Medien-Krieg um Chemnitz: Mainstream zeigt Haftbefehl, will aber Jouwatch dafür bestrafen lassen

Screenshot von der "Welt", 29. August: Der Haftbefehl - direkt neben dem Bild des Chefredakteurs Poschardt

Die Merkel-Presse hat es zum Skandal aufgeblasen: Alternative Medien hätten den Haftbefehl gegen den Chemnitz-Killer Yousif A. veröffentlicht. Die Wahrheit ist: Auch viele Mainstream-Blätter haben ihn gezeigt. Dennoch versuchte der „Tagesspiegel“, unter diesem Vorwand „Jouwatch“ die Staatsanwaltschaft auf den Hals zu hetzen.

Bei der „Welt“ war der Haftbefehl noch vor 7 Uhr auf der Startseite zu sehen – daneben das Bild von Chefredakteur Ulf Poschardt. Wir haben einen Screenshot davon gefertigt. Der „Focus“ zeigt das Dokument sogar bis heute – siehe hier und den Screenshot am Ende des Beitrages. Aber der Tagesspiegel schreibt in verleumderischer Absicht wieder mal nur die halbe Wahrheit: „Das Dokument machte schnell die Runde in rechten Kreisen… Auch Pegida-Anführer Lutz Bachmann veröffentlichte das Dokument, ebenso das rechte Portal ‚JouWatch‘.“

Richtig ist: Nachdem die „Welt“ es brachte, zeigte auch Jouwatch das geschwärzte Dokument – allerdings nur für wenige Minuten. Dann entschieden wir uns nach einer kurzen internen Diskussion, diesen Leak nicht weiterzuverbreiten. Der „Tagesspiegel“ aber machte aus dieser Kurzzeit-Veröffentlichung einen kriminellen Akt und hofft, uns endlich mundtot zu bekommen. Er schrieb: „Leicht wird es sein, eine Liste derjenigen zu erstellen, die den Haftbefehl – die Staatsanwaltschaft Dresden geht von der Echtheit des veröffentlichten Dokuments aus – veröffentlicht haben. Ihnen droht eine Freiheitsstrafe von bis zu einem Jahr oder mindestens eine Geldstrafe.“

Mal abgesehen davon, dass sich früher jede Zeitung dafür feierte, an vertrauliche Dokumente gekommen zu sein, stößt hier sehr bitter auf, mit welchen perfiden Mitteln das Blatt seine schwindende Deutungshoheit halten will: Die Justiz gegen Kollegen mit abweichender Meinung einsetzen, am besten für ein Jahr ins Gefängnis stecken.

Denn der Haftbefehl machte deutlich, dass der Iraker mehrfach vorbestraft war und trotzdem als abgelehnter Asylbewerber in Deutschland geduldet wurde. Das ist ein Staatsversagen, das der „Tagesspiegel“ wohl gern unter dem Deckel gehalten hätte. Denn das Chemnitzer Opfer Daniel H. könnte noch leben, wenn der Flüchtling abgeschoben worden oder nach seinen sechs Verurteilungen im Gefängnis gelandet wäre.

Insofern bekommen die Worte, die der Justizbeamte Daniel Zabel zur Begründung der Weiterverbreitung wählte, eine noch stärkere Bedeutung: „Ich möchte, dass die Medien nicht mehr die Hoheit haben, den tatsächlichen Tatablauf in Frage zu stellen, zu manipulieren oder auf eine ihnen jeweils genehme Art und Weise zu verdrehen. Ich möchte, dass die gesamte Öffentlichkeit ausschließlich die zum heutigen Zeitpunkt bekannten harten Fakten kennt.“ (WS)

Die gesamte, mutige Erklärung von Daniel Zabel lesen Sie hier:

Ein Chemnitzer Held – Justizbeamter: Warum ich den Haftbefehl leakte und das mit meinem Job bezahle

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