Türkei plant neues Bahn-Netz – Deutschland liefert Wissen und Geld

Berlin freut sich auf seinen Präsidenten (Foto: Shutterstock)
Erdogan (Foto: Shutterstock)

Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdoğan will das türkische Bahn-Netz umfassend erneuern. Nachdem aus dem muslimischen Kulturkreis Jahrhunderte lang so gut wie keine technischen Innovationen kamen und nach wie vor nicht kommen, kann die Türkei auch diese Anforderung nicht selbst bewältigen und klopft bei den Deutschen an. Die sollen mit Geld und Know-how helfen.

Der Despot am Bosporus will für sein knapp 80 Millionen starkes islamisches Volk ein modernes Bahn-Hochgeschwindigkeitsnetz bauen. Das deutsche Unternehmen Siemens soll neue Strecken planen, alte elektrifizieren und moderne Signaltechnik installieren, schreibt der „Spiegel“ hinter seiner Bezahlschranke.

Der Auftragswert betrage laut der WAZ 35 Milliarden Euro und umfasse die Planung neuer Strecken, die Elektrifizierung alter und die Installation moderner Signaltechnik, sowie die Lieferung neuer Züge.

Weil weder Geld noch das dazu benötigte Wissen in der islamisierten Türkei vorhanden ist, habe sich die türkische Regierung vor etwa drei Monaten mit einer entsprechenden Bitte an die Bundesregierung gewandt.

Bei einem Besuch von CDU-Wirtschaftsstaatssekretär Thomas Bareiß Ende September in der Türkei soll es hierzu Gespräche über eine Finanzierung gegeben haben, berichtete das Magazin. Die Türkei wünsche sich staatliche Exportbürgschaften und einen zinsgünstigen Kredit.

Weder Siemens noch die Bundesregierung haben sich bislang offiziell zu dem Vorhaben geäußert. Die Bundesregierung habe sich aber bereit erklärt, über eine finanzielle Unterstützung nachzudenken, heißt es dazu weiter. Die Bundesregierung sehe in dem Projekt die Chance, eine Verschärfung der türkischen Wirtschaftskrise zu verhindern. Die SPD hatte kürzlich sogar deutsche Hilfen für die Türkei vorgeschlagen. (SB)

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