Österreich geht voran: Regierung schafft Lehre für Asylwerber ab

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Immer weniger Ausbildungsplätze in Deutschland (Foto: Durch goodluz/Shutterstock)

Österreich –  Die türkis-blaue Regierung möchte – ganz im Gegensatz zu Ideen des deutschen Bundesinnenministers – die Möglichkeit einer Lehre für Asylwerber abschaffen. „Das Asylrecht soll künftig nicht mehr mit einer Lehre umgangen werden können.“

Österreichs Regierungssprecher Peter Launsky-Tieffenthal gab am Sonntag laut der Kronenzeitung an, dass die Debatte nun beendet sei und man bereits an einer Neuregelung arbeite. Seit 2012 war die Lehrlingsausbildung für Asylwerber bis 25 Jahren in Mangelberufen in Österreich erlaubt. Die FPÖ stellte sich vehement gegen den demnächst aufgehobenen Erlass. Entrüstungsstürme kommen erwartungsgemäß aus den Reihen der Opposition und den Reihen der Asylindustrie. „Völlig realitätsfremd und zynisch“ sei die Maßnahme, mit der die Regierung „das Spalten der Gesellschaft munter fortsetzen“ würde, so die NEOS. Als „unsinnig bis bösartig“, so die emotionsgeladene Bewertung der zur Bedeutungslosigkeit zusammengeschrumpften SPÖ. Die grünen Genossen hatten rund 60.000 Unterschriften von Flüchtlingsaktivisten, Wirtschaftsprominenz und Medienschaffenden gesammelt um „die Abschiebung von Asylsuchenden mit einer Lehranstellung“ zu verhindern. (SB)

 

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