Hamburger Grundschule: Muslim will Halal-Fleisch für alle

Schulkantine (Symbolfoto: shutterstock.com/Von Africa Studio)
Schulkantine (Symbolfoto: shutterstock.com/Von Africa Studio)

Hamburg – Der muslimische Elternratsvorsitzende einer Billstedter Grundschule möchte, dass es in der Schulkantine streng nach islamischen Recht zugeht und den Kindern nur noch „halales“ Fleisch angeboten wird. Als der Konflikt zu eskalieren droht, wurde das Schulessen auf kurzzeitig auf vegetarisch umgestellt. 

Wie eine Anfrage der AfD-Bürgerschaftsfraktion (Drucksache 21/14157) aufdeckt, stritt der muslimische Elternratsvorsitzende der Grundschule Bonhoefferstraße hartnäckig darum, das Fleisch von geschächteten Tieren auf die Tische zu bringen. Es soll von seiner Seite auch Attacken und Beschimpfungen gegen Nicht-muslimsichen Eltern und Lehrkräften gegeben haben.

Jetzt nur noch vegetarisch

Laut Behörde, kam es zu einer monatelangen heftigen Auseinandersetzungen mit anderen Eltern und der Schulleitung, die diese Schlachtform ablehnten. Weil der Konflikt nicht befriedet werden konnte, wurde das Schulessen auf vegetarisch umgestellt. Die Schulbehörde versucht nun, den Konflikt mit einer Mediation zu entschärfen. Nach Auskunft der Behörde gab es auch an mindestens einer weiteren Grundschule schon Konflikte wegen der Forderung nach Halāl-Fleisch.

Muslime integrieren sich nicht in unsere Gesellschaft und Werteordnung

„Es kann nicht sein, dass ein Elternratsvorsitzender einer ganzen Schule vorschreiben möchte, nur noch Halāl-Fleisch anzubieten und zur Durchsetzung seiner Forderung überdies Lehrer und andere Eltern attackiert und beschimpft“, so Dr. Alexander Wolf, schulpolitische Sprecher und Vorsitzende der AfD-Fraktion in der Hamburgischen Bürgerschaft.

Der Streit zeige, dass aggressive Muslime sich keineswegs in unsere Gesellschaft und Werteordnung integrieren, sondern aggressiv anfangen, der angestammten Bevölkerung ihre gesellschaftlichen und Wertvorstellungen aufzuzwingen, so Wolf.  „Als AfD lehnen wir es ab, dass deutsche beziehungsweise nicht-muslimische Schüler sich den Schlacht- und Essensgewohnheiten von Muslimen unterwerfen müssen. Hier gewinnt der Begriff ‚Deutsche Leitkultur‘ eine ganz konkrete Bedeutung. Die Schulbehörde muss konsequent durchsetzen, dass in der Schulspeisung nur Fleisch nach den Richtlinien des Tierschutzgesetzes angeboten und Schüler unterschiedlicher Herkunft nicht kulturell vereinnahmt werden“, so die Forderung der AfD.

Rein halales Mittagessen in Schulen ist rechtswidrig

Seit Anfang dieses Monats sind laut WeltOnline die Fleischgerichte allerdings wieder zurück auf dem Speiseplan: Nach Beratung im Ganztagsausschuss habe man beschlossen, „regelhaft sowohl Fleisch- und Fischgerichte als auch vegetarisches Essen anzubieten“ – allerdings kein Halal-Fleisch.

Rein halales Mittagessen wäre zudem rechtswidrig, erklärt die Welt. „Nicht die staatlichen Schulen betreiben die Schulkantinen, sondern private Pächter. Staatliche Schulen sind bekenntnisneutral, sie achten die unterschiedlichen religiösen Bekenntnisse der Schülerinnen und Schüler, ohne eines dieser Bekenntnisse einseitig zu bevorzugen.“ Von daher wäre eine Bestimmung in einem Konzessionsvertrag, in dem der Pächter sich verpflichtet, ausschließlich Speisen entsprechend einer Weltanschauung oder einer Konfession anzubieten, rechtswidrig. (SB)

 

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