Paukenschlag! Medien geben zu: Der Hitlergrüßer von Chemnitz ist ein RAF-Sympathisant

Dieser Mann, der in Chemnitz den Hitlergruß zeigte, ist in Wirklichkeit ein RAF-Sympathisant. Collage: Jouwatch

Jetzt ist bewiesen: Der Mann, der durch den Hitlergruß auf der Chemnitzer Demo in die Schlagzeilen geriet und den gesamten Protest in Verruf brachte, ist ein RAF-Sympathisant – und damit wohl ein Linksextremist. Er trägt das Kürzel der Terrorgruppe auf seinem rechten Handrücken. Damit handelt es sich ganz offenbar nicht um einen Rechtsradikalen. Die Gerüchte um eingeschleuste Provokateure erhalten damit neue Nahrung.

Zunächst bezeichneten Mainstream-Medien das RAF-Zeichen auf der Hand als von Rechten erstellte Fotomontage. Das hat sich nun als falsch herausgestellt. Die Redaktionen von „Rheinischer Post“ und „T-Online“ entschuldigen sich heute für diesen Fehler und stellen klar: Das Bild ist echt und kein Fake!

Damit ist offenkundig, dass der Mann mit dem erhobenen rechten Arm ein Verehrer der linksterroristischen „Roten Armee Fraktion“ ist. Das passt schlecht mit dem Weltbild eines Neonazis zusammen. Und es wirft die Frage auf, was wirklich hinter der Hitlergruß-Aktion steckt.

Auffällig war von Anfang an, dass der Mann mit dem Kapuzenpulli sich von den anderen Demonstranten absonderte und vor den Fotografen mit dem Hitlergruß regelrecht posierte. Auch warum in Kampfuniform direkt danebenstehende Polizisten den Mann nicht festnahmen, blieb ein Rätsel.

Gab es vielleicht den Hinweis, den Mann gewähren zu lassen? Schließlich lieferte er die Bilder, die Journalisten brauchten, um den Protest vom Montag, 27. August als Neonazi-Demonstration zu diffamieren. Gut 10.000 Menschen, vorwiegend ein Querschnitt der Chemnitzer Bevölkerung, hatten sich daran beteiligt.

Bisher ist nicht klar, wer dieser Mann ist. Die Polizei sagt, für sie sei es „irrelevant“, ob der Mann nun ein Rechter oder ein Linker sei. Entscheidend sei, dass die Geste strafbar ist. Von dieser Seite ist also keine Aufklärung zu erwarten.

Endgültig aufgeklärt ist dagegen, dass die Meldung, das RAF-Tattoo sei eine Fake, nicht stimmt.

T-Online räumt ein:

Das Netz war findig und entdeckte den Schriftzug.

„Wir bezeichneten ein Foto von einem der Hitlergruß-Zeiger als Fotomontage. Das ist falsch. Nachdem wir das vorliegende Material sowie weitere Aufnahmen noch einmal genauer geprüft haben, sind wir zu dem Schluss gekommen: Auf der Hand des abgebildeten Demonstranten sind tatsächlich die Schriftzeichen ‚RAF‘ zu erkennen.“

Und die Rheinische Post schreibt: „In einer früheren Version des Artikels hieß es, ein RAF-Tattoo auf der Hand eines mutmaßlich rechtsextremen Demonstranten habe sich als Fotomontage erwiesen. Wir haben uns dabei auf Recherchen des Online-Portals watson.de berufen. Inzwischen hat das Portal seinen Bericht allerdings korrigiert: Der Mann habe in der Tat ein solches Tattoo auf der Hand getragen. Wir bedauern die falsche Darstellung und haben die Passage auch aus unserem Artikel entfernt.“

Allerdings wagen die Journalisten nicht, die einzige logische Frage zu stellen: Wie kann es sein, dass sich ein Nazi das Kürzel der Terror-Organisation prominent auf den Handrücken stechen lässt? Möglich ist, dass die gesamte Berichterstattung um die angeblichen  rechtsextremen Ausschreitungen und die fotogenen Hitlergrüße auf einer Aktion beruhen, die unter falscher Flagge lief. (WS)

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