Um Journalisten gewünschte Bilder zu liefern: Linke wollen Hitlergruß auf Chemnitzer AfD-Demo zeigen

Vor den Augen von Journalisten und Polizei Hitler-Gruß gezeigt: Ein Agent Provocateur? Foto: Screenshot: Youtube

Offenbar soll der AfD-Trauermarsch am Sonnabend in Chemnitz gezielt durch das Zeigen von Hitler-Grüßen sabotiert werden. Im Internet kursieren Aufrufe von linken Aktivisten, die Demonstration durch das verbotene Heben des rechtes Armes zu diskreditieren. Schon bei der vorigen Demo gab es Behauptungen, das „Heil Hitler“ sei von V-Leuten des Verfassungsschutzes und Journalisten gekommen.

Auf Twitter forderte ein User: „Den Nazis ordentlich in die Suppe kacken. Rein in den Haufen und richtig laut 2-3 Mal ‚Heil Hitler‘ rufen. Morgen in den Zeitungen gibt’s dann richtig was zu lesen.“ Mit dieser Strategie sollen den Journalisten die Bilder geliefert werden, die sie brauchen, um die Demo anschließend als Nazi-Aufmarsch zu diffamieren.

Schon beim Protestzug am Montag, an dem 10.000 Menschen teilnahmen, hatten wenige Demonstranten ganz offen vor den Fotografen den Hitlergruß gezeigt. Sie posierten förmlich damit. Verwundert zeigten sich viele, dass die direkt daneben stehende Polizei nicht eingriff. Aktivisten hatten daraufhin die Behauptung aufgestellt, bei den zweien, die immer wieder gezeigt wurden, handele es sich um einen informellen Mitarbeiter des Verfassungsschutzes, beim anderen um einen Journalisten. Überprüfbar sind diese Darstellungen zunächst nicht.

Obwohl ein Querschnitt der Bevölkerung auf die Straße gegangen war, dominierten diese Bilder die Berichterstattung in den Medien. Damit war der vermeintliche Beweis erbracht, die Nazis hätten Chemnitz gekapert, und alle Teilnehmer seien Faschisten.

Nun warten viele Journalisten darauf, auch am Sonnabend ähnliche Bilder machen zu können. Die AfD hat Sorge davor, dass bewusst Provokateure in die Demonstration eindringen könnten, um unschöne Bilder zu provozieren. Schon beim Demo-Aufruf am Montag formulierten die drei Landesvorsitzenden von Thüringen, Sachsen und Brandenburg es so: „Es ist darüber hinaus leider nicht auszuschließen, dass in unseren Trauerzug Provokateure eingeschleust werden – von wem auch immer. Bleiben Sie wachsam, melden Sie den Ordnern Provokationen und filmen Sie wenn möglich Störaktion, um Beweismaterial für eine anschließende Strafverfolgung zu sammeln.“

Zu dem würdevollen Trauermarsch in schwarzer Kleidung und ohne politische Botschaften werden am Sonnabend um 17 Uhr mehrere Tausend Menschen erwartet. Lediglich weiße Rosen als Zeichen der Trauer und Deutschland-Fahnen sollen gezeigt werden dürfen. (WS)

 

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