Wahlfälschung aufgedeckt: Schwedendemokraten bekommen zunächst ein Mandat mehr

Schweden nach der Wahl (Foto: Shutterstock)
Schweden nach der Wahl (Foto: Shutterstock)

In zunächst einem schwedischen Wahllokal ist eine so grobe Wahlfälschung aufgedeckt worden, dass die Schwedendemokraten landesweit ein Mandat mehr erhalten. Offiziell heißt es, es habe einen „Übermittlungsfehler“ gegeben. Angeblich seien die Ergebnisse der Landtags- mit den gleichzeitig stattfindenden Reichstagswahlen „verwechselt“ worden.

Diese „Verwechslung“ ist aber so erheblich, dass sich die Korrektur in einem einzigen Wahllokal nördlich von Göteborg auf ganz Schweden auswirkt. Das Mandat, das nun an die Schwedendemokraten geht, verliert die Zentrumspartei, die rund acht Prozent der Stimmen erreichte. Ihre Vorsitzende wird als neue Ministerpräsidentin gehandelt. Sie könnte eine Kompromisskandidatin werden, da weder der rot-rot-grüne Block noch die Mitte-Allianz aus vier Parteien, zu der das Zentrum gehört, am Sonntag eine Mehrheit erzielen konnte. Beide Lager liegen gleichauf bei jeweils rund 40 Prozent.

Die migrationskritischen Schwedendemokraten erreicht enmit knapp 18 Prozent das beste Ergebnis ihrer Geschichte. Schweden gilt als europäische Hochburg der Sozialdemokratie. Am Sonntag fuhr die Partei allerdings das schlechteste Ergebnis seit mehr als 100 Jahren ein.

Wegen befürchteter Wahlfälschungen hatte erstmals die OSZE den Urnengang in Schweden beobachtet. (WS)

 

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