Beeindruckendes Video: Chemnitzer erklären dem Ministerpräsidenten, wer wirklich demonstriert

Mutig erklärt ein Chemnitzer dem Ministerpräsidenten, was Sache ist. Neben ihm: Oberbürgermeisterin Ludwig. Foto: Screenshot

Wahrscheinlich gibt dieses Video am besten wieder, wer in Sachsen protestiert. Es sind kultivierte Menschen, die sich ausdrücken können und ihrem Ministerpräsidenten die Meinung sagen. Beim Bürgerdialog mit Michael Kretschmer (CDU) erklärten eine Frau und ein Mann dem Politiker, was wirklich los ist: „Die Demonstranten waren Menschen wie Du und ich – Kindergärtner, Ärzte, Rechtsanwälte. Das sind alles Menschen, die einer geregelten Arbeit nachgehen, denen Chemnitz am Herzen liegt, die sich sagen: Wir lassen uns unsere Stadt nicht wegnehmen. Wir wollen ohne Angst in die Stadt gehen.“

Zuvor meinte ein ebenfalls gebildeter, älterer, aber durchaus aufgebrachter Chemnitzer: „Was am Sonntag in den Medien zu hören und zu sehen war, das war blanke Lüge.“ Er sei zufällig bei der unangemeldeten Demonstration vorbeigekommen, weil er mit vier befreundeten Familien zu den „Firebirds“ wollte. Das hat er beobachtet: „Es gab keine Ausfälle, es gab auch keine Verletzten. Es gibt ein kleines Handyvideo, wo irgendein dummer, schwarzgekleideter Mann einem ausländisch aussehenden Mann nachgerannt ist. Mehr war nicht! Presse, hört auf, über Chemnitz so schlecht zu sprechen.“

Er klagt an: Die Medien berichteten nicht, „wenn die Menschen hier Angst haben, abends vom Theater nach Hause zu laufen, wenn sie nicht mal mehr über den Platz für die Opfer des Faschismus gehen können, wenn man durch die Rote-Turm-Passage geht und man wird von oben bis unten gemustert, ob man vielleicht ein potenzieller Rauschgift-Kunde ist.“ Er sagt: „Das geht nicht mehr, und das lassen wir uns auch nicht mehr gefallen.“ (WS)

Aber schauen Sie selbst:

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