Angst vor Homo-Lobby: Vatikan zensiert Papstrede

Foto: Durch giulio napolitano/Shutterstock
Das beste Karnevalskostüm überhaupt: Papst Franziskus (Foto: Durch giulio napolitano/Shutterstock)

Vatikan – Eine weitere Machtdemonstration der Homo-Lobby: Aus Angst vor ihr hat das Pressebüro des Vatikans Papst Franziskus zensiert. Dessen Erwähnung von „psychiatrischer Behandlung“ für Schwule erscheint nicht mehr im offiziellen Text. 

Offizieller Pressesprecher des Vatikan, Greg Burke, soll laut der Internetseite Ifovaticana ein Wort aus einer Ansprache von Papst Franziskus gestrichen haben. Der Grund: Es sollten „tobende Reaktion“ der LGBT-Lobby vermieden werden.

In einer Pressekonferenzen musste Papst Franziskus auf dem Rückflug aus Irland nach Rom Frage und Antwort stehen, als es vornehmlich um den Skandal „McCarrick“ und seine weitläufigen Implikationen in Sachen Vertuschung von Missbrauchsskandalen ging. Franziskus selbst soll laut dem Internetmagazin Freie Welt in die Vertuschung involviert gewesen sein.

Auf Frage des Journalisten von „Rome Reports“, Javier Romero, nach der neuen „Homo-Ehe“-Gesetzgebung in Irland und wie katholische Eltern mit homosexuellen Kindern umgehen sollten, antwortete der Papst:
„Was würde ich einem Papa sagen, der sein Sohn oder seine Tochter mit dieser Tendenz sieht: Ich würde ihm sagen, vor allem zu beten: bete. Nicht zu verurteilen, Gespräche zu führen, zu verstehen und seinem Sohn oder seiner Tochter Raum zu lassen. […] Eine Sache ist es, wenn sich [die Tendenz] im Kindesalter zeigt, da kann man viel tun, um zu sehen, wie die Lage ist; eine andere Sache ist, wenn sich die Tendenz erst nach 20 Jahren oder so zeigt.“

In Wirklichkeit jedoch  hatte der Papst im Flugzeug gesagt: „Eine Sache ist es, wenn sich [die Tendenz] im Kindesalter zeigt, da kann man viel tun mit der Psychiatrie…, um zu sehen, wie die Lage ist…“. Dass der Papst genau dies gesagt hatte, ist in einer Videoaufzeichnung dokumentiert. Diese Aussprache des Papstes löste sofort hasserfüllte Reaktionen der Schwulenlobby in Italien und weltweit aus, so das freiheitliche Magazin weiter. „Von Psychiatrie zu sprechen, verleitet katholische Eltern zu glauben, dass man mit der Psychiatrie Homosexualität heilen kann“, so Schwulenfunktionär  Fabrizio Marrazzo von der „Gay Hotline“.

Fraglich bleibt, warum dieser Teil vom Pressebüro gestrichen wurde. Hat die LGBT-Lobby bereits auch beim Vatikan solch einen umfassenden einen Einfluss um deren Pressearbeit in die gewünschte Richtung zu dirigieren? (SB)

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