Muslimischer Personenkult in Wiesbaden: Riesige Erdogan-Statue bleibt stehen

Der güldene Erdogan darf in Wiesbaden stehen bleiben (Bild: Screenshot)
Der güldene Erdogan darf in Wiesbaden stehen bleiben (Bild: Screenshot)

Hessen – Im Namen der Kunstfreiheit hat der Magistrat von Wiesbaden entschieden, dass auf dem Platz der Deutschen Einheit die zwei Tonnen schwere Monster-Skulptur des islamischen Despoten Erdoğan stehen bleiben darf. Ein anonymer Spender hat die Skulptur im Rahmen der Biennale gesponsert. Drei Monate lang soll die stählerne Statue ausgestellt werden.

Verantwortlich für die Aktion ist das Kunstfestival „Wiesbaden Biennale, das sich das Motto „Bad News“ gesetzt hat und bewusst provozieren will, heißt es dazu in einer Pressemitteilung der Stadt Wiesbaden. Die „Provokation“ scheint gelungen: Die Statue sei bereits beschmiert worden. Ausdrücke wie „türkischer Hitler“ und andere „Beleidigungen“ seien darauf gekritzelt worden.

Bei der Stadt heißt es, das Ordnungsamt habe die Aktion, für die das Hessische Staatstheater verantwortlich ist, genehmigt. Dabei sei ein Gesamtpaket im Rahmen der „Wiesbaden Biennale“ angemeldet worden, das einen Container und eine „menschenähnliche Statue“ umfasse, sagte eine Sprecherin auf Anfrage unserer Redaktion.

Dass es sich dabei um eine Erdogan-Statue handelt, sei der Behörde nicht bewusst gewesen, so eine Sprecherin. Darüber hinaus sei der in der Stadt aufgestellte Container mit „Deutsche raus“ beschriftet worden. Auch das sei den Verantwortlichen unbekannt gewesen. Der Gemeindevorstand der Stadt habe sich Dienstagmittag mit der Thematik befasst.  Dabei stand die Frage im Raum, ob die Aktion von der Kunstfreiheit gedeckt ist oder ob sogar eine Gefahr davon ausgeht. Der Magistrat habe sich nach ausführlicher Diskussion zur im Grundgesetz verankerten Kunstfreiheit bekannt und sieht weder eine rechtliche Grundlage noch einen derzeitigen Handlungsbedarf, so die Stadt. (SB)

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