Süßes Willkommen: Eis vom Papst für Neubürger

Marilla Slominski

Symbolfoto:Von yurakrasil/shutterstock
Symbolfoto:Von yurakrasil/shutterstock

Einen besonders süßen Willkommensgruß sendete der Papst den jüngst übers Mittelmeer angereisten Neubürgern aus Afrika. „Eis für alle“ – wies er seinen Kardinal an.

In dieser Woche beauftragte Papst Franziskus Kardinal Konrad Krajewski mit der Lieferung von Eis an die auf italienischem Boden angekommenen Migranten, heißt es in einer Erklärung des Heiligen Stuhls.

Weit davon entfernt, „ihre Herzen zu kühlen“, witzelte der polnische Kardinal, sei dieses Eis „ein Zeichen der Zärtlichkeit des Papstes“ für Migranten „Die Hoffnung ist, dass sie hier, in Italien, überall ein christliches und großzügiges Herz finden und sich endlich zu Hause fühlen können“, frohlockte Kardinal Krajewski.

Mit dem Eis überbrachte der Vatikanbeamte auch herzliche Grüße und den Segen des Papstes. Dann aß er mit den Gastgebern und den Managern des Zentrums zu Mittag.

Nachdem sie von einem Schiff der italienischen Küstenwache Diciotti ausgestiegen waren, wurden rund 100 illegale Einwanderer vorübergehend im  Zentrum von Mondo migliore, der katholischen „Bewegung für eine bessere Welt“ in Rocca di Papa, nahe der päpstlichen Sommerresidenz  Castel Gandolfo untergebracht. Am Ende der Woche sollen die Afrikaner die Gemeinde verlassen, um in die von der italienischen Bischofskonferenz festgelegten Ziele weiterzureisen, berichtet ansamed.info.

Insgesamt waren über 100 Afrikaner, die Mehrheit stammt aus Eritrea, am 15. August von der italienischen Küstenwache an Bord der Diciotti genommen worden. Der italienische Innenminister Matteo Salvini hatte ihnen tagelang die Einfahrt in den sizilianischen Hafen von Catania verweigert und die EU-Staaten aufgefordert, sie aufzunehmen. Am 20. August lief die Diciotti  dann mit den 177 Mittelmeer-Reisenden im Hafen von Catania ein.

Nach Hungerstreik-Drohungen seitens der afrikanischen Neueuropäer hatten sich am Ende Irland, Albanien und die katholische Kirche zur Aufnahme bereit erklärt, berichtet Euronews.

Kaum von Bord der Diciotti gegangen, tauchten schon rund 50 der illegalen Einwanderer ab. Gestern dann verzeichnete die Polizei einen ersten Fahndungserfolg: In Rom nahmen Beamten 16 Migranten fest, die aus dem katholischen Aufnahmezentrum in Rocca di Papa verschwunden waren. Ob sie der „süßen Versuchung“ nachgeben und dorthin zurückkehren, sei noch nicht klar, berichtet die Welt.

Doch nicht nur in Rocca die Papa konnten sich Migranten über die vom Papst gestiftete kühle Schleckerei freuen. Am selben Tag wurden weitere 20.000 Eistüten in verschiedenen Willkommens-Zentren in der italienischen Hauptstadt verteilt.

Und ab und zu hat das katholische Oberhaupt auch ein Herz für bedürftige Italiener. Im April spendierte Papst Franziskus, dessen Lieblingseis-Sorte dulce de leche -Karamelleis- sein soll, den Armen und Obdachlosen Roms 3000 Portionen Eis. Ein Jahr zuvor hatte er anlässlich des ersten Welttags der Armen für etwa 7.000 arme Menschen eine Messe auf dem Petersplatz veranstaltet und sie anschließend zu einem Gourmet-Essen im Vatikan und an den päpstlichen Universitäten in Rom eingeladen.

 

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