatisch als „Nazis“ oder „Rechts-Populisten“ bezeichnet werden, denen man nicht zuhören wolle. Doch das große „Schweigen“ helfe nicht, ebenso nicht die reine „Zurschaustellung von Betroffenheit“, nur um lediglich  sein Gewissen zu beruhigen. Nach Nerlings Auffassung sei dies reine „Heuchelei“!

Als Grundschullehrer erklärt Nerling dann provokativ, dass er „rechtsradikal“ sei, weil dies in Wirklichkeit bedeute: „Dem Recht zugewandt, dem Recht entsprechend, folglich aufrecht und gerecht“ und das Wort „radikal“ eigentlich „von der Wurzel her“ bedeute.

Nerling erklärt, dass die eigentliche Wortbedeutung oft verdreht würde und sich die falsche Deutung in den Köpfen der Rezipienten mittlerweile als etwas Negatives festgesetzt habe. Er sei jedoch „von der Wurzel her für das Gute“ und wünsche sich „tiefgehende Lösungen“ für die Probleme auf der Welt – und nicht einfache und kurzsichtige Scheinlösungen nach dem Motto: „Grenzen auf, kommt alle her!“.

Der Veranstalter antwortet, dass er das alles nicht verstehe. Wie auch: Sein Weltbild scheint eher begrenzt zu sein und fokussiert auf: Offene Grenzen für alle! Zudem dürfe man das Motto „Miteinander leben“ gemäß der Sichtweise des Veranstalters folglich nicht wörtlich nehmen. Dies beziehe sich lediglich auf „kulturelle Vielfalt“. Anderes bzw. alles außer sogenannter „Trans-Kultur“ – sei „gefährlich“.

Dieses massiv external fokussierte Gesellschaftskonzept, das es seit 1997 gibt – und welches der Ideologie der sogenannten „Linken“ entspricht, plädiert für die Teilhabe aller, egal aus welcher nationalen Kultur sie kommen. „Transkulturalität“ sei die Begegnung und Teilhabe unterschiedlicher und sogar gegensätzlicher Kulturkreise als Konsequenz zur Verwischung und Aufhebung der Grenzen.

Demnach könne sich als Resultat letztendlich jeder überall das nehmen, was er will, ohne dafür etwas leisten – und auch nur einen Finger krumm machen – zu müssen – wobei sich das „Nehmen“ aber natürlich nur auf „Ausländer“ ferner und möglichst entgegengesetzter Kulturen beziehe und das „Geben“ auf die berufstätigen Deutschen, die dafür arbeiten sollen.

Gegner derartiger Konzepte nennen das Phänomen „Parasitismus“, während sie die in diesem Bereich Agierenden „Parasiten“ nennen, die ohne derartige – politisch unterstützten – Konzepte letztendlich genauso arbeitslos wären wie Nerling, der seinen Job als Grundschullehrer verloren hat, weil der derartige Konzepte eher nicht gutheißt und deren „Verlogenheit“ anprangert, obgleich dahinter doch eigentlich – zumindest dem ersten Anschein nach – eine menschlich positiv zu wertende Absicht steckt, oder etwa nicht?

Was Nerlings telefonischer Gesprächspartner offensichtlich ebenso wenig verstehen kann, ist Nerlings Bestreben zur Pflege deutscher „Kultur“, die es allein laut SPD ja eigentlich angeblich gar nicht gibt bzw. aus Gründen der „politischen Korrektheit“ nicht geben darf. Zur Veranstaltung „Tag der Zivilcourage“ unter dem Motto „Besser miteinander leben“ ist gemäß den telefonischen Aussagen des Veranstalters zu sagen:

Teilnehmen dürfen angeblich nur jene, die sich diskriminiert fühlen, sich aber nicht als „Deutsche“ verstehen. Nicolai Nerling wünscht sich jedoch den gleichen Respekt für SEINE Sichtweise der Dinge als bekennender sogenannter „Deutscher“, der er doch schließlich ist. Ebenso wünscht er sich Verständnis dafür, dass er sich für deutsche Kultur einsetze und er sich als „Deutscher“ diskriminiert fühle. Um dies zu veranschaulichen, nennt er Beispiele.

Doch dem Veranstalter erscheint dieses – aus seiner Sicht offenbar „peinliche“ und im Kontext der „politischen Korrektheit“ mittlerweile „verbotene“ – Bekenntnis zu Deutschland und zum „echten“ Miteinander offenbar mehr als unangemessen. Schließlich leben wir längst in einem System, dass sich vom „deutschen“ Bürger immer mehr abkoppelt, diese Abkopplung von den „deutschen“ Bürgern sogar öffentlich propagiert und andere Ansichten ächtet und bekämpft. Der Veranstalter ist Teil dieses Systems und man spürt förmlich wie er sich bemüht, seine Abneigung gegenüber derartigen Aussagen, die aus seiner Sicht vermutlich in ein Lager oder direkt auf den Scheiterhaufen gehören, tunlichst zu unterdrücken und die Contenance zu wahren.

Dennoch nimmt Nerlings Gesprächspartner dessen Ansichten und Wünsche zum Anlass, das Gespräch zu beenden. Nerling habe angeblich nicht verstanden, was „Diskriminierung“ sei und woher der neue Wind weht. Der Veranstalter weiß es jedoch, denn er hat seine ganz eigene fragwürdige Definition. Auch nicht schlecht!  Letztendlich sorgen derartige Selbst-, Neu- und Umdefinitionen immerhin dafür, dass er dadurch ein finanzielles Auskommen hat und er – wie viele andere Aktivisten in der sogenannten Asylindustrie – gut davon leben kann.

Zum Schluss holt Nerling zum Paukenschlag aus, bezeichnet sich schlussfolgernd selbst sogar wortwörtlich als „“Nazi“ (denn so wird es ja immer dargestellt), der sich immer mehr diskriminiert fühle, auch durch die Aussagen des Veranstalters der Multikulti- und Asylindustrie.

Unter Wahrung der Contenance teilt Nerling dem Veranstalter abschließend mit, dass er letztendlich der Auffassung sei, dass es bei der besagten Veranstaltung eher um „antideutsche Hetze“ gehe, als um ein echtes und ehrliches „Miteinander“ und entsprechende „Zivilcourage“ z.B. im Umgang mit der unterdrückten Wahrheit und den Problemen in unserem Land. Dies sei für ihn die Quintessenz. Nerlings Fazit: „Wer hätte das gedacht? Sie wollen mich nicht dort haben! Geht doch mal dort hin zum Tag der Zivilcourage!“

Zum Video bzw. Nerlings Telefonat mit dem Veranstalter vom „Tag der Zivilcourage“ bei

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