Ein Pakistanischstämmiger mitten unter den „Nazis von Chemnitz“ – er fühlte sich wohl

Feroz Khan im Videointerview (Bild: Sceenshot)
Feroz Khan im Videointerview (Bild: Sceenshot)

Feroz Khan ist Student und YouTuber. Bekannt wurde der pakistanischstämmige junge Mann durch seine Meinung zur lapidaren deutschen Justiz, die er in einer WDR-Talkshow vertrat. Er ist AfD-Wähler und war am Sonntag vor Ort in Chemnitz. Mit Video.

Khan befand sich am Samstag in Chemnitz, um sich vom Ablauf der Demonstrationen – recht wie links – selbst ein Bild zu machen. Die Behauptung der Mainstreammedien, dass man als Dunkelhäutiger nicht durch die Kundgebung laufen könne, sei grundfalsch. Er habe Warnungen von seinen in Westdeutschland lebenden Angehörigen bekommen, nicht vor die Türe zu gehen. In Chemnitz sei der „braune Sumpf“ , der „rechte Mob“ unterwegs. Sein Eindruck: Er sei mitten durch die „Pro Chemnitz“ Kundgebung gelaufen. Ihm habe keiner ein Haar gekrümmt. Er habe festgestellt, dass der eine oder andere böse schaue, ja, aber alles sei in einem rechtlich legitimen Rahmen geblieben. Er könne sich nicht beklagen, so Khan, der den Youtube-Kanal „achse:ostwest“ betreibt.

Der Student wundert sich – auf den Mord am vergangen Wochenende angesprochen – dass es so lange gedauert habe, bis die Leute in dieser Zahl auf die Straße gegangen sind. Nachdem die Politik rigoros an den Bürgern vorbei regiere, sei das ein legitimes, ein nachvollziehbares Mittel. Er selbst lebe seit drei Jahren in Dresden und sei noch nie ausländerfeindlich angegangen worden. Die Warnungen, im Osten als Ausländer aufpassen zu müssen, führt Khan auf eine mediale Hetze zurück. Bei den Flüchtlingen werde immer darauf hingewiesen, „ja nicht alle über einen Kamm zu scheren“. Bei den Sachsen dürfe man das aber machen. Bei Rechten gebe es ganz offensichtlich keinen Unterschied, da werde pauschalisiert – da werde gehetzt. Dies alles habe einen großen soziologischen Schaden verursacht und das sehe man nun in Chemnitz.

Nochmals auf eventuell durch Vorurteile begründete Blicke auf Ausländer angesprochen, erwidert der pakistanischstämmige Mann, dass ihn selbst diese nicht aufregen würden. Morde und Vergewaltigungen, sexuelle Übergriff, Totschlag und Raub – was mittlerweile an der Tagesordnung – jeden Tag in den Tageszeitungen dokumentiert wird – das sei es, was ihn „aufrege“.  „Ich bin ein Freund von Prioritäten setzen“. Das „schief Angucken“ von Ausländern, das sei nicht das Problem dieses Landes. Die  Flüchtlingspolitik der Bundesregierung nennt Khan „grob fahrlässig“. Die Regierung handele absolut verantwortungslos.

Im öffentlichen Raum stelle die Gruppe der männlichen, jungen Araber aus polizeilicher Hinsicht die gefährlichste Gruppe dar, so seine These, die durch Kriminalstatistiken untermauert werde. Er wisse, wie seine Landsleute oder Leute aus Nachbarländern seiner Ursprungsheimat sind. Das könne er auch laut aussprechen. Und das seien die Realitäten, mit denen man hierzulande umgehen müsse. Er könne denjenigen Frauen, die die Straßenseite wechseln, wenn er ihnen entgegen komme, nicht böse sein. Dies geschehe aus Angst. Und wie er bereits in der benannten WDR-Talkshow gesagte habe: Für Angst muss sich kein Mensch rechtfertigen. Das könne man niemandem zum Vorwurf machen. Verantwortlich dafür sind Politiker auf Landes- und Bundesebene. (Kurzportrait von Feroz Khan bei Jouwatch)

 

 

Ein Deutsch-Pakistaner, der AfD wählt

Loading...