Migration, die Mutter aller Probleme, die Linke, Vater des politischen Irrsinns?

(Foto: Durch Dmytro Zinkevych/Shutterstock
Ein Linker beim Denken (Foto: Durch Dmytro Zinkevych/Shutterstock)

Das war so klar, wie das Amen in der Kirche. Wenn sich einer hier in Deutschland hinstellt und behauptet, die Migration wäre ein Problem, bekommt von den Linken was auf die Mütze:  Für seine Aussage, dass die Migrationsfrage die „Mutter aller politischen Probleme“ in Deutschland sei, erntet Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) heftige Kritik. Die Äußerung sei fahrlässig, sagte der Sprecher für Migration und Integration in der SPD-Bundestagsfraktion, Lars Castellucci, am Donnerstag im RBB-Inforadio. „Der Innenminister ist auch für Integration zuständig. Wir müssen Politik für alle Menschen machen in diesem Land. Wir müssen die Menschen rechtsstaatlich gleich behandeln.“ Castellucci warf Seehofer vor, Extremisten zu stärken: „Ich glaube, das ist eine der Aussagen, die in den bayerischen Landtagswahlkampf hineingeworfen werden und die bestätigen die Leute, die das eh schon denken.“

Das sei Wasser auf die Mühlen „von den Parteien, die hier eher die Probleme schüren“. Unterdessen schrieb SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil auf Twitter, dass er auf „dieses rechspopulistische Gequatsche echt keinen Bock mehr“ habe. SPD-Vize Ralf Stegner bezeichnete Seehofer bei Twitter als „Großvater aller Berliner Regierungsprobleme“.

Er warf Seehofer vor, eine solche Aussage zu tätigen, „um sogenannten `Trauermarsch` von nacktärschigen, Hitlergruß zeigenden `Wir töten Euch alle`-Schreihälsen und ihrer Mitläufer zu verharmlosen“. Der SPD-Bundestagsabgeordnete Karamba Diaby forderte Seehofer unterdessen zum Rücktritt auf: „Mindestens 19,7 Millionen Menschen, deren Mütter oder Väter aus einem anderen Land nach Deutschland gekommen sind, haben eine Nachricht an Seehofer: Bitte tritt zurück, wenn Du nicht der Innenminister aller Menschen sein kannst“, schrieb Diaby auf Twitter. Auch vonseiten der Linken und Grünen erntete Seehofer über das soziale Netzwerk Kritik.

Grünen-Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt schrieb: „Die Mütter aller Probleme: Ignoranz, Rassismus, Spalterei. Ein Innenminister, der seinen Job nicht macht, ein Ministerpräsident, der nicht sagt was ist, die sind auch ein Problem. Und dass die geistigen Hintermänner der rechten Mob im Parlament sitzen ist ein Problem.“ Linksfraktionschef Dietmar Bartsch schrieb, dass „die schreiende Ungerechtigkeit und die Kriege dieser Welt“ die „Mütter aller Probleme“ seien.

Es ist immer dasselbe, kaum spricht einer die Probleme – aus welchen Gründen auch immer – an, von denen die Bürger am meisten betroffen sind, geht das Dummgequatsche aus der linken Ecke wieder los. Dabei wissen wir doch alle: Migration ist die Mutter aller Probleme, die Linke aber ist der Vater des politischen Irrsinns!

Unterstützung bekommt Seehofer aus der eigenen Reihe:

CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt hat die Aussage von Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) verteidigt, wonach die Migrationsfrage „die Mutter aller politischen Probleme“ in Deutschland sei. „Dass die Flüchtlingsthematik die politische Lage und die politische Landschaft nachhaltig verändert hat, ist ja vollkommen unstrittig“, sagte Dobrindt am Donnerstag dem Fernsehsender n-tv. „Das sehen wir jeden Tag. Wir sind mit den Themen, die mit der Grundlage 2015 zu tun haben ja heute nach wie vor beschäftigt.“ Das sei einfach eine Feststellung, die der Realität und dem täglichen Erleben der Bürger entspreche, so Dobrindt. Zu den Vorfällen in Chemnitz sagte der CSU-Landesgruppenchef, dass man die Situation genau erarbeiten müsse, bevor man ein abschließendes Urteil fällen könne.

„Wir haben darauf hingewiesen, dass der Grund für die Diskussionen und die Empörung, die man auch verstehen kann, der Mord war, der stattgefunden hat. Da gilt es als allererstes auch dafür zu sorgen, dass die Täter rechtsstaatlich verurteilt werden mit aller Härte des Gesetzes“, sagte der CSU-Politiker. Dann gehe es um die Diskussionen wie man öffentlich mit dieser schrecklichen Tat umgehen solle.

„Man kann die Empörung verstehen. Das rechtfertigt aber in keiner Weise irgendeine Art von Gewalt“, so Dobrindt.

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