Chemnitz: AfD-Politiker führt Journalisten vor – sie wollen nicht gezeigt werden

Roger Beckamp im Gespräch mit der Presse (Bild: Screenshot)
Roger Beckamp im Gespräch mit der Presse (Bild: Screenshot)

Chemnitz – Pressefreiheit gibt es in Deutschland mittlerweile wohl nur noch für die Mainstream-Medien: Roger Beckamp gehört zu jenen Politikern, die es genau wissen wollen. Er befragte Pressevertreter, welchen Eindruck sie von den Entwicklungen in Chemitz haben. Die Antworten werfen nicht nur bei dem AfD-Politiker aus NRW die Frage auf: „Ist eine objektive Berichterstattung bei solcher Voreingenommenheit noch möglich?“ Mit Video.

Höflich wird am vergangenen Samstag ein Herr von der Presse zu seinen eigenen  Eindrücken der vergangenen Tage in Chemnitz von dem AfD-Politiker Roger Beckamp befragt. Neben dem einen oder anderen gestammelten Satzfragment mit schlechter Grammatik macht der Pressemann klar, dass hier zwar mehrheitlich normale Bürger demonstrieren. Jedoch sei das Gedankengut, das hier verbreitet werde, nicht das richtige, so der politisch korrekte Journalist. Sehr schnell eilt dem ungelenken Befragten ein Kollege zur Hilfe, der versucht, das Gespräch zu unterbinden und die Aufnahmen zu verhindern.

„Und genau, wenn es jetzt darum geht, dass Sie sowas sagen, darf ich’s erst recht aufnehmen. Sie wollen nicht aufgenommen werden, obwohl Sie selbst von der Presse sind“, so Beckamps Feststellung zum zweiten Pressevertreter. Dem Gespräch gesellt sich ein dritter Mann, der sich als Zeuge anbietet, hinzu, der ebenfalls verhindern will, dass Beckamp die Aufnahme fortsetzt. Und nun passiert genau das, was Vertretern der Freien Medien immer und immer wieder passiert: Es stellen sich Leute vor die Kamera, damit keine Aufnahmen gemacht werden können. Beckamp erinnert die drei Medienvertreter an das Kuriosum, dass die Medien – zu denen diese Männer gehören – nicht wollen, dass über sie berichtet wird. Dem unbequemen Politiker wird von den Mainstream-Journalisten mit einer Anzeige gedroht, man wolle nicht, dass die Aufnahmen gezeigt werden.

Der AfD-Politiker scheint das gut nachvollziehen zu können und antwortet: „Ja, das wollen wahrscheinlich ganz viele andere Leute auch nicht, nachdem sie in irgendwelche Sendungen geraten“. Beckamp versichert der Pressegruppe zum Gesprächsende als AfD-Politiker: „Glauben Sie mir: das ist Pressearbeit, wie wir sie erleben“. (SB)

Fragensteller befragt: ZDF-Reporter möchte nicht mit AfD-Politiker über Chemnitz sprechen:

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